Sour Cocktails

Die goldene Regel für einen perfekten Sour basiert auf dem Wissen um die Balance zwischen Süßem und Saurem. Als Zünglein an der Waage agiert die jeweilige Spirituose.

Sour CocktailsDie richtige Balance zwischen Sauer und Süß ergibt einen tollen Sour Cocktail. (Foto by: bhofack2 / Depositphotos.com)

Erfolgskomponenten

Man nehme fünf Teile Alkohol, drei Teile Zitronensaft und zwei Teile Zuckersirup. Et voilà: Fertig ist der Sour.

  • Er wird im Cocktail-Shaker mit Eis geschüttelt und durch einen Strainer (Barsieb) in ein hohes Glas am Stiel gefühlvoll abgeseiht.
  • Das Eis aus dem Shaker kommt nicht in das Glas.
  • Für das Servieren on the rocks werden stets frische Eiswürfel verwendet.

Mitspieler

Whiskey, Gin und Weinbrand gehören zu den weit verbreiteten Alkoholika, die mit ihrem Löwenanteil auch die Hauptakteure der Sours sind.

In dieser Kategorie dürfen Amaretto und der aus Südamerika stammende Pisco gelegentlich mitspielen. Den Hochprozentigen kommt zudem die Aufgabe zu, das Geschmackserlebnis beim Feintuning zu perfektionieren.

Zu den Stars unter den Sours zählen:

  1. Gin Sour und Gin Fizz
  2. Whiskey Sour
  3. Amaretto Sour

Extrarunde für den Gin

Mit dem immer noch anhaltenden Gin-Hype hat sich neben dem Gin Sour der "verlängerte" Gin Fizz in die erste Reihe der Sour Cocktails empor geschüttelt. Tief im Herzen ist der Fizz ein ausgewogener Sour, der mit Soda (kohlensäurehaltiges Mineralwasser) ergänzt wird.

Fizzes gelten als eine beliebte Weiterentwicklung der Sour Cocktails. Gin Fizz Silver (plus Eiklar), Golden (plus Eidotter), Royal (plus Ei komplett), Cream (plus Obers) und Diamond (plus Champagner und ohne Soda!) belegen Spitzenpositionen.

Cocktail aus Übersee

Sour Zutaten zum ShakenZu einem Sour Cocktail gehören süße und saure Komponenten aber auch Barwerkzeug dazu. (Foto by: SergPoznanskiy / Depositphotos.com)

Zu den Stärken der Gattung Sour Cocktail zählt deren Variationsbreite. Mal ist es eine Weltstadt wie New York, die ihren eigenen Sour hervorgebracht hat. Dieser trägt ganz selbstverständlich den Namen NYC Sour und besteht aus den Komponenten Whiskey, Zitronensaft, Zucker plus Rotwein.

Beim New Orleans Sour ersetzt süßer Orangenlikör den Zuckersirup. Die Verwendung der Komponente Eiklar wird dem Boston Sour von der US-Ostküste zugeordnet.

Auf dem südamerikanischen Kontinent präferieren die Sour-Liebhaber eher den Pisco Sour. Um die Urheberschaft vom Traubenschnaps wetteifern Peru und Chile. Ihre Sours hingegen ähneln sich. Benannt wurde der Schnaps nach der peruanischen Stadt Pisco.

Für einen Pisco Sour kommen in den mit Eis bestückten Cocktail-Shaker:

  • drei Teile Pisco Traubenschnaps
  • ein Teil Limettensaft
  • ein Teil Zuckersirup
  • ein Eiklar

Nach dem Schütteln wird der feine Inhalt über den Strainer in ein gekühltes Glas gegossen und mit einer Messerspitze Zimt oder einem Hauch Angostura Bitter vermählt. Chinchin!

Für's Auge

Ein Blick auf die attraktivste Servierform zeigt, dass vom schlanken Hochglas mit und ohne Stiel über das knuffige Whiskeyglas bis hin zur eleganten Cocktailschale alles geht. Bei der Dekoration dominieren Spiralen von Zitrusfrüchten den Glasrand.

Ein feines Barbesteck mit Shaker, Barlöffel, Strainer, Jigger (Barmaß), Eisbehälter und Eiswürfelzange macht viel her. Wichtiger ist immer noch die erstklassige Qualität der Cocktail-Komponenten und die spezielle Balance der beiden süß-sauren Aromen.

 


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