Babybrei vorkochen

Wer die Beikost selber macht, muss nicht jeden Tag in der Küche stehen. Babybrei kann wunderbar auf Vorrat gekocht und gelagert werden. Wie es geht und was ihr beim Einfrieren und Erwärmen von Babybrei beachten müsst, erfährt Ihr hier.

BrokkolibreiWertvolle Inhaltsstoffe bleiben auch beim Kühlen und Einfrieren erhalten. (Foto by: tycoon / Depositphotos.com)

Brei auf Vorrat kochen

  • Viele Eltern wollen heutzutage die Breimahlzeiten für ihre Babies selber machen, da sie wissen und entscheiden wollen, was drin ist.
  • Wenn der Brei unmittelbar nach dem Kochen gekühlt oder eingefroren wird, behält er seine Frische und die wertvollen Inhaltsstoffe.

Brei kühlen und einfrieren

Füllen Sie den Brei in gut verschließbare, gefriertaugliche und hitzebeständige Gefäße wie beispielsweise spezielle Beikostbehälter.

Achten Sie neben allgemeiner Hygiene darauf, die Breie nach dem Abfüllen schnell abzukühlen, um Keimvermehrung zu vermeiden. Dies funktioniert ganz einfach im kalten Wasserbad.

Checkliste:

  • gut verschließbare, gefriertaugliche und hitzebeständige Behälter
  • hygienisch arbeiten
  • schnell abkühlen

Brei richtig aufwärmen

  1. Viele Menschen stellen ihre eingefrorenen Gerichte über Nacht in den Kühlschrank - vermeiden Sie das bei Babybrei!
  2. Zum einen leiden Konsistenz und Geschmack unter dieser Methode, zum anderen bildet sie einen Nährboden für Keime.
  3. Besser ist es, den Brei unmittelbar vor der Fütterung sanft aufzuwärmen.
  4. Das kann sowohl im warmen Wasserbad als auch in speziellen Beikostwärmern oder der Mikrowelle geschehen.
  5. Achten Sie bei der Mikrowelle auf eine niedrige Wattzahl, um die Inhaltsstoffe zu schonen.
  6. Vor der Fütterung sollten Sie den Brei immer umrühren und die Temperatur überprüfen - gerade in der Mikrowelle wird das Essen oft unregelmäßig erwärmt.

Was und wieviel soll ich vorkochen?

Überlegen Sie, wieviel Gramm Brei Ihr Baby durchschnittlich pro Mahlzeit isst.

Eine volle Breimahlzeit hat etwa 150 Gramm. Jedoch ist dies sehr individuell. Beobachten Sie Ihr Baby - es entscheidet selbst, wie viel es essen will. Richten Sie sich bei den Mengen also danach.

Frühstück / Mittag / Abendessen vorkochen

  • Wenn Sie nach dem klassischen System vorgehen - mittags Gemüsebrei, abends Milchbrei, dazwischen Obstbrei.
  • Stellen Sie sich darauf ein, abends täglich frisch zu kochen - denn Milchbrei, bestehend aus Milch, Getreide und Obstzugabe darf nicht eingefroren werden!

Wie lange ist der Brei haltbar?

Babybrei fütternEingefrorener Babybrei sollte innerhalb von 6-8 Wochen aufgebraucht werden. (Foto by: Wavebreakmedia / Depositphotos.com)

Babybrei ist im Kühlschrank bis zu 2 Tage, im Gefrierschrank bis zu 6 Monate (gilt für Gemüse - für Fleisch und Fisch sind es 3 Monate) haltbar.

Beachten Sie das auch im Hinblick auf das Alter Ihres Kindes, denn mit einem Jahr wird der Brei langsam durch "normale" Speisen ersetzt.

Beachtenswertes

  1. Frieren Sie Obst, Gemüse und Fleisch immer separat ein.
  2. Erdäpfel sind zum Einfrieren nicht geeignet, da die in ihnen enthaltene Stärke durch Einfrieren und Aufwärmen zäh wird.
  3. Das Beikostöl sowie die Saft- bzw. Obstmusbeigabe nicht einfrieren, sondern erst unmittelbar vor der Fütterung hinzufügen.
  4. Eine bewährte Methode ist es, die verschiedenen Breie in Eiswürfelformen durchzufrieren und danach in Gefriersäcke zu stecken (Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch trennen!). So können Sie bei Bedarf die jeweilige Stückzahl der gewünschten Sorten entnehmen.
  5. Als Richtwert gilt: zwei bis drei Eiswürfel bis zum 9. Lebensmonat, fünf bis sechs Eiswürfel ab dem 9. Lebensmonat. Passen Sie sich jedoch individuell an Ihr Baby an, wenn es weniger oder mehr essen möchte.

Fazit

Wenn Sie klug planen und auf Vorrat kochen, wird die Zubereitung der Beikost kaum noch Zeit und Mühe kosten. Dann profitiert Ihr Baby doppelt: Es bekommt hochwertige, köstliche Breie und Sie haben trotzdem viel Zeit zum Spielen und Kuscheln!


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