Grillen mit dem Kugelgrill

Ein Allrounder mit Tradition – seit über 60 Jahren sorgt der Kugelgrill für saftig-krosse Geschmackserlebnisse.

Grillen mit dem KugelgrillIndirekt oder Direkt-Grillen mit dem Kugelgriller. (Foto by: fotolia.com)

Wenn die Tage wieder länger werden, gibt es für viele Menschen kaum etwas Schöneres, als endlich wieder draußen grillen zu können. Der Duft von knusprigen Würstchen, saftigen Steaks und gegrilltem Fisch gehört für viele einfach zu einem warmen Sommerabend dazu.

Damit das Grillgut wirklich perfekt gegart wird, entscheiden sich mehr und mehr Grillfreunde für einen Kugelgrill. Dieser bietet zahlreiche Vorteile gegenüber dem klassischen Holzkohle- oder Gasgrill.

Was ist ein Kugelgrill?

Bei einem Kugelgrill handelt es sich um eine besondere Grill-Bauweise, die sich genau genommen aus zwei Halbkugeln zusammensetzt. Dadurch lässt sich der Grill vollständig schließen.

Auf einem Kugelgrill lassen sich sowohl klassisches Grillgut garen als auch kleine Kuchen und sogar rein theoretisch auch Braten zubereiten.

Die meisten Kugelgrills arbeiten mit Holzkohle. Allerdings gibt es inzwischen auch Gas- und Elektro-Kugelgrills. Bei Holzkohle-Grills wird die Kohle in der unteren Halbkugel platziert, während sich beim Gasgrill dort ein Brenner befindet.

Direkt grillen mit dem Kugelgrill

Im Grunde lässt sich der Kugelgrill wie jeder andere Grill nutzen:

Man legt das Grillgut über die Glut und lässt den Deckel offen. Diese Variante wird als direktes Grillen bezeichnet.

Wenn der Rost allerdings vollständig mit Kohle oder Briketts bedeckt wird, entsteht dabei eine große Hitze, wodurch das Grillgut außen schneller verbrennen kann, während es innen noch fast roh ist.

Bei normalen Grills lässt sich der Abstand zwischen dem Rost und der Glut einfach vergrößern, dies ist beim Kugelgrill jedoch unmöglich. Besser ist es daher, zwei oder auch drei Bereiche einzurichten, in denen die Grilltemperaturen verschieden sind.

Dafür sollte nur ein Teil des Kohlenrosts voll belegt, ein zweiter nur mit wenig Kohle und ein dritter Teil freigelassen werden. So ist sichergestellt, dass das Grillgut perfekt zubereitet wird.

Indirekt grillen mit dem Kugelgrill

Der einzige Nachteil beim Kugelgrill ist, dass man den Grillrost nicht verstellen kann.Der einzige Nachteil beim Kugelgrill ist, dass man den Grillrost nicht verstellen kann. (Foto by: jag_cz / Depositphotos)

Indirektes Grillen ist nur mit dem Deckel des Kugelgrills möglich und funktioniert vom Prinzip her ähnlich wie ein Umluftherd.

Tipp: Verwenden Sie Grillbriketts, um die Temperatur einfacher regeln zu können. Diese sollten seitlich in einer Grill- oder Kohleschale platziert werden.

So befinden sich Steaks, Fisch oder Würstchen auf dem Rost zwischen dem Kohlenrost und dem Deckel und kann allein durch die heiße Luft indirekt gegart werden.

Temperatur im Kugelgrill regeln

Am einfachsten lässt sich die Temperatur im Grill regulieren, indem man den Regler in der Schale sowie jenen im Deckel betätigt.

Dabei ist der untere Regler für die Luftzufuhr verantwortlich: Je weiter offen er ist, desto mehr glüht die Kohle.

Der Regler im Deckelteil steuert dagegen, wie schnell und in welcher Menge die heiße Luft aus dem Grill entweichen kann.

Beim Aufheizen sollte der Regler unten vollständig geöffnet und oben vollständig geschlossen sein. Anschließend dauert es meist ein wenig, bis man die richtige Grilltemperatur gefunden hat. Hier kann ein Grillthermometer eine gute Hilfe sein.

Wichtiges Zubehör für den Kugelgrill

Mit dem Kugelgrill kann man auch ganz normal grillen und es passt oft mehr rauf als man denkt.Mit dem Kugelgrill kann man auch ganz normal grillen und es passt oft mehr rauf als man denkt. (Foto by: alexraths / Depositphotos)

  • Passendes Grillbesteck: Mit dem richtigen Grillbesteck gelingt es noch einfacher, Grillgut auf dem Rost zu wenden. Dieses sollte idealerweise in der Spülmaschine gereinigt werden können.
  • Thermometer: Um mit gutem Ergebnis indirekt grillen zu können, sollte nicht auf den Einsatz eines Grillthermometers verzichtet werden. Dieses misst die Kerntemperatur im Fleisch. Sollte im Grill kein Deckelthermometer enthalten sein, empfiehlt es sich, ein Modell zu kaufen, welches auch die Wärmeentwicklung in der Kugel misst.
  • Aluminiumschalen: Geschlossene Aluschalen sind optimal geeignet, um tropfende Flüssigkeit aus Gemüse und Fleisch abzufangen. So sorgen darüber hinaus mit Brühe oder Wasser befüllt für eine ausreichende Luftfeuchtigkeit im Grill, so dass das Grillgut nicht austrocknet.

Tipps beim Grillen mit dem Kugelgrill

  • Wer sehr fettarmes Fleisch garen möchte, sollte dieses mit etwas Olivenöl bestreichen und zusätzlich eine Wasserschale in den Grill stellen.
  • Smoking Chips im Grill sorgen für ein feines Räucheraroma
  • Der Grill sollte während der Garzeit nur möglichst selten geöffnet werden, da Kugelgrills schnell viel Hitze verlieren
  • Eine Marinade aus Olivenöl, Knoblauch, Paprika, etwas Chili und Honig verleiht dem Fleisch einen feinen Barbecue-Geschmack
  • Befüllt man eine Aluschale mit etwas Bier, erhöht dies nicht nur die Luftfeuchtigkeit im Grill, sondern bringt das intensive Aroma des Grillguts noch mehr hervor
  • Wer einen emaillierten Kugelgrill kauft, sollte diesen besonders pfleglich behandeln und regelmäßig reinigen, da das Material sehr empfindlich ist.
  • Beim Kauf eines Elektro-Kugelgrills gilt es, sich für ein Gerät mit einer hohen Arbeitsleistung zu entscheiden – so wird das Fleisch schneller darin gar.
  • Lässt sich der Grillrost teilweise aufklappen, kann Kohle leichter nachgefüllt werden, ohne dass das Grillgut dabei vom Rost genommen werden muss
  • Einige Grills lassen sich sogar als Tischgrill nutzen, was besonders auf kleinen Balkonen von Vorteil ist
  • Es lohnt sich, einen Grill mit Rädern und Tragegriff zu kaufen – diese gestalten den Transport besonders einfach

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User Kommentare

Sunny51
Sunny51

Grillen erlebt gerade ein Revival und wird immer beliebter.
Ist eine richtige Männerdomäne ...
Nicht nur im Sommer

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