Gin Fizz, der Allrounder

Ganz gleich, ob er eine kleine Pause auf der heimischen Veranda oder eine gesellige Runde am Tresen begleitet, das erfrischende Mixgetränk ist einfach ein Klassiker, den nicht nur die International Bartenders Association zu den „Unforgettables“ zählt.

Gin FizzEin Gin Fizz ist der Klassiker unter den Cocktailgetränken. (Foto by: Viennetta / Depositphotos.com)

Die Geschichte

  1. „Gin Fix“ nannte ihn sein Erfinder Jerry P. Thomas und setzte ihn als Rezept Nr. 141 in die Cocktail-Bibel „The Bartenders' Guide“, das er Mitte des 19. Jahrhunderts verfasste. Thomas gilt heute als der Vater des gepflegten Cocktails schlechthin.
  2. Zu seinen Lebzeiten zog er mit ausgeklügelten Rezepten und spektakulären Mixtechniken von New York aus durch die Vereinigten Staaten von Amerika.
  3. Seine Kreationen verbreiteten sich wie ein Lauffeuer und werden auch heute noch weltweit auf die Getränkekarten gesetzt.

Welches Glas verwende ich am besten?

Jerry Thomas hatte ein „kleines Bar-Glas“ empfohlen, aber sein „Fix“ kam damals ohne Eis aus. Heute empfiehlt sich ein sogenanntes Highball-Glas für Longdrinks, damit das Eis genügend Schwung hat.

Welche Zutaten benötigt man?

  • 5 cl Gin
  • 3 cl frisch gepresster Zitronensaft
  • 2 cl Zuckersirup
  • 10 cl gut gekühltes Sodawasser
  • einige Eiswürfel
  • als dekoratives Garnish eine eingeschnittene Zitronenscheibe

Die Zutatenliste ist eine Empfehlung und kann leicht variieren.

Wie mixe ich einen Gin Fizz richtig?

  1. Gin, Zitronensaft, Zuckersirup und einige Eiswürfel werden im Shaker kräftig geschüttelt. So entsteht die dekorative und für den Drink typische Schaumkrone.
  2. Das Schüttelgut durch ein Barsieb oder ein sehr feines Küchensieb ins Glas abseihen.
  3. Weitere Eiswürfel je nach Geschmack und Gusto hinzufügen.
  4. Das Getränk mit Sodawasser auffüllen.
  5. Als i-Tüpferl die Zitronenscheibe auf den Glasrand aufstecken – fertig!

Welche Varianten gibt es?

Gin SourEine Alternative zum Gin Fizz ist der Gin Sour im Tumblerglas. (Foto by: igorr1 / Depositphotos.com)

  • Das Gin Fizz-Rezept ist in erster Linie ein Basisrezept und enorm ausbaufähig.
  • Ein sehr enger Verwandter ist der Gin Sour. Die Zutaten sind die gleichen, aber der Sour wird nur mit Eis geshaked, aber ohne Eis serviert – in einem „kurzen“ Glas mit stabilem Boden – einem Double Old Fashioned Glas oder Tumbler.
  • Gerne genommen wird auch eine würzige, etwas spritzigere Variante: der Gin Mule. Hier wird der Zitronen- durch Limettensaft ersetzt. Aufgefüllt wird mit Gingerbeer, garniert mit einem Zweig frischer Minze. Auch der "Basil" mit Basilikum hat Freunde gefunden.
  • Oder darf es eine nicht ganz vegane Variante mit rohem Ei sein wie Silver Fizz, Golden Fizz und Royal? Auf den ersten Blick vielleicht ungewöhnlich, aber das Ei gibt den Drinks Volumen, eine cremige Konsistenz und spielt eine tragende Rolle, wenn leichte, fruchtige Komponenten hinzukommen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Royal Hibisco Gin Fizz.

Welches Zubehör ist nötig?

  1. Cocktailshaker
  2. Barsieb oder sehr feines Küchensieb
  3. Longdrink- oder besser Highball-Glas
  4. Tee- oder Barlöffel

Was ist zu beachten?

„Geschüttelt – nicht gerührt“ heißt es nicht nur, wenn James Bond 007 an der Bar erscheint.

Auch der Gin Fizz ist wie alle „Fizzies“ ein Cocktail aus der Familie der „geschüttelten“ Bargetränke. Denn nur so entsteht die charakteristische Schaumkrone und die leicht trübe Färbung im Glas.

Ein weiterer Punkt ist die Auswahl des Gin. In jedem Fall passt ein Gin mit ursprünglichem Wacholdercharakter und einer leichten Note von Zitrone oder Limette.

Tipps und Fazit

Ohne großen Aufwand zaubert man mit wenigen, aber gut aufeinander abgestimmten Zutaten ein anregendes, erfrischendes Getränk nicht nur für die heißen Tage des Jahres.

Ob man den Klassiker in edlem Kristall oder schlichtem Longdrink-Glas auftischt oder neue Geschmacksvarianten und besondere Ginsorten testet – auf alle Fälle trinkt das Auge mit.


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