Food-Trends 2022

Die neuen Food Trends 2022 sind eigentlich gar nicht so neu, denn dieses Jahr liegen Nachhaltigkeit und Omas Klassiker 2.0 voll im Trend. Lokale Produkte werden exotisch verfeinert, die Gastronomie setzt auf den neuen Trend Infarming und Fermentieren erlebt eine neue Hochblüte. Mehr darüber erfahren Sie hier!

Food-Trends 2022 Foto Wirestock / depositphotos.com

Was einmal besonders hip war, ist inzwischen kulinarischer Alltag.

Ernährungsfoodies haben längst neue Trends entdeckt.

Die guten Klassiker

Foodies sind die Trendsetter in jener Genuss-Szene, die global Speisen und Getränke konsumieren und kommunizieren, vornehmlich nicht zur Magen-, sondern zur Horizonterweiterung.

Früher war alles, was die Foodies permanent kosteten und beredeten unter

  • “The big F”,
  • “The big C” oder
  • “The big J” zusammengefasst.

Das waren französische, chinesische und japanische Küchenraffinessen und deren Mischformen, die durch die Experimentierfreudigkeit der internationalen Food-Szene vorgegeben waren.

Im Jahr 2022 scheint diese Kategorisierung allerdings ausgedient zu haben - vielmehr werden Bols und Sushi von Omis Klassikern 2.0 verdrängt.

Die Food Trends kommen im Jahr 2022 anders daher, nämlich nachhaltig und klassischer.

Heimat auf dem Teller

  • Es sind die Foodies, die zuerst die wachsende Bedeutung von traditionellen kulinarischen Retromomenten erkannten.
  • Burger, Sushi und Bowls gelten inzwischen als alltäglich, geschmacklich führen die Trends nicht mehr so weit in die Welt hinaus, weil wir mehr Heimat auf dem Teller wollen.
  • Nach Ansicht vieler Mitmenschen sind Roulade und Blaukraut viel näher als hippe Bowls.

Gemüse-Superstars

Food-Trends 2022 Foto fahrwasser / depositphotos.com

Außerdem zeichnet sich heuer kein neuer Fastfood-Trend ab.

Vielmehr wird sich das, was wir hinlänglich an Fastfood kennen, neuen Geschmacksvorlieben anzupassen, zu denen verschiedene fleischlose Variationen gehören.

So wird ein klassischer Burgerpatti aus Fleisch peu à peu mit fleischlosen Alternativen ergänzt.

Ob Burger aus Soja oder Aufschnittangebote aus Erbsen: Nicht nur in den Supermärkten, sondern auch im Gastronomiebereich erobern die Fleischersatzprodukte obere Regalreihen, Schüsseln und Teller.

Denn der pflanzenbasierten Ernährung kommt immer größere Bedeutung zu.

Dabei gelten beispielsweise Pilze in den verschiedensten Variationen als Trendsetter im Fleischersatz-Bereich.

Außerdem rückt Nachhaltigkeit immer mehr in den Fokus von Konsumentinnen und Konsumenten.

Ein Motto des Jahres

  • Es herrscht Einigkeit unter den Spezis: “Lokale Produkte - exotisch verfeinert” könnte zum Motto des Jahres 2022 werden.
  • Vom Bauern aus der Nähe kommen die Gemüseprodukte, in den Küchen werden sie mit exotischen Gewürzen verfeinert.
  • Dann gibt es keinen weiten Weg mehr von der Nachhaltigkeit zur Regeneration.
  • So kommt beispielsweise dem Kernza-Getreide, aus dem sich sowohl Brot backen als auch Bier brauen lässt, ein erhebliches Potenzial zum Trendprodukt zu.
  • Denn es geht auch darum, der Natur etwas zurückzugeben.
  • Mit diesem mehrjährigen Getreide wird etwas angepflanzt, das den Kohlenstoff binden kann, Nährstoffvorkommen bindet und deutlich weniger Wasser braucht.
  • Auch ein Gesundheitsaspekt wird zunehmend wichtiger, so werden alkoholfreie Drinks die Sehnsucht nach innovativen Geschmackserlebnissen in größerem Ausmaß stillen.

Vergorenes, Infarming und Zero Waste

Food-Trends 2022 Foto j.chizhe / depositphotos.com

Weil der Darmgesundheit immer mehr Beachtung zukommt, steigt heuer auch das Interesse an fermentierten Speisen.

Fermentieren veredelt außerdem Gemüse und Obst.

Es macht die Produkte weitaus länger haltbar und beugt somit Lebensmittelverschwendung vor.

Ebenso überzeugen Ressourcen schonende Inframing-Konzepte in der Gastronomie: Eigene Gewächshäuser ermöglichen die eigene Anzucht von Salaten und Kräutern, die zudem in Frische und Geschmack allem Angelieferten überlegen sind.

Deshalb zählt das Inframing ganz besonders in der innerstädtischen Gastronomie zu den Trends - besonders des deutlich kleineren ökologischen Fußabdrucks wegen.

Den im urbanen Bereich lokal angebautes Gemüse steht für kurze Transportwege und reduzierten Wasserverbrauch.

Auch die "Zero Waste"-Idee greift rasant um sich.

Sie beginnt damit, beim Lebensmittel-Einkauf vermehrt auf Plastikfreiheit zu achten bis hin zum Kochen ohne Abfall, weil vieles weiterverwendet werden kann.

 


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User Kommentare

Pesu07

Interessanter Artikel! Ein Wandel des Konsumverhaltens zu mehr Nachhaltigkeit und Lokalität, das kann man auch in der Gastronomie bemerken - ein positiver Trend!

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