Regrowing - Wurzelgemüse

Karotten, Radieschen und Kartoffeln sind in unserer heimischen Küche sehr beliebt und werden auch oft verwendet. Doch was geschieht mit dem Rest vom Wurzelgemüse? Einfach in die Biotonne damit? Nein, das ist viel zu schade! Ganz einfach ohne viel Aufwand nachwachsen lassen und wie, erfahrt Ihr hier.

Regrowing - Wurzelgemüse Foto Subbotina / depositphotos.com

Die Wiederverwertung von Dingen, die eigentlich auf dem Müll landen würden, ist ein zentraler Beitrag zum Thema Nachhaltigkeit. Wie Du aus Resten von Wurzelgemüse neues wachsen lassen kannst, erfährst Du hier.

Was gehört zu Wurzelgemüse?

Als Wurzelgemüse werden Gemüsesorten bezeichnet, die essbare, nährstoffreiche Rübenwurzeln ausbilden. Dazu gehören unter anderem:

  • Karotten
  • Pastinaken
  • Petersilienwurzel
  • Radieschen und Rettich
  • Knollensellerie
  • Kartoffel
  • Süßkartoffel
  • Topinambur

Was muss beachtet werden?

Nicht jede Gemüsesorte ist für das Regrowing - also das erneute wachsen lassen nach der Ernte - geeignet.

Für das einfache Regrowing der Blätter sind die klassischen Wurzelgemüse wie Karotte, Petersilie und Pastinake sehr geeignet.

Dies gelingt ganz einfach auf der Fensterbank.

Für das Nachziehen ganzer Gemüse eigenen sich vor allem Kartoffeln, Süßkartoffel und Topinambur gut.

Hier ist jedoch ein Einpflanzen und mehr Pflegeaufwand erforderlich.

Wie lässt man es nachwachsen?

Regrowing - Wurzelgemüse Foto pilipphoto / depositphotos.com

  • Wenn man die Blätter eines Wurzelgemüses erneut wachsen lassen will, geht dies ganz einfach in einem Wasserglas oder einer Wasserschale auf der Fensterbank.
  • Wichtig dabei ist, dass man den Teil des Wurzelgemüses nimmt, aus dem die Blätter wachsen.
  • Es sollten noch ein paar Zentimeter des Gemüses dran sein, damit die Pflanze sich noch die erforderliche Energie zum Wachsen daraus ziehen kann.
  • Das Gemüse wird mit der Schnittfläche nach unten in ein Wasserglas oder eine mit etwas Wasser gefüllte Schale gelegt.
  • Das Wasser sollte dabei maximal bis zum Blattansatz reichen.
  • Die Schale kommt dann auf ein Fensterbrett, sodass die Gemüsereste ausreichend Licht bekommen.
  • So kann das Grün nachwachsen.
     
  • Reste von Kartoffeln, bereits verschrumpelte Kartoffeln, Süßkartoffeln oder Topinambur kann man in Erde pflanzen, damit ganze Pflanzen mit reichlicher Ernte nachwachsen.
  • Kartoffeln und Topinambur kann man dabei direkt einige Zentimeter tief einpflanzen und der Natur ihren Lauf lassen.
  • Hierbei reichen bereits Reste aus. Süßkartoffelreste können im Wasserglas vorgetrieben und dann in die Erde gepflanzt werden.
  • Es sollte dabei ungefähr ein Drittel der Knolle noch vorhanden sein.

Die richtige Pflege

Regrowing - Wurzelgemüse Foto kosoff / depositphotos.com

  1. Bei der Anzucht im Wasserglas ist es vor allem wichtig, das Wasser regelmäßig zu wechseln, damit dieses nicht absteht und unangenehme Gerüche bildet.
  2. Wenn sich kleine Wurzeln gebildet haben, kann das Gemüse in einen Topf mit Erde umziehen.
  3. Auch hier ist auf ausreichend Feuchtigkeit zu achten.

Der passende Standort

Essentiell für jedes Wachstum ist Licht.

Daher sollte das Regrowing am Besten am Fensterbrett stattfinden.

Ein Südfenster ist dabei ideal.

Das Ernteergebnis

  • Je nach Gemüsesorte erhält man ein anderes Ergebnis.
  • Bei den Karotten, Pastinaken, Petersilie, Rote Bete und Sellerie wachsen lediglich die Blätter nach, nicht jedoch das Wurzelgemüse selbst.
  • Blätter von Karotten und Pastinaken sind ideales Frischfutter für Haustiere. Vor allem Hasen lieben diese.
  • Die Blätter der Wurzelpetersilie und des Sellerie kann man perfekt als Kräuter zum Würzen nutzen.
  • Mit dem zarten Wuchs der Roten Beete kann man gesunde Salate verfeinern.
  • Aus Topinambur, Kartoffel und Süßkartoffel wachsen über das Jahr ganze Pflanzen, die im Herbst reiche Ernte bringen. Hier muss man etwas Geduld mitbringen.

Fazit

Es kann sich also lohnen, die Gemüsereste nicht einfach wegzuwerfen, sondern mit wenig Aufwand Neues daraus zu ziehen.


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