Schnaps selber brennen - So funktionierts

Was früher als Notlösung verspottet wurde, ist heute ein weitverbreitetes Hobby, das immer mehr Anhänger findet. Der Grund dafür sind die vielen individuellen Möglichkeiten und Geschmacksrichtungen, die selbst gebrannter Alkohol mit sich bringt. Hier ein grober Überblick über das Verfahren, denn selber brennen ist durchaus gesellschaftsfähig und einfacher, als Viele denken.

Schnaps brennenDer Zeitaufwand hängt von der Größe der Anlage und der Menge ab. (Foto by: © contrastwerkstatt / fotolia.com)

Ausrüstung

Herzstück der Anlage ist die sogenannte Destille. Daneben werden noch eine Wasserpumpe sowie ein Spiralzylinder, eine Öchslewaage sowie ein Thermometer und ein Alkoholmeter benötigt.

Zutaten/Grundstoffe

Die zum Brennen notwendigen Zutaten richten sich natürlich nach der Art des Schnapses, den man am Ende erhalten möchte. Denkbar sind beispielsweise Früchte wie Äpfel, Birnen, Trauben oder Zwetschgen, aber auch Gemüse wie Kartoffeln oder Getreide kann infrage kommen.

Früchte vorbereiten

Die Früchte bzw. das Gemüse werden zunächst sorgfältig gewaschen, in kleine Würfel geschnitten und diese dann unter hohem Druck ausgepresst. Danach wird der Flüssigkeit etwas Hefe zugegeben.

Ablauf

Die beigemengte Hefe löst den in den Pflanzenzellen eingelagerten Zucker und wandelt ihn dabei in Alkohol um. Je besser also die Pflanzen zerkleinert wurden, desto besser kann die Hefe diese Aufgabe erfüllen. Das Endprodukt ist eine Masse, die als Maische bezeichnet wird. Ein Abfallprodukt ist Kohlendioxid.

Der Zuckergehalt der Maische kann mittels der Öchslewaage ermittelt werden. Anschließend wird die Maische in der Destille auf etwa 80˚C erhitzt und schließlich gebrannt. Dabei trennen sich die einzelnen Inhaltsstoffe und der Alkohol nacheinander aus der Masse und können aufgefangen (destilliert) werden. Nach dem die Spirituose separat aufgefangen wurde, folgen – je nach Temperatur – noch weitere Stoffe oder Öle, deren Alkoholanteil allerdings immer mehr abnimmt.

Schnaps mit EberescheDie Hefe löst den Pflanzenzucker und wandelt ihn in Alkohol um. (Foto by: © unpict / fotolia.com)

Dauer

Der Zeitaufwand hängt hauptsächlich von der Größe der Anlage und der zu verarbeitenden Menge an Zutaten ab. Zwischen 0,5 Liter und 1,0 Liter Alkohol rechnet man etwa 30 Minuten, bei einer Menge von rund 5 Litern etwa 2 – 3 Stunden.

Ergebnis

Wenn sauber und gleichmäßig gearbeitet wurde, hat das Endergebnis einen Alkoholgehalt, der zwischen 70% und 90% liegt. Um verzehrfertigen Schnaps zu erhalten, muss die Flüssigkeit nun noch entsprechend mit Wasser gemischt oder auch mit anderen Schnäpsen angereichert bzw. verfeinert werden. Dazu finden sich im Internet zahlreiche Rechner, die das exakte Mischungsverhältnis bestimmen können. So rechnet man bei 2,5 Litern Alkohol (60%) mit der gleichen Menge Wasser, um 5 Liter Alkohol mit dann 30% Gehalt zu erhalten.

Sicherheit

Das Brennen von Alkohol ist durchaus eine ernst zu nehmende Alternative zum etablierten Spirituosenhandel. Neben exaktem Arbeiten und einer funktionstüchtigen Anlage sind auch einige Sicherheitsaspekte zu beachten, weil insbesondere die alkoholhaltigen Dämpfe leicht entzündlich sind.


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User Kommentare

Gabriele
Gabriele

was absolut nicht erwähnt wurde: schnapsbrennerei muss man bei der behörde anmelden und wird streng überprüft, man darf auch für private zwecke nicht so einfach drauflos werken! wir besitzen ein viertel eines schnapskessels (zusammen mit drei anderen familien), und die existenz des geräts ist auf der behörde registriert.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Mein Schwiegervater hat das einmal probiert vor einigen Jahren. Das ist ganz schön viel Arbeit finde ich.

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Schnaps-Brenner
Schnaps-Brenner

Hier findet ihr weitere <a href="https://www.selber-schnaps-brennen.de/">Tipps und Tricks zum selber Schnaps brennen</a>

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Schnaps-Brenner
Schnaps-Brenner

Wer es ausführlicher haben möchte findet sowas auch auf [URL]https://www.selber-schnaps-brennen.de/[/URL]

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Marille
Marille

Mein Papa brennt schon sein Leben lang Schnaps, mein Fall ist der Schnaps nicht so. Ist mir einfach viel zu stark.

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