Fermentierte Äpfel - Vom Baum ins Glas

Der Apfel ist nicht nur das Lieblingsobst der Österreicher, sondern auch sehr gesund. Und man kann ihn sogar noch zusätzlich verfeinern und zwar durch Fermentation. Man kann Äpfel fermentieren? Ja, das geht und auch noch ausgesprochen leicht.

Fermentierte Äpfel - Vom Baum ins Glas Foto gdolgikh / depositphotos.com

Der Apfel ist die beliebteste Obstsorte in Österreich.

Es gibt süße, säuerliche, mehlige, feste Sorten.

Da ist für alle was dabei. Und der Apfel lässt sich fermentieren.

Wo in Österreich werden Äpfel angebaut?

Dreiviertel aller in Österreich angebauten Äpfel stammen aus der Steiermark.

Dort kann sehr nachhaltig produziert werden, da kaum bewässert werden muss.

Auch das Burgenland und Niederösterreich verfügen über Anbaugebiete, aber diese machen nur einen sehr kleinen Anteil an der Gesamtanbaufläche aus.

Am häufigsten werden übrigens folgende Sorten angebaut:

  1. Gala
  2. Golden Delicious
  3. Jonagold
  4. Idared
  5. Braeburn

Welche Äpfel eignen sich am besten zum Fermentieren?

  • Eigentlich eignen sich alle Apfelsorten für diese Methode.
  • Es sollte allerdings bedacht werden, dass die Äpfel durch den Vorgang an Säure und Weichheit zunehmen.
  • Für die Fermentierung sollte der Apfel möglichst regional angebaut sein.
  • Äpfel aus dem eigenen Garten oder aus dem Direktvertrieb sind besonders geeignet.
  • Auch sollten sie nicht mit Pestiziden behandelt sein.

Warum sind Äpfel aus dem Supermarkt meist ungeeignet?

Fermentierte Äpfel - Vom Baum ins Glas Foto alexeys / depositphotos.com

Die im vorhergehenden Abschnitt erwähnten Spritzmittel verhindern, dass sich auf der Schale des Apfels Mikroorganismen ansiedeln, die für den Fermentierungsprozess unerlässlich sind.

Je weniger ein Apfel behandelt ist, desto besser.

Falls Äpfel im Supermarkt gekauft werden, ist es wichtig darauf zu achten, dass sie regional, nachhaltig und ökologisch angebaut sind.

Sind fermentierte Äpfel gesund?

  • Auch bei fermentierten Äpfeln gilt, wie bei allen milchsauren Lebensmitteln: Die Darmgesundheit freut sich.
  • Milchsäurebakterien und andere gesunde Bakterien aus dem Gärungsprozess, alles ein echter Gewinn für die sogenannte Darmflora.
  • Die eigenen Darmbakterien, die für eine gesunde Verdauung wichtig sind, bekommen so zusätzliche Hilfe.
  • Die Fermentierung macht Äpfel über den Winter haltbar.

Folgende wertvolle Vitamine und Spurenelemente sind somit in der kalten Jahreszeit weiter verfügbar:

  1. Magnesium
  2. Vitamin A
  3. Vitamin B
  4. Vitamin C
  5. Vitamin E
  6. Folsäure

Fermentierte Äpfel - Vom Baum ins Glas Foto GuteKueche.at

Wie fermentiert man Äpfel richtig?

Am besten eignet sich ein großes Gefäß für die Fermentierung von Äpfeln.

Dann können die Früchte als Ganzes eingelegt werden.

Anders als bei Gemüse wird bei Obst eine Lake aus Salz und Zucker hergestellt.

Der Zucker wird von den Mikroben als Nahrung benötigt und in gesunde Milchsäure umgewandelt.

Wie werden die fermentierten Äpfel gegessen?

Fermentierte Äpfel - Vom Baum ins Glas Foto 5PH / depositphotos.com

Nach gut drei Wochen sind die Früchte fertig und können kühl gelagert werden.

Essen lassen sich die Äpfel als Snack, als Dessert, als Beigabe zum Müsli oder zu einer Süßspeise.

Und auch der Sud kann als süß-säuerliches Getränk, zum Beispiel mit Wasser aufgegossen, verwendet werden.

Was gibt es zu beachten?

  • Wichtig ist, alle Geräte vor der Verarbeitung mit kochendem Wasser zu sterilisieren.
  • So ist gewährleistet, dass nur die gewünschten Mikroben im Endprodukt vorhanden sind.
  • Auch sollte die Fermentierung, die an einem warmen Platz stattfindet, nach drei bis vier Wochen unterbrochen werden, in dem die Gefäße an einen kühlen Lagerort (Keller oder Kühlschrank) umziehen.

Fazit

In osteuropäischen Ländern sind fermentierte Äpfel ein beliebter Snack.

Der Geschmack und die positive Auswirkung auf die Darmgesundheit sprechen dafür, es diesen Menschen nachzumachen.

Zero Waste Kitchen

In diesem Fall fällt kein Rest an, da die Apfelschalen mitfermentiert werden.

Doch Apfelschalen oder das Kerngehäuse sollten sowieso auf keinen Fall auf dem Kompost landen, denn daraus lässt sich noch Einiges machen.

Und wie zeigen wir Euch hier:


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User Kommentare

Katerchen

Einen fermentierten Apfel habe ich noch nie gegessen. Ich wusste gar nicht, dass es so etwas gibt. Eine Konservierung von Äpfel ist eigentlich unnötig, da es das ganze Jahr Äpfel gibt. Ausgenommen natürlich das Apfelmus und der Saft, was ja eine Form von Konservierung ist.

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