Das richtige Öl für den Babybrei

Öl sorgt dafür, dass das Baby satt wird, denn es ­erhöht den Kaloriengehalt der Nahrung. Aber es sorgt auch für den Aufbau von Nervenzellen und ist daher lebenswichtig. Doch welches Öl verwendet man für die Zubereitung von Babybrei?

Öl für BabybreiÖle versorgen das Baby mit lebensnotwendigen Fettsäuren. (Foto by: VadimVasenin / Depositphotos.com)

Das richtige Öl für den Babybrei

  • Egal ob selbst gekochte oder fertig gekaufte Babybreie: Ein Schuss Öl regt die Verdauung an, lässt den Körper fettlösliche Vitamine besser aufnehmen und erhöht die Kalorienzahl.

Ist Öl im Brei für Babys sinnvoll?

  1. Etwas Öl im Brei ist auf jeden Fall sinnvoll. Es sorgt dafür, dass das Kind die fettlöslichen Vitamine besser aufnimmt. Die Vitamine A, D, K und E sind fettlöslich und stecken u. a. in Karotten oder im Kürbis. Diese Gemüsesorten werden häufig zur Breizubereitung verwendet.
  2. Ein weiterer Vorteil ist, dass die Verdauung durch das Öl angeregt wird. Der Fettgehalt des Öls steigert zudem den Kaloriengehalt der Babys. Das lässt sie munter wachsen und gedeihen.

Welche Öle eignen sich für den Babybrei?

Früher waren kaltgepresste Öle wie etwa Olivenöl für Kleinkinder unter einem Jahr verpönt. Das ist heute nicht mehr der Fall, im Gegenteil: Olivenöl eignet sich sehr gut dafür. Weitere Ölsorten sind z. B.:

  •  Maiskeimöl
  •  Rapsöl
  •  Leinsamenöl
  •  Sonnenblumenöl

Nativ (kaltgepresst)

Native oder auch kaltgepresste Öle werden aus Früchten, Nüssen oder Samen mechanisch kalt gepresst. Die wertvollen Inhaltsstoffe im Öl bleiben erhalten und ist dadurch besonders hochwertig. Diese Öle schmecken sehr intensiv.

Raffiniert (erhitzt)

Raffinierte Öle sind erhitzte Öle, die dadurch stabiler sind. Die Öle lassen sich sehr hoch erhitzen und eignen sich zum Kochen. Gesunde und wertvolle Inhaltsstoffe sind jedoch keine mehr vorhanden und bringen dem Baby keinerlei Vorteile bzw. keine essentiellen, nötigen Fettsäuren.

Bio-Öle

Öle aus biologischer Landwirtschaft gibt es sowohl in nativ als auch raffiniert. Sie sind frei von Pestizidrückständen und stammen aus 100 % ökologischer Landwirtschaft. Daher sollte man zu hochwertigen Ölen aus dem Bioladen mit dem richtigen Siegel greifen.

Beikostöle

Neben den bereits erwähnten Speiseölen gibt es auch Beikostöl im Supermarkt. Diese werden z. B. von Breiherstellern vertrieben. Darin enthalten sind die gleichen Speiseöle, die für Babys empfohlen werden. Sie sind in der Anschaffung etwas teurer, was durch die hohe Qualität und die Sicherheitsüberprüfung gerechtfertigt wird.

Wieviel Öl füge ich dem Brei zu?

  1. Auf 100 g Nahrung können Sie ein bis zwei Teelöffel Öl hinzufügen.
  2. Bei einem Gläschen von 200 g sind das also zwei volle Teelöffel. Übertreiben Sie es nicht und tasten Sie sich langsam heran.
  3. Zuerst das Öl in eine Schüssel gießen, erst dann dem Brei nach und nach unterrühren. Denn gießt man das Öl von der Flasche direkt in den Brei, erwischt man immer zuviel davon.

Muss ich dem Brei immer Öl zufügen?

Babybrei mit ÖlEin bis zwei Teelöffel Öl auf 100g Babybrei dürfen nicht fehlen. (Foto by: magone / Depositphotos.com)

  • Es ist immer eine gute Idee, dem Baby etwas Öl in den Brei zu mischen.
  • Achten Sie auf eine gute Bio-Qualität oder fahren zu regionalen Bauern, die Öl vertreiben.
  • Erwärmen Sie den Brei wie gewohnt und fügen erst später das Öl hinzu.
  • Bei einem fertigen Gläschen aus dem Supermarkt, Reformhaus oder Drogeriemarkt können Sie immer etwas Öl hinzufügen.
  • Oft reicht das bereits enthaltene Öl nicht aus. Geben Sie einen weiteren Teelöffel Öl hinzu.

Kann ich Babybrei mit Öl einfrieren?

  1. Den Brei können Sie bedenkenlos einfrieren. Das Öl sollten Sie allerdings erst nach dem Auftauen und Erhitzen zufügen, um die Inhaltsstoffe nicht zu verlieren.
  2. Die Öle enthalten gute Fettsäuren und Vitamine, die durch die Hitze zerstört werden. Auch Kälte macht ihnen zu schaffen. Einen Brei mit beigemischtem Öl nicht mehr einfrieren.

Tipps

Testen Sie sich durch verschiedene Öle. Die günstige Variante kann genauso gut sein wie eine teure. Zu den günstigen Ölen zählen z. B.:

  •  Rapsöl
  •  Olivenöl
  •  Sonnenblumenöl

Fügen Sie nach und nach etwas mehr Öl hinzu, um zu probieren, ob ihr Kind das Öl verträgt. Manche Ölsorten wie etwa Olivenöl haben einen hohen Eigengeschmack. Rapsöl hingegen ist etwas sanfter im Abgang und lässt die anderen Aromen hervortreten.


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