Intensive Social Media-Nutzung verstärkt Körperunzufriedenheit und belastet das Wohlbefinden, so das Ergebnis einer Umfrage der Gesundheit Österreich GmbH (GÖG). Workshops in Museen sollen nun gezielt dagegen setzen und Jugendliche im Umgang stärken.

Seit dem Beginn der Corona-Pandemie führt die GÖG regelmäßig Umfragen zur Gesundheitsförderung durch. Die jüngsten Daten zeigen, dass sich fast jede zweite junge Person (45 Prozent) durch Beiträge in sozialen Medien unter Druck gesetzt fühlt, den eigenen Körper verändern zu müssen, erläuterte GÖG-Geschäftsführer Herwig Ostermann.
30 Prozent der jungen Menschen meinen, dass sie sich auf Bildern mit einem Filter schöner finden, bei den jungen Frauen waren es gar 45 Prozent. Unter den rund 1000 Befragten waren 129 Personen zwischen 16 und 25 Jahre alt – aufgrund der geringen Stichprobengröße liegt die Schwankungsbreite bei acht Prozent.
Das Schönheitsideal korreliert mit der Dauer der Nutzung sozialer Medien. Laut Ostermann denken fünf Prozent jener jungen Menschen über Schönheits-OPs oder Eingriffe nach, die täglich weniger als zwei Stunden auf TikTok und Co. verbringen. Bei den 16- bis 25-Jährigen, die mehr als zwei Stunden jeden Tag online sind, sind es gar 31 Prozent. „Das ist ein sehr, sehr deutliches Ergebnis. Wir sprechen nicht über Randphänomene, sondern über ein gesellschaftliches Thema“, konstatierte Ostermann.

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