Regrowing - Gemüse aus Resten nachwachsen lassen

Warum wegwerfen, wenn man es nachwachsen lassen kann? Das ist der Nachhaltigkeitsgedanke hinter dem Begriff Regrowing. Aus vielen Gemüseresten lassen sich wieder neue kleine Pflanzen ziehen und das ganz einfach ohne viel Aufwand! Neugierig geworden? Dann erfahrt hier nun mehr darüber!

Regrowing - Gemüse aus Resten nachwachsen lassen nazilekeskin / depositphotos.com (Foto by: GuteKueche.at)

Wahre Nachhaltigkeit zeichnet sich durch Wiederverwendung aus. Wusstest Du, dass Du auch Gemüsereste wiederverwenden kannst, indem Du diese Nachwachsen lässt? Hier erfährst Du wie es funktioniert.

Was versteht man unter Regrowing?

Wörtlich übersetzt bedeutet Regrowing so viel wie wieder wachsen lassen.

Dabei verwendet man Reste von Gemüse, die eigentlich im Müll landen würden, um Neues daraus zu ziehen oder eben nachwachsen zu lassen.

Viele Methoden sind ganz einfach umzusetzen. Dabei gibt es folgende Möglichkeiten:

  1. Im Wasserglas auf der Fensterbank
  2. Einpflanzen in einen Topf mit Erde
  3. Stecklinge ziehen ​

Welches Gemüse eignet sich?

Folgende Gemüsesorten eignen sich für das Regrowing:

Wurzelgemüse (Speicherwurzel)

  • Dazu zählen beispielsweise Karotten, Pastinaken, Petersilienwurzeln, Rote Beete, Sellerie, aber auch Kartoffel, Süßkartoffel und Topinambur.

Blatt- und Kohlgemüse

  • Unter Blattgemüse fallen Sorten wie Spinat und Mangold.
  • Auch einige Kohlgemüse zählen gleichzeitig zu den Blattgemüsen, so zum Beispiel Wirsing, Rot- und Weißkohl.
  • Besonders geeignet ist her Pak Choi.

Salate

  • Vor allem Pflücksalate und Romanasalate sind gut für das Regrowing geeignet.

Lauchgewächse

  • Vor allem köstliches Zwiebelgrün lässt sich aus Lauchgewächsen, wie Porree und Frühlingszwiebeln ziehen.
  • Den unteren Teil des Lauchgewächses, an dem noch die kleinen Wurzeln sind, kann man in ein Wasserglas stellen, oben wächst dann das Grün wieder nach.

Kräuter durch Stecklinge

  • Kräuter wie Basilikum, Rosmarin, Thymian und viele andere lassen sich einfach durch sogenannte Stecklinge vermehren.
  • Dabei werden einzelnen Trieben abgeschnitten und in ein Wasserglas gestellt, bis sie Wurzeln bilden.

Was muss beachtet werden?

Regrowing - Gemüse aus Resten nachwachsen lassen Foto A.Mehriban / depositphotos.com

  1. Damit das Regrowing zum Erfolg wird, sollte man darauf achten, dass man nur Gemüse verwendet, welches noch gut ist.
  2. Am besten nimmt man die Reste des Gemüses, das man gerade zum Kochen verwendet hat.
  3. Es sollte ohne Schimmel und bis auf die Schnittstelle unverletzt sein.

Die richtige Pflege

  • Wichtig bei der Anzucht ist vor allem das Wasser sollte regelmäßig auszutauschen, damit es nicht kippt und unangenehme Gerüche bildet.
  • Die meisten Gemüse können nach der Wurzelbildung in einen kleinen Topf mit Erde gepflanzt werden.
  • Dieser muss regelmäßig gegossen werden.
  • Es ist darauf zu achten, dass keine Staunässe entsteht.

Der passende Standort

  1. Neben Nährstoffen und Wärme benötigen Pflanzen zum Wachsen vor allem Licht.
  2. Solange die Pflanzen im Wasser stehen, beziehen sie ihre Nährstoffe noch aus den Gemüseresten, später aus der Erde.
  3. In jedem Fall sollte der Standort für die Pflanze ausreichend warm sein.
  4. Im Frühling und Sommer können viele Pflanzen auch auf dem Balkon nachgezogen werden.
  5. Im Winter ist das Fensterbrett ideal.

Das Ernteergebnis

Regrowing - Gemüse aus Resten nachwachsen lassen Foto manera / depositphotos.com

Beim Regrowing folgen je nach Pflanze und Methode unterschiedliche Ernteergebnisse.

Bei vielen Sorten kann man vor allem auf der Fensterbank die Blätter für Salate und zum Würzen nachziehen (z.B. Karotten).

Beim Einpflanzen in die Erde im Frühjahr kann man vor allem bei Kartoffeln, Süßkartoffeln und Topinambur im Herbst ganze Früchte ernten.

Ungeeignete Gemüsesorten

Nicht geeignet für das Regrowing sind Fruchtgemüse, wie

  • Tomaten
  • Paprika
  • und Gurken.

Bei samenfesten Sorten kann man hier jedoch die Samen ernten und daraus neue Pflanzen ziehen.

Fazit

Mit wenig Aufwand können aus vielen Gemüseresten noch Erträge gezogen werden. So kann man aktiv zur Nachhaltigkeit beitragen.


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