Start mit Beikost

Zwischen dem 4. und dem 6. Lebensmonat sollte die erste Beikost auf dem Speiseplan stehen. Wie der Übergang von der Muttermilch zum ersten Brei gelingt, erfahren Sie hier.

Start mit BeikostFür die erste Beikost empfehlen sich Karotten, Pastinaken oder Kürbis. (Foto by: FamVeldman / Depositphotos.com)

Milchmahlzeit oder Brei?

  1. Solange das Baby den 4. Lebensmonat noch nicht vollendet hat, ist die Antwort eindeutig: Muttermlich ist das Beste für den Nachwuchs.
  2. Etwa ab dem 5. Monat reichen die in der Milch enthaltenen Nährstoffe allerdings nicht mehr aus, um vor allem den Eisenbedarf des Babys zu decken.
  3. Spätestens ab dem 6. Monat sollte daher zunächst die Mittagsmahlzeit schrittweise durch Brei ersetzt werden. Nach und nach kommen dann der Brei am Nachmittag und am Abend anstelle der Milchmahlzeit hinzu.

Das erste Löffelchen ...

  • stellt für den Nachwuchs eine große Herausforderung dar. Der fremde Geschmack und die ungewohnte Art der Nahrungsaufnahme führen oft dazu, dass das Baby die ersten Bissen einfach wieder ausspuckt.
  • Bei der Einführung der Beikost sollten Eltern daher vor allem reichlich Geduld mitbringen und sich nicht entmutigen lassen.
  • In der ersten Beikostwoche empfehlen Experten, nur wenige Löffel zu füttern und das Baby anschließend wie gewohnt trinken zu lassen.
  • Der ideale erste Brei sollte dabei aus einem püriertem Gemüse bestehen.
  • Wird dieser Geschmack akzeptiert, können weitere Sorten folgen.

Selber Brei zubereiten oder Gläschen verfüttern?

Bei dieser Frage gibt es keine eindeutige Empfehlung. Sowohl mit industriell hergestellter Babynahrung als auch mit selbstgekochtem Brei können Babys vollwertig ernährt werden. Gerade in den ersten Wochen der Beikostfütterung bieten Gläschen allerdings den Vorteil der geringen Portionsgröße. Bei der Auswahl gilt es Folgendes zu beachten:
  1. Der erste Brei sollte ausschließlich aus püriertem Gemüse bestehen und keinerlei Zusatzstoffe enthalten.
  2. Geeignete Sorten sind Karotten, Pastinaken oder Kürbis.
  3. Salz, Aromastoffe oder zusätzliche Süßungsmittel sind überflüssig und können den Geschmackssinn der Babys negativ beeinflussen.

Die Einführungsphase - von den ersten Bissen zur kompletten Mahlzeit

Beikost fütternDer erste Brei sollte püriert sein und ein leicht verdauliches Gemüse sein. (Foto by: AndrewLozovyi / Depositphotos.com)

Das Baby behält die ersten Löffel Brei bei sich? Von der ersten erfolgreichen Breifütterung bis zur kompletten Mahlzeit kann je nach Kind unterschiedlich viel Zeit vergehen. Diese Schritte haben sich bei der Umstellung bewährt:

  1. Akzeptiert das Baby etwa 4 bis 6 Löffel, kann die verfütterte Breimenge nach und nach gesteigert werden. Nach dem Brei sollte es aber in jedem Fall weiterhin Milch geben.
  2. In der zweiten Beikost-Woche ist es Zeit für eine neue Gemüsesorte.
  3. Wenn das Baby 100 g Brei ohne Probleme isst, kann der reine Gemüsebrei um Kartoffeln und ein wenig Rapsöl ergänzt werden.
  4. Wenig später kommt mageres Fleisch hinzu.
  5. Isst das Baby ein komplettes Menü mit etwa 190 g, kann die Milchnahrung bei dieser Mahlzeit komplett wegfallen.

Baby Led Weaning - Ist die Breifreie Beikost sinnvoll?

Beim Baby Led Weaning erhält das Baby mit dem Start der Beikost sofort feste Nahrung, an der es sich nach freiem Ermessen bedienen darf. Verfechter dieses Ernährungskonzepts sehen Vorteile in der Unabhängigkeit des Babys, seine Nahrung selbst zu erkunden. Gleichzeitig wird seine Selbstständigkeit gefördert.

Kinderärzte raten allerdings von der alleinigen Ernährung nach diesem Konzept ab, da die optimale Nährstoffversorgung des Babys nicht garantiert werden kann. Die ergänzende Gabe von Fingerfood wird hingegen empfohlen.

Fazit

Geduld, Geduld und nochmal Geduld ist das Zauberwort beim Start mit Beikost. Sobald das Baby die ersten Löffel püriertes Gemüse annimmt, gelingt der Ersatz der mittäglichen Milchmahlzeit in der Regel ohne Probleme - und das Baby erobert mit größter Selbstverständlichkeit neue Geschmackswelten.


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