Die Zubereitung von Babynahrung

Eine selbstzubereietete Beikost für Ihr Baby ist die optimale Versorgung und Grundnahrung. Was Sie dazu beachten müssen, erfahren Sie hier.

BabybreiEin selbstzubereiteter Babybrei sorgt für die erste gesunde Nahrung. (Foto by: tycoon / Depositphotos.com)

Die Zubereitung von Babynahrung

  1. Die meisten Babies fangen mit einigen Monaten an, sich für die Nahrung ihrer Eltern und Geschwister zu interessieren.
  2. Nun ist der Zeitpunkt gekommen, sie an feste Nahrung zu gewöhnen. Drogerie- und Supermärkte haben ein riesiges Sortiment an Nahrungsmitteln für Babies.
  3. Günstiger und in vielen Fällen gesünder ist es aber, die ersten Speisen fürs Kind selbst zu kochen.

Die ersten Bissen – gesundes Essverhalten fördern

Schon die ersten Lebensjahre sind wichtig, um das Ernährungsverhalten zu prägen.

Legen die Eltern wert auf eine bewusste Ernährung, profitieren davon auch die Kinder. Schon sehr kleine Kinder beobachten ihre Eltern und versuchen, das Essverhalten nachzuahmen.

  • Indem die Eltern mit einem guten Beispiel voran gehen und es bei den täglichen Mahlzeiten miteinbeziehen, legen sie den Grundstein für eine bewusste Ernährung.

Sobald sich das Baby für Essen interessiert, sollte es ausprobieren dürfen. Dabei ist es wichtig, dass es beim Familienessen miteinbezogen wird.

  • Die meisten Eltern füttern anfangs Gemüsebrei, beispielsweise aus Karotten, Pastinaken oder Kürbis. Später kommen weitere Lebensmittel hinzu. Dann können Speisen gekocht werden, die die ganze Familie gerne mag.
  • Kartoffeln oder Mischgemüse sind auch für Erwachsene und ältere Kinder eine gute Beilage. Fürs Baby werden sie einfach vor dem Essen püriert oder zerdrückt.

Das Würzen von Babynahrung

  • Bei der Familienkost sollte darauf geachtet werden, dass einige Nahrungsmittel und Gewürze für Kinder noch nicht geeignet sind.
  • Die Portion für das Baby sollte deswegen nicht gewürzt sein. Auch sollte die Babyportion frei von Zucker sein und höchstens eine kleine Menge Jod-Salz enthalten.

Das Kauen lernen

  1. Wenn das Baby Zähne bekommt, kann es langsam an stückige Nahrung herangeführt werden. Dabei sollten die Eltern immer darauf achten, dass sich das Kind nicht verschlucken kann.
  2. Gekochtes Gemüse und gekochte Kartoffelstücke können von Babies gut gekaut werden. Auch Brotstücke und Zwieback nehmen die meisten Kinder anfangs gern.
  3. Die Stücke sollten immer so portioniert werden, dass das Kind sie gut greifen kann. Bevor Babies richtig kauen und schlucken, geht noch viel daneben.
  4. Um eigenständiges Essen zu erlernen, sollte das Kind die Nahrung selbst kennenlernen dürfen.
  5. Das bedeutet zwar, dass mehr Putz- und Wascharbeit für die Eltern entsteht. Für die Kinder ist es aber ein wichtiger Entwicklungsschritt.

Vegane und vegetarische Babynahrung

Die vegetarische Ernährung ist auch für Kinder gut geeignet, wie viele Gesundheitsverbände bestätigen. Durch die Milchmahlzeiten ist die vegetarische Ernährung auch für Babies problemlos möglich. Wie bei jeder Ernährungsweise sollten die Kinder ausgewogen ernährt werden.

Prinzipiell können Babies auch vegan ernährt werden. Die vegane Ernährung muss mit dem Kinderarzt besprochen werden. Regelmäßige Untersuchungen und die Kontrolle der Blutwerte schützen vor Mangelerscheinungen, beispielsweise des lebensnotwendigen Vitamin B12.

Nach dem Abstillen ist es wichtig, dass das Baby alle Nährstoffe durch die Ersatzmilch und die Babynahrung erhält. Das ist bei veganer Ernährung schwieriger, da der Ernährungsplan eingeschränkter ist.

Dennoch sollte beim Kind der Fokus auf einem gesunden Wachstum und einer normalen Entwicklung liegen.

!!! Aus Gründen der Gesundheit und auch der Einfachheit sollte deshalb auf diese limitierende Form der Nahrungsaufnahme verzichtet werden. !!!

Gesunde Snacks für Zwischendurch

Babybrei im GlasSelbstgekochter Babybrei kann auch als Vorrat angelegt werden. (Foto by: studioM / Depositphotos.com)

Im ersten Lebensjahr ist die Mutter- oder Ersatzmilch das Hauptnahrungsmittel. Deswegen ist es nicht schlimm, wenn das Baby am Anfang nur wenig Brei isst.

In den ersten Monaten muss sich das kindliche Verdauungssystem an die Nahrung gewöhnen. Nur langsam und schrittweise sollten neue Lebensmittel eingeführt werden.

Neben den Hauptmahlzeiten sollten mehrmals am Tag Zwischenmahlzeiten angeboten werden. Auf Süßigkeiten und Babykekse sollte aber verzichtet werden. Zucker ist für Babys nicht notwendig und schädigt die wachsenden Milchzähne.

Als Snack für Zwischendurch eignet sich Obst sehr gut. Bananen- oder Birnenstücke können von Babys mit den ersten Zähnen gut gegessen werden.

Eltern, die mit ihrem Kind unterwegs sind, können dem Kind ein Stück helles Brötchen reichen.

Weitere Snacks für unterwegs:

  • Dinkelstangen
  • Reiswaffeln
  • Zuckerfreie Babykekse

Essen außer Haus

  • In Restaurants und Cafés gibt es nur in Ausnahmefällen Babynahrung. Deswegen sollten Eltern schon vor dem Besuch planen und etwas für das Kind mitnehmen.
  • Die meisten Restaurants wärmen Breinahrung oder Milchflaschen auf. Alternativ kann der Brei im Thermobecher mitgenommen werden.
  • Wer mit seinem größeren Baby essen geht, kann dem Kind auch etwas vom eigenen Essen geben.
  • Natürlich sollten das nur geeignete Nahrungsmittel, wie gekochte Kartoffeln oder Nudeln, sein. Je älter das Baby ist, desto mehr kann es vom Elternteller probieren.

Welche Getränke für Babys?

Kleinkinder sollten in erster Linie Wasser trinken. Die meisten Babys gewöhnen sich mit der Zeit an Wasser und nehmen es gerne.

Geeignete Getränke sind außerdem:

  • Kräutertee
  • Früchtetee

Viele Eltern geben ihren Babies Säfte, weil diese gerne angenommen werden. Säfte enthalten viel Zucker und sollten nur in Maßen gegeben werden.

Säfte sollten nicht zum Nuckeln in Babyflaschen gegeben werden, da der Zucker nachhaltige Zahnschäden verursacht.

Fazit

  1. Von Anfang an können Kleinkinder ein gesundes Essverhalten lernen.
  2. Das Wichtigste ist, dass Eltern ein gutes Vorbild sind. Niemals sollten Babys zum Essen gezwungen werden. Stattdessen sollten sie viel ausprobieren dürfen.

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