Fermentierter Kürbis - Rund und gesund

Der Kürbis, ein beliebtes Herbstgemüse, trägt eine Fülle von Vitaminen in sich, die uns in den folgenden kalten Wintermonaten sehr hilfreich sein können. Darum ab in das Fermentationsglas damit! Natürlich kann man sich in der Apotheke auch Vitaminpräparate besorgen, aber wieso, wenn es auch natürlich, einfach und kostengünstig geht.

Fermentierter Kürbis - Rund und gesund Foto KostyaKlimenko / depositphotos.com

Sowohl optisch als auch geschmacklich ist ein Kürbis eine runde Sache.

Mit seiner leuchtenden Farbe ist er nicht nur eine Augenweide, sondern besticht mit seinem wunderbar nussigen Aroma.

Viele Liebhaber des runden Gemüses kochen aus dem Fruchtfleisch eine Kürbissuppe oder bereiten eingelegten Kürbis zu.

Wer sich an den Grundsätzen der Nachhaltigkeit orientieren möchte, kann fermentierten Kürbis herstellen.

Wo in Österreich werden Kürbisse angebaut?

  • Die Steiermark, Kärnten, das Burgenland und Oberösterreich sind Anbauregionen für Kürbisse.
  • Ungefähr neun Tonnen der jährlichen Gesamtmenge kommen aus dem Wiener Raum.

Fermentierter Kürbis - Rund und gesund Foto GuteKueche.at

Ist der Kürbis gesund?

Kürbisse wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus.

Während der Fermentation bilden sich lebenswichtige Bakterien.

Darüber hinaus enthält ein Kürbis gesunde Vitamine, deren Anzahl sich durch das Fermentieren erhöht.

Einige davon sind:

  • Betacarotin
  • Kalium
  • Kalzium
  • Magnesium
  • Eisen

Welche Sorte eignet sich am Besten?

Butternut- oder Hokkaidokürbisse sind zum Fermentieren bestens geeignet.

Die Schalen werden nicht entsorgt.

Der Gegensatz von bissfester Schale und feinem Kürbisfleisch ist beim Essen einfach sagenhaft.

Wie fermentiert man einen Kürbis?

Fermentierter Kürbis - Rund und gesund Foto HandmadePicture / depositphotos.com

  1. Gläser ausspülen.
  2. Den Kürbis in möglichst kleine Stücke schneiden.
  3. Die Stücke in die Gläser füllen und fest zusammenpressen, damit keine Lücken entstehen.
  4. Salzwasser hinzugeben.
  5. Den Kürbis sieben Tage lang bei Raumtemperatur fermentieren lassen.
  6. Das Glas anschließend in den Kühlschrank stellen.

Variante: Die Kürbisstücke können mit Gewürzen wie Chili oder Pfeffer zusätzlich veredelt werden.

Fermentierte Kürbisse sind köstliche Zutaten für Suppen und exotische Rezepte.

Als Beilage zu Hauptmahlzeiten spielen sie definitiv keine Nebenrolle.

Auf gebutterten Semmeln sind sie die pflanzliche Alternative zu Wurstwaren.

Warum sollte man einen Kürbis fermentieren?

  1. Fermentierter Kürbis ist länger haltbar.
  2. Der hauptsächliche Grund besteht darin, dass er anschließend wie gewohnt zum Kochen verwendet werden kann, aber noch immer reich an Nährstoffen ist.
  3. Mit dem fermentierten Kürbis lässt sich ein Vorrat für mehrere Monate anlegen.

Was gibt es zu beachten?

Fermentierter Kürbis - Rund und gesund Foto HandmadePicture / depositphotos.com

  • Beim Einkaufen sollte man zu Bio-Kürbissen greifen. Bei ihnen kann man sich absolut sicher sein, dass sie nicht mit Chemikalien behandelt sind.
  • Im Glas müssen die Kürbisstücke vollständig mit dem Salzwasser bedeckt sein. Sonst könnte der wertvolle Inhalt Schimmel ansetzen.
  • Die Gläser vor dem Befüllen bitte heiß ausspülen, damit sie auf jeden Fall sauber sind.
  • Falls der Kürbis zusammen mit Gewürzen fermentieren soll, müssen die Pfefferkörner oder Thymianzweige zerkleinert werden. Auf diese Weise wird eine Schimmelbildung verhindert.
  • Beim Fermentationsprozess nimmt das Wasser eine milchige Beschaffenheit an. Diese farbliche Veränderung ist vollkommen unbedenklich: Sie deutet darauf hin, dass alles richtig verläuft und die Kürbisse friedlich vor sich hin fermentieren.
  • Zunächst werden die geschmacklichen Facetten von fermentierten Kürbissen oft als "interessant" empfunden. Als Bestandteil von Kürbissuppe oder Salaten sind die leicht säuerlichen Geschmacksprofile nicht mehr so präsent. Stattdessen verpassen sie Speisen aus der Herbstküche eine spritzige Frische.

Fazit

Fermentierter Kürbis schmeckt auf den ersten Biss vielleicht ungewöhnlich.

Man sollte sich trotzdem auf seinen originellen Geschmack einlassen.

Kürbis zu fermentieren ist Resteverwertung der etwas anderen Art.

Im Glas überlässt man die Arbeit den Kürbissen - oder doch eher den Bakterien.

Die eifrigen Mikroben beschleunigen die Fermentation und helfen dabei, sich mit Kürbis gesund zu ernähren.


Bewertung: Ø 5,0 (7 Stimmen)

User Kommentare

martha

Ich habe heuer eine ausgiebige Kürbisernte bei den Hokkaidos und somit werde ich mal mit einem kleinere Kürbis diesen auf diese Weise haltbar zu machen.

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Kanguruh1

Ich sehe Fermentieren nicht nur als Resteverwertung, sondern als eine Methode, verschiedene Gemüse haltbar zu machen. Außerdem entwickeln sie einen wunderbar säuerlichen Geschmack!

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DIELiz

ja, so sehe ich es auch und noch mehr. Da es mitunter Neuland ist, freue ich mich sehr über diesen GK-Artikel.

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Kanguruh1

Diese Anleitung zum Fermentieren schaut mir sehr praktikabel aus! Ich möchte das schon lange einmal ausprobieren! Danke vielmals für die verständliche Erklärung!

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DIELiz

Diese Anleitung zum Fermentieren ist für mich typisch GK. Gut verständlich und somit, denke ich, auch für Küchen-Neulinge sehr gut geeignet. Als geübtere Küchenhäsin lerne ich auch immer wieder dazu

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Pesu07

Fermentierter Kürbis ist eine sehr gute Beilagen zu deftigen Speisen. Am liebsten verwende ich den Hokkaido Kürbis, den ich nicht schälen muss. Chilli und Ingwer gehören für mich unbedingt dazu.

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Maarja

Das ist etwas für mich. Gerade bei großen Kürbissen benötigt man oft nicht den ganzen. Da ist das Fermentieren eine gute Idee für den Rest

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