Grillen mit Gas

Der Gasgrill hat sich durchgesetzt, seit Jahren gehen die Verkaufszahlen nach oben. Viele denken nach wie vor, dass das Holzkohle-Aroma fehlt und das Grillen mit Gas gar nicht geht. Doch weit gefehlt, sie erzeugen ein hervorragendes Aroma, sind bequem und sehr vielseitig. Lassen Sie sich überzeugen, die Vorbehalte gegen den Gasgrill gehören bald der Vergangenheit an. Es handelt sich sowieso um ein deutsches Phänomen, denn in den USA sind gasbetriebene Grills schon lange populär.

Grillen mit Gas geht schnell und das lästige Anzünden entfällt.Grillen mit Gas geht schnell und das lästige Grill-Anzünden entfällt. (Foto by: Depositphotos)

In den Sommermonaten macht es besonders viel Spaß, gemeinsam mit Freunden und der Familie zu grillen. Egal, ob Würstchen, Steaks, Fisch oder auch Gemüse – lecker gegrillte Speisen sind immer ein Hochgenuss. Dafür ist jedoch auch der richtige Gasgrill wichtig.

Hierfür eignet sich ein Gasgrill hervorragend. Im Gegensatz zum Holzkohlegrill lässt er sich auch auf Balkonen nutzen, ohne dass es Probleme mit den Nachbarn gibt.

Darüber hinaus entscheiden sich viele Menschen aus aus gesundheitlichen Vorteilen für den Kauf eines Gasgrills.

Vorteile und Nachteile beim Grillen mit Gas

Vorteile:

  • Es entstehen beim Garen keine schädlichen Dämpfe, wie es z.B. bei Holzkohlegrills der Fall ist
  • Das Grillen ist auch auf Balkonen problemlos möglich
  • Ein Gasgrill heizt sich sehr schnell auf und gart Speisen durch eine flexible Temperaturregelung auf den Punkt genau

Nachteile:

  • Grillen mit Gas verursacht zusätzliche Kosten durch erforderliche Gaskartuschen
  • Viele Gasgrills weisen ein hohes Gewicht auf und lassen sich nur schwer transportieren
  • Es entsteht kein rauchiges Holzkohlearoma – Grillgut muss somit stärker nachgewürzt werden

Den Gasgrill richtig benutzen

Ehe man den Gasgrill das erste Mal in Betrieb nimmt, sollte stets aufmerksam die Bedienungsanleitung gelesen werden. Insbesondere die Sicherheitshinweise des Herstellers müssen dabei beachtet werden, diese betreffen unter anderem auch die Aufstellung, korrekte Bedienung und den Anschluss der Gaskartusche an den Grill.

Das Anzünden des Gasgrills ist grundsätzlich einfacher und auch weniger riskant als das eines Holzkohlegrills:

  • Zunächst muss der Deckel geöffnet werden.
  • Anschließend prüft man, ob sich noch genügend Gas in der Kartusche befindet. Idealerweise hält man stets eine Ersatzkartusche bereit, damit man ein geplantes Grillfest nicht unerwartet absagen muss.
  • Nun wird das Ventil der Kartusche geöffnet und der Regler auf die höchste Stufe eingestellt.
  • Nach wenigen Sekunden drückt man auf den Zündknopf, wodurch die Gasflamme entzündet wird.

GrillkücheDie Luxusversion aller Outdoor Grillfans ist die Grillküche im Garten. (Foto by: Depositphotos)

Wichtig:

Zum Zünden genügt es, nur einen Brenner zu nutzen, der zweite sollte erst später zugeschaltet werden.

Danach schließt man den Deckel des Gasgrills und heizt ihn auf die gewünschte Betriebstemperatur auf, die durchschnittlich bei 280 °C liegen sollte. Bis diese Temperatur erreicht ist, dauert es rund 10-20 Minuten.

Nach dem Grillen sollten der Rost und weitere entnehmbare Bestandteile sorgfältig gereinigt werden. Am besten weicht man den Rost für eine Weile in heißem Wasser ein, ehe man ihn mit einem Drahtschwamm reinigt. Noch einfacher ist es, wenn sich die einzelnen Teile in der Spülmaschine waschen lassen.

Direkte Grillmethode mit Gas

Beim direkten Grillen mit dem Gasgrill kommt es auf eine kurze Garzeit und eine hohe Temperatur an. Hierbei gelangt die hohe Temperatur des Gases unmittelbar von unten an das Grillgut.

Steaks und Koteletts, die schnell gar sind, sollten möglichst immer direkt gegrillt werden. Das Garen dauert meist nicht mehr als 10 Minuten, die Temperatur beträgt durchschnittlich 220 °C.

Indirekte Grillmethode mit Gas

Beim indirekten Grillen kann Grillgut, das länger als 15-20 Minuten gegart werden muss, besonders schonend zubereitet werden. Das sind zum Beispiel dicke Fleischstücke oder auch komplette Braten.

Die Grilltemperatur liegt dabei bei nicht mehr als 180 °C, weiterhin wird durchgehend mit geschlossenem Deckel gegart. Ein Grillthermometer hilft dabei, die richtige Temperatur einzuhalten.

Sicherheitstipps beim Gasgrillen

Vor allem beim Anschluss der Gasflasche sollte man vorsichtig und nach Vorschrift vorgehen.Vor allem beim Anschluss der Gasflasche sollte man vorsichtig und nach Vorschrift vorgehen. (Foto by: gabylya89 / Depositphotos)

  • Aus Sicherheitsgründen sollten Gasgrills stets im Freien verwendet werden. Achten Sie darauf, ausreichend Abstand zu brennbaren Stoffen zu halten.
  • Die Gasflasche sollte ausschließlich stehend betrieben werden und muss sich ebenfalls stets in ausreichend Abstand zu Wärmequellen befinden
  • Ein Gasgrill sollte nur mit einer geeigneten Leitung mit DINDVGW-Kennzeichnung, die maximal 1,50 m lang ist, sowie mit einem Druckregler betrieben werden.
  • Genau wie auch bei allen anderen Grillarten auch sollte stets darauf geachtet werden, dass Kinder und Haustiere nicht in die Nähe der Hitzequelle gelangen - hier herrscht akutes Verbrennungsrisiko.
  • Die Zuhilfenahme von geeignetem Grillbesteck erleichtert nicht nur das regelmäßige Wenden des Grillguts, sondern reduziert außerdem das Risiko, sich die Finger zu verbrennen.

Die verschiedenen Gasgrills

Gasgrills gibt es inzwischen in den verschiedensten Bauarten:

  • Der klassische Gasgrill ist kompakt, aber weist ein vergleichsweise hohes Gewicht auf und lässt sich nur bedingt transportieren.
  • Eine andere, leichtere Möglichkeit ist der Tischgrill, der sich problemlos auf Balkonen oder Terrassen nutzen lässt, wo wenig Platz vorhanden ist.
  • Ebenfalls möglich ist es, sich für einen Gas-Kugelgrill zu entscheiden, welcher dem Grillgut ein besonders feines Aroma verleiht.
  • Das Nonplusultra sind sogenannte Gasgrill-Kochstation die schon eher einer Outdoor-Küche ähneln, aber dafür auch sehr teuer (ab 700 € zu haben) sind.

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