Regrowing - Salate

Wer liebt sie nicht, knackige Salate, sei es als köstliche Beilage oder als gesunde Hauptmahlzeit, doch nach dem Genuss muss nicht Schluss sein! Denn aus dem Strunk kann man ganz einfach wieder junge, frische Blätter nachwachsen lassen. Und wie das genau funktioniert erfahren Sie hier.

Regrowing - Salate Foto vaivirga / depositphotos.com

Viele Gemüsereste kann man ganz einfach nachwachsen lassen.

Der nachhaltige Trend nennt sich Regrowing.

Hier erfahren Sie, welche Salate Sie wie nachwachsen lassen können.

Sind alle Salate geeignet?

  • Jeder Rest von einem ganzen Salatkopf kann wieder wachsen.
  • Egal ob Eisberg-, Romana- oder Eichblatt-Salat.
  • Sogar kleine Sorten wie Chicorée oder Römersalat lassen sich problemlos nachzüchten.
  • Schwer wird es lediglich bei kleinen Pflanzen wie Feldsalat oder Rucola.

Was muss beachtet werden?

  1. Wichtig ist, dass ein Stück Salat mit Strunk und Wurzelkopf vorhanden ist.
  2. Dieser endet in einer glatten runden Fläche an der Unterseite.
  3. Genau dort bilden sich neue Wurzeln.
  4. Wenig Erfolg haben einzelne Blätter, die man in ein Glas oder eine Vase stellt.
  5. Der Salatrest mit Strunk wird in einer kleinen Schüssel mit wenig Wasser oder auf einem Teller platziert.
  6. Das Wasser sollte täglich gewechselt werden, damit sich keine Fäulnisbakterien bilden.
  7. Außerdem sollten die Salatreste nie austrocknen und immer feucht gehalten werden.
  8. Bildet die Pflanze in der Mitte einen langen harten Strunk mit sehr kleinen Blättern, sollte dieser abgebrochen werden.
  9. Dort bildet sich eine Blüte, die zwar schön ist, den übrigen Salat jedoch bitter werden lässt.
  10. Alternativ kann man sich aber auch an den bunten Blüten erfreuen.

Wie lässt man es nachwachsen?

Regrowing - Salate Foto studioM / depositphotos.com

Fürs Regrowing benötigt man den Rest eines Salatkopfes mit Strunk.

Genau dieser wird mit der Unterseite in oder auf ein Gefäß mit Wasser gestellt.

Dort kann der Radicchio, Endivien-Salat oder Lollo Rosso erneut wachsen.

Wer den Pflänzchen einen Booster geben möchte, der fügt maximal einmal die Woche einen kleinen Tropfen Gemüsedünger zum Wasser.

Hat der Salat genügend Wurzeln gebildet, kann er in einen ausreichend großen Topf mit Anzuchterde gepflanzt werden.

So können über einen längeren Zeitraum immer wieder frische Salatblätter geerntet werden.

So macht Nachhaltigkeit Spaß!

Die richtige Pflege

  • Frisches Wasser ist unverzichtbar.
  • Wächst der Salat ausschließlich in Wasser nach, sollte dieses regelmäßig gewechselt werden.
  • Verwelkte oder faule Blätter und Stellen sollten vorher entfernt werden.
  • Genauso sollten keine Erdreste oder andere Verunreinigen mehr am Salat und im Wasser sein.
  • Sollten diese sich während des Regrowing bilden, sind sie ebenfalls zu entfernen.
  • So wachsen die neuen Blätter unbeschadet, gesund und stark nach.

Der passende Standort

Ideal ist ein warmer und trockener Ort mit mäßig bis viel Sonne.

Salat stellt keine hohen Ansprüche und gedeiht auch im Halbschatten auf der Fensterbank oder der Arbeitsfläche in der Küche.

Wandert der Salat später in Erde, sollte diese locker und gut durchlüftet sein.

Das Ernteergebnis

Regrowing - Salate Foto fudio / depositphotos.com

  • Ein klassischer runder Salatkopf wie aus dem Supermarkt wird eher nicht wachsen.
  • Dafür aber eine große, junge und knackige Pflanze.
  • Von dieser können immer wieder Blätter geerntet werden.
  • Je öfter die Pflanze neue Blätter bilden muss, desto kleiner werden sie.
  • Sie schmecken aber dennoch.
  • Wer möchte, lässt ganz zum Schluss den Salat blühen und erfreut sich an der oder den schönen Blüten.

Fazit

Regrowing ist ein Trend, der Nachhaltigkeit und Spaß verbindet.

Es erfüllt einen mit Freude zu sehen, wie neue Blätter wachsen und was aus vermeintlichem Biomüll alles entstehen kann.

Man braucht kein zusätzliches Equipment und bekommt günstig frischen Salat direkt von der Fensterbank.


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