Forum - Die Kehrseite Massentierhaltung

 
Katerchen

Wegen einer hochansteckenden Geflügelkran*heit droht in einem großen Masthähnchenbetrieb im oberbayerischen Landkreis Mühldorf am Inn der Tod von 30.000 Tieren. In dem Betrieb wurde offiziell der Verdacht auf Ausbruch der Newcastle-Kran*heit festgestellt, wie ein Sprecher des Landratsamtes sagte. Die amtliche Bestätigung durch Laborproben lag zunächst aber noch nicht vor.

Die Newcastle-Kran*heit kann große Bestände dahinraffen. Deshalb waren zu Wochenanfang bereits rund 100.000 Legehennen im Landkreis Erding getötet worden. Die Virusinfektion befällt Hühner und Puten, der Erreger ist unter dem Kürzel APMV-1 bekannt. Tritt die Kran*heit auf, ist die Keulung der Tiere in dem betreffenden Betrieb rechtlich vorgeschrieben.

Schlimm, wie wir Menschen mit unseren Mitgeschöpfen umgehen.

jowi59

Es sind aber nicht die Bauern an der Massentierhaltung schuld.

Die Konsumenten mit ihrer Forderung nach Billigstangeboten fördern diese Haltung.

Ein kleiner biologisch produzierender Bauer bekommt seine Arbeit nicht bezahlt.

Für die Ernährung wird nur mehr 10-12% der Ausgaben verwendet.

Beim Urlaub ist es oft egal, was er kostet.

Teddypetzi

Sicher sind solche Bauern Schuld, wenn sie es nicht anbieten, kann es der Konsument gar nicht kaufen 

Billie-Blue

Jowi59, Naja, wenn sich Inhaber von Massentierhaltungsbetrieben vehement gegen alles mögliche wehren, was besser für das Tierwohl und die Fleischqualität wäre, nur damit sie möglichst hohe Gewinne erzielen, kann man wohl nicht die Schuld auf den Konsumenten abwälzen. Das ist eine faule Ausrede. Wie viele können sich teures Fleisch einfach nicht leisten? Und es wäre mir neu, dass die Konsumenten mit ihren Forderungen etwas bewirken, sonst wäre nicht alles so teuer geworden, das hat kein Konsument gefordert.

Es stimmt, dass Bio Haltung mehr Zeit und Aufwand benötigt und dadurch die Gewinne geringer sind. Und das tun sich wenige an. Den meisten geht es nur um Gewinne.

Die Massentierhaltung wird es sowieso irgendwann nicht mehr in dieser exremen Form geben. Die Konsumenten verändern bereits ihr Essverhalten und es werden immer mehr werden, die kein antibiotikaverseuchtes Massenfleisch verzehren wollen.

Silviatempelmayr

Das Problem ist wenn wir im Inland nicht günstiges Fleisch anbieten wird es aus dem Ausland importiert. 

jowi59

Alle fordern hochwertigste Lebensmittel, die sollen aber nicht viel kosten.

Wenn der Aufwand nicht bezahlt wird, dann kann es auch nicht produziert werden.

Billie-Blue

Und bevor wir günstiges Fleisch aus dem Ausland importieren, quälen wir llieber Tiere in Österreich in der Massentierhaltung? Eigenartige Logik.

Es gibt aber ohnehin bei den Jungen immer mehr, die da nicht mehr mitmachen und solches Fleisch nicht mehr kaufen oder kein Fleisch essen.

 

moga67

So brutal das nun klingt.
Besser es werden diese Tiere gekeult und die Krankheit wird eingedämmt.
Wenn es zu einer Seuche kommt, wird die Lage dramatisch! 

littlePanda

Billie-Blue: Konsumenten können schon was bewirken. Sagst Du ja sogar selber, weil Du schreibst, daß sich die Ernährungsgewohnheiten ändern und damit die Massentierhaltung aussterben wird

Billie-Blue

little Panda, nein, ich hab nicht geschrieben, dass die Massentierhaltung aussterben wird. Aber dass es sie nicht mehr in dieser extremen Form geben wird. Langfristig ändert sich da ganz sicher einiges. Aber natürlich macht es der Widerstand jener, die damit gute Gewinne machen schwieriger.  Deshalb  man kann nicht sagen: ihr Konsumenten zwingt uns, dass wir die Tiere auf Vollspaltenböden etc. halten. Das ist nur ein Abschieben der Verantwortung.

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