Forum - Gefährlicher Bergsport

 
Maarja

Am Samstag ist eine junge Frau beim Canyoning ums Leben gekommen. Ein plötzlicher Regen machte aus der Starzlach einen reißenden Sturzbach. 60 bis 70 Menschen befanden sich zu der Zeit in der Klamm. Sie wurden teilweise mitgerissen und verletzt. Jetzt müssen sich wohl die Bergführer dafür verantworten. Ich kenne die Starzlachklamm und niemand würde mich bei unsicherem Wetter da hinein bringen. Es gibt da kaum einen Ausweg. Macht Ihr solche Touren?

Katerchen

Früher hatten wir sehr kritisch die Wettersituation abgeschätzt, bevor wir Bergtouren gemacht haben. Heute denken die Menschen meistens, dass die inzwischen sehr gute Ausrüstung sich auch gegen die Natur behaupten kann.

Man kauft sich das neueste und teuerste Equipment und kann dann die schwierigsten Unternehmungen machen. Die Meisten übersehen, dass die Technik nicht das Können ersetzt. Und im Notfall gibt es ja den Bergretter „Handy“

Maarja

Was mich schockiert ist, dass das geführte Touren sind, da müsste man doch meinen, es wäre sicher? Ist halt alles recht kommerziell inzwischen. 

Billie-Blue

Was mir auffällt, man hört täglich von abgestürzten Bergwanderern, Radfahren, Scooterfahrern,  oftmals Leute jenseits der 70 oder sogar  80 Jahre. Ich finde es bedauerlich wenn alte Menschen so leichtsinnig mit ihrem hohen Alter mit  ihrer noch guten Gesundheit umgehen, wo andere  schon im Altersheim sind oder gar nicht mehr leben. Leichtsinn gehört zur Jugend irgendwie ein bissl dazu, aber bei so alten Menschen wundert mich das schon sehr. Unser BP bekam ja auch Schelte, weil er nicht besser auf sich aufgepasst hat, und am Berg stürzte. Da gings zum Glück glimpflich aus.

moga67

Finde es super, wenn sich Leute jenseits der 80 Jahre noch fit halten. Nur sollten sie auch das Risiko richtig einschätzen und sich selber nicht überschätzen. Durch die Technik fühlen sich viele besser, als sie eigentlich sind und bei einer kleinen Unaufmerksamkeit kommt es zu einem Unfall.

Silviatempelmayr

Sicher sind manche Sportarten gefährlich, aber passieren kann auch beim spazieren gehen etwas.

hobbykoch

Canyoning ist nichts für mich. Und selbst wenn die Tour geführt ist, kann kein Risiko zu 100% ausgeschaltet werden.

Zu den Bergunfällen in letzter Zeit. Es sind aber nicht nur Leute jenseits der 70 oder 80 Jahre (tödlich) verunglückt. Auch beim "normalen" Bergwandern bleibt immer ein Restrisiko. Und selbst im Haushalt verunglücken Menschen.

Billie-Blue

Ja sicher stürzen auch viele Junge ab, die Alten sind  meinen Eltern ins Auge gesprungen, die selber über 70 sind und obwohl sie fit sind, sowas nicht mehr machen. Am Berg reicht ein falscher Schritt oder leichter Schwindel und das wars dann. Und jemand mit 85 halt einfach nicht mehr so trittsicher. Mir tun die halt leid, wenn sie dann abstürzen, was im flachen Gelände nicht passiert wäre. Aber entscheidet jeder selber.

julia_resch

Ich war schon zweimal Raften, das ist auch nicht so ohne, wenn man sowas das erste mal macht. Canyoning war mal in der Schule während der Sportwoche geplant, aber das Wetter hat da auch nicht mitgespielt. Selbst wenn ich tausende Kilometer gefahren wäre um sowas zu machen, würde ich da nicht mitmachen, wenn der Wetterbericht unstimmig ist.