Coronakrise in der Gastronomie

Die Coronakrise stellt Gastronomen vor eine große Herausforderung. Der Lockdown im vergangenen Frühjahr zieht noch immer Kreise, auch der Blick nach vorne ist alles andere als rosig.

Kellner in der GastronomieDie Gastronomie steht immer wieder vor neuen Herausforderungen. (Foto by: tonodiaz / Depositphotos.com)

Coronaregeln - was nun?

  • Corona hat viele Betriebe in den Ruin getrieben. Weiterhin kämpfen viele Restaurants, Hotels und Cafés um ihr Überleben.
  • Wo geselliges Zusammensein im Vordergrund stehen sollte, sind Coronaregeln wenig willkommen. Sie sind jedoch wichtig, um einen weiteren Lockdown zu vermeiden.
  • Viele Menschen scheuen noch immer den Weg ins Restaurant oder sie beschränken ihn auf ein zeitliches Minimum.
  • Regeln zur Virusbekämpfung sind zwar leidig, ermöglichen aber zumindest den Besuch in der Gastronomie.

Neue Strategie - aber welche?

  1. Es gilt, das Beste aus der Situation zu machen. Sicherheit steht dabei im Vordergrund. Es muss zwischen Virus und Geselligkeit der beste Mittelweg gefunden werden.
  2. Sinnvolle Hygienekonzepte sind ein Muss. Gäste müssen seit Kurzem ihre Kontaktdaten hinterlassen, damit im Fall einer Infektion Kontaktpersonen ermittelt werden können.
  3. Für Gäste gilt zudem wieder die Maskenpflicht im Gastraum, bis sie ihren Sitzplatz eingenommen haben.
  4. Auch dürfen nur noch zehn Personen zusammen an einem Tisch sitzen. Der Barbetrieb wurde vorerst gestrichen.
  5. Dies wird einige Betriebe schwer treffen, dennoch sind es Strategien, welche den Gastronomiebetrieb aufrechterhalten können.

Gäste betreuen mit Abstand

  • Für das Personal gilt die Maskenpflicht.
  • Getränke und Speisen dürfen nur an den Tischen verabreicht werden.
  • Sicherheit geht vor, gerade bei den Kellnern, die sich im gesamten Gastraum umherbewegen und Kontakt zu allen Gästen haben.
  • Die Regelungen geben Sicherheit.
  • Einer freundlichen Bedienung und zwischenmenschlichen Interaktionen steht dennoch nichts im Weg.

Gehälter und Personalabbau

In den Küchen funktioniert der Betrieb kaum noch oberhalb der Mindestlohngrenze. Personalabbau sollte zwar das Mittel letzter Wahl sein, dennoch ist es schwer, den Normalbetrieb unter den verschärften Voraussetzungen aufrecht zu erhalten.

Verständlich, dass so manche Aushilfe gehen muss und auch andere Angestellte weiterhin um ihren Arbeitsplatz bangen müssen.

Kurzarbeit und staatliche Unterstützung helfen nur bedingt. Hier sind oft Solidarität, Fairness und ein sinnvolles Abwägen der Konditionen von allen Beteiligten gefragt.

Kochen und Liefern

Get away ServiceIn der Gastro sind nun viele neue Ideen gefragt. (Foto by: vova130555@gmail.com / Depositphotos.com)

  • Wenn Gäste fernbleiben, sehen viele Gastronomen in Lieferdiensten eine Alternative. Die kontaktlose Lieferung ist bereits die Regel.
  • Ein Wermutstropfen sind jedoch die hohen Kosten, welche durch Lieferdienste entstehen.
  • Eine weitere Möglichkeit ist der Abholservice. Einige Gastronomen setzten während des Lockdowns sogar auf selbst gestaltete Drive-in-Schalter.
  • Mit innovativen Lösungen findet das Essen trotz widriger Umstände zum Gast.
  • Der finanzielle Verlust für den Gastronomen wird zwar nicht ausgeglichen, aber wenigstens minimiert.

Neue Öffnungszeiten

  • Umstritten sind die eingeschränkten Öffnungszeiten.
  • Die Sperrstunde verkürzt in einigen Regionen das abendliche Geschäft.
  • Der kürzere Aufenthalt minimiert jedoch auch das Ansteckungsrisiko.
  • Leider sind viele Infektionen auf Lokalbesuche zurückzuführen.
  • Auch wo zu später Stunde vermehrt Alkohol konsumiert wird, werden Vorsichtsmaßnahmen gerne über Bord geworfen.

Wintertourismus – unter Auflagen möglich

Der kommende Wintertourismus stellt eine schwierige Aufgabe dar. Einige Strategien sollen ihn gefahrlos ermöglichen. Dennoch, der Urlaub im Schnee wird unter verschärften Auflagen stattfinden. Dazu zählen:

  1. Maskenpflicht in den Seilbahnen
  2. Ski-Kurse mit maximal zehn Personen
  3. Einschränkungen beim Après-Ski

Gerade der letzte Punkt trifft Gastronomen hart. Im Sitzen soll das Feiern erlaubt bleiben, auch Alkohol darf fließen.

Die Sperrstunde wurde jedoch auf 22.00 Uhr vorverlegt. Enorme Verluste sind vorprogrammiert.

Kreative Lösungen im Rahmen der Möglichkeiten sind gefragt, um den Winterurlaub für Touristen attraktiv zu machen und die Lage der Gastronomen zu sichern.


Bewertung: Ø 5,0 (2 Stimmen)

User Kommentare

Pesu07
Pesu07

Die viel diskutierte Registrierung bring nicht nur zusätzliche Arbeit für das Personal, sondern hat auch den Vorteil, dass das Restaurant/Gasthaus nicht mehr öffentlich beim Contact Tracing genannt werden muss, um Personen zu finden, die zum gesuchten Zeitpunkt anwesend waren.

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DIELiz
DIELiz

ja, Covid-19 stellt auch die Gastronomen vor eine grosse Herausforderung. Aber wie überall im Leben; Stillstand ist Rückgang. Somit mussten zwangsläufig neue Wege beschritten werden. Während des Lockdowns 04/2020 wurden auch in unserer Umgebung neue Wege beschritten. Ein Gasthaus wurde zum Beispiel zum Foodtruck. Dahin werden sich wohl mehr Unternehmer (gerade in Touristengebieten) entwickeln

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Maisi
Maisi

tolle Idee und ich glaube, genau darauf kommt es an. Ideen und den Mut (und das Geld) haben, diese umzusetzen, ist aber leider auch nicht jedermanns Sache.

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martha
martha

Ja in den Tourismusgebieten leidet die Gastronomie sicher noch mehr als in anderen Gegenden. Unser Wirt (kein Tourismusort) hat einen Wochenplan mit angebotenen Speisen, welche man telefonisch bis zum Vorabend bestellt und nächsten Tag wird das Gericht auf Wunsch zugestellt oder man kann es sich natürlich auch selbst abholen.

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