Forum - Paketflut überlastet Post

 
moga67

Die Zusteller bei den Paketdienst und der Post sind nicht nur vor Weihnachten im Dauerstress.
Schlechte Bezahlung, ständige Kontrolle und Einsparungen...
Warum sucht die Post neue Mitarbeiter??? Ein Schelm der böses denkt!

xblue

ich kaufe nicht mehr bei Ama, Zala und Co. liefert Ama durch Paketdienste?

ich kaufe in Österreich, auch online. Auch wenn es seit Monaten langsam daher geht

 

Limone

Ich habe vor kurzem etwas bestellt, das ging sehr schnell. Das mit der Paketflut ist jedes Jahr um die Zeit so, nur wegen dem Lockdown wird es die nächsten Wochen noch ärger werden. xblue man kann nicht alles in österreichischen Shops kaufen.

Schnellkoch_Bob

xblue, Paketdienste bedienen sich genauso wie Amazon Subunternehmern. Am Schluss der Subunternehmer-Kette hast Du dann einen Zusteller, der sich einen Gewerbeschein lösen und vielleicht auf eigene Kosten ein Logo auf den eigenen Lieferwagen kleben muss. Dass ihm dann vielleicht 2 Euro pro Stunde übrigbleiben und er mit 16 Stunden am Tag grad mal so über die Runden kommt, ist von Anfang an klar. Amazon oder Paketdienste stellen auch keine Zusteller selbst ein, weil sie einfach nicht genug Geld dafür eingeplant haben. Unsere Post (oder andere staatliche Unternehmen), die eigentlich faire Arbeitsbedingungen bieten wollen, können da preislich einfach nicht mithalten.

→ https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2021/jaenner/finanzpolizei-amazon-ermittlungen.html

Lara1, was meinst Du, macht die Regierung? Hier wären auch die Konsumenten gefragt, nicht blind zu jubeln "Hej, ich krieg was gratis!", sondern mit offenen Augen durchs Leben zu gehen, und wenn sie dann erkennen, dass sie am Schluss eigentlich noch draufzahlen, auch die Konsequenzen daraus zu ziehen.

Teddypetzi

@jowi59 "Es gibt doch eh alles was man normalerweise braucht auch in der Nähe und regional zu kaufen"

das war einmal vor Corona

wenn ich jetzt etwas für Haus und Garten brauch, dann muss ich es mir es bestellen, mein Postler kommt aber gerne , bekommt auch sein verdientes Trinkgeld

Lara1

Bist schon ein tolles Kerlchen, Schnellkoch. Wenn die Politik auch Konzerne wie Amazon besteuert, ist die Sache gerecht und erledigt.

Als Konsument habe ich derzeit noch das Recht selbst zu entscheiden, was ich mit meinem Geld mache.,

 

 

Schnellkoch_Bob

Lara1, es wäre ja schön, wenn das so einfach wäre. Leider ist es so, dass man als A$X!#loch von Großkonzern derzeit einfach eine Briefkastenfirma in einem Steuerparadies aufmacht und dieser Firma enorme Lizenzgebühren zahlt. Dann muss z. B. Amazon von seinem Gewinn nur 1,1% in der EU und 5% in den USA versteuern, während Leute wie wir 40% und mehr von unseren Einkünften (Lohnsteuer, Mehrwertsteuer,... fairerweise ist die Sozialversicherung da nicht eingerechnet) abgeben müssen.

Wenn Du als mündige Staatsbürgerin mithelfen willst, mehr Taten als heiße Luft von den Politikern einzufordern: Deine Hilfe ist immer willkommen.

Und als mündige Konsumentin hast Du natürlich das Recht, Dein Geld und Deine Marktmacht so einzusetzen, wie Du es für richtig und verantwortungsvoll hältst. Das will Dir niemand absprechen.

Zwiebel

Schnellkochbob, du schreibst: "und Österreich und Deutschland vermutlich gerade von einem Geheimgericht zu Schadenersatz verurteilen lässt, weil es in der restlichen Welt kein so strenges Arbeitsrecht gibt, "

Ich verstehe das nicht und finde dazu so auch nichts über Google. Kannst du mal bitte mehr darüber schreiben, was hier gemeint ist? 

Zuletzt bearbeitet von Zwiebel am 29.11.2021 um 08:55 Uhr

Schnellkoch_Bob

Zwiebel, wir haben Investitionsschutzabkommen und Freihandelsverträge mit verschiedenen Staaten abgeschlossen (z. B. CETA), andere sind noch in Arbeit (z. B. TTIP). Wir haben bereits Verträge, in denen Schiedsgerichte vereinbart sind, mit denen Firmen einen Staat auf Schadenersatz verklagen können, wenn sie meinen, der "freie Handel" wäre beeinträchtigt oder sie würden ungerecht behandelt. Hauptkritikpunkte daran sind, dass diese Schiedsgerichte dann geheim tagen und auch ihre Entscheidungen geheimgehalten werden müssen (vgl. CETA, Anhang 29-A, Abs 38 - 39, wo nach Abschluss wenigstens eine öffentliche Version hergestellt werden muss). Als Richter sind Anwälte vereinbart, die Erfahrung im Internationalen Handelsrecht haben. Es ist aber kaum anzunehmen, dass sie unparteiisch sind, wenn sie vorher und nachher für genau die Firmen arbeiten. Und anscheinend hat es auch schon einige Missbräuche gegeben, z. B. dass Firmen eigens zu dem Zweck eine Auslands-Niederlassung gegründet haben, die Gesetzeslage bzw. Konsumentenschutzbestimmungen in ihrem Ursprungsland zu ändern.

Ich hab mir die Links leider nicht aufgehoben jetzt nicht viel gefunden. Vor ~10 Jahren hat es ein paar Petitionen mit guten Quellen gegeben. Hier eine (gewohnt einseitige) Zusammenfassung aus Wirtschafts-Sicht (mit praktischen Links):

→ https://www.wko.at/service/aussenwirtschaft/Investitionsabkommen_-_Kurzdarstellung.html

xblue

jeder wie er will und ich will mit der Post.

Möglich das es sehr spezielle Dinge nicht bei uns gibt. Nachfrage schafft Angebot

  • 1
  • 2