Läuterzucker

Läuterzucker ist ein farbloser, reiner und von Trübstoffen befreiter Zuckersirup, der durch das Aufkochen von Zucker und Wasser hergestellt wird. Benannt wurde er nach dem Begriff „läutern“, der für Klärung und Reinigung verwendet wird.

LäuterzuckerFür Läuterzucker benötigt man nur Wasser und raffinierten Zucker. (Foto by: Gutekueche.at)

In der Küche setzt man ihn recht vielseitig ein, beispielsweise zum Süßen von Speisen, Tränken einiger Kuchenarten oder als Garflüssigkeit für verschiedene Früchte. Weil er sich in eisgekühlten Getränken gut auflöst, ist der Zuckersirup eine besonders beliebte Zutat zu diversen Mixgetränken und Cocktails.

Zuckersirup selbst gemacht

  • Um Zuckersirup selbst herzustellen, wird ein Kilogramm raffinierter Zucker und ein Liter Wasser in einem Topf gemischt.
  • Etwa 15 bis 20 Minuten leicht köcheln lassen, dabei wenn nötig Schwebstoffe mit einer Schaumkelle abschöpfen - und schon ist der Sirup fertig. Anschließend in Flaschen füllen.
  • Dann verfügt ein Liter Zuckersirup über die Süßkraft von 625 Gramm Zucker. Demnach ergibt sich die Süßkraft von einem Kilogramm Zucker durch die Verwendung von 1,6 Liter Zuckersirup. Der selbst gekochte Sirup ist fast unbegrenzt haltbar.

Unterschiedliche Nuancen

Eine Art des Zuckersirups ist der Rohrzuckersirup, der aus dem Saft des Zuckerrohrs oder aus Melasse gewonnen wird.

----->>>>>>  Flüssiger Zucker ist lediglich eine konzentrierte Zuckerlösung.  <<<<<<------

 

Dagegen sind Läuterzucker und Zuckersirup identische Aufkochungen, auch unterschiedlich konzentriert:

Neben dem 1:1-Sirup besteht ein 2:1-Sirup aus zwei Teilen Zucker und einem Teil Wasser.

Dieser im Englischen treffend Rich Simple Syrup genannte Sirup neigt seiner hohen Konzentration wegen bereits zum Auskristallisieren – besonders wenn er gekühlt wird.

Der Sirup muss aber gut gekühlt werden, wenn er aromatische Cocktails vervollständigen soll.

Deshalb weist er als wichtige Zutat in den Händen des Bartenders eher ein ideales

Mischungsverhältnis von etwa 1,7:1 oder 1,8:1 auf.

Für einige Cocktails ist Zuckersirup unverzichtbar.

 

Zuckersirup kochenDie Herstellung von Läuterzucker ist schnell und einfach gemacht. (Foto by: Gutekueche.at)

Zuckersirup und Cocktails

Reiner Zuckersirup löst sich schnell und restlos auf. Der große Vorteil hilft beim Mixen beliebter Cocktails:

Während Aperol Fizz aus Aperol, Zitronensaft und Sodawasser und dem Zuckersirup besteht, gibt es einen süß-sauer-erfrischenden Bombay Crushed aus Gin, Limettensaft, Kumquats und Zuckersirup.

Aromatisch süß-sauer wird ein Chocolate Sour mit Mozart Black Chocolate Likör, Orangensaft, Zitronensaft und Zuckersirup.

Gin Fizz besteht aus Gin, Zitronensaft, Sodawasser und Zuckersirup, Peach Daiquiri aus weißem Rum, Pfirsich, Limettensaft sowie Zuckersirup, während Gin, Limettensaft, Minze, Gurke Angostura und Zuckersirup einen würzigen The Ellison ergeben.

Andere sehr beliebte Cocktails mit Läuterzucker sind Apple Mojito, Basilikum Daiquiri, French 75, Hong Kong Sling, Plum & Malibu, Mai Tai Original, Wodka Espresso und viele andere.

Auch die immer beliebter werdenden Sour Cocktails kommen ohne Läuterzucker nicht aus.


Bewertung: Ø 5,0 (3 Stimmen)

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User Kommentare

MaryLou
MaryLou

Läuterzucker hatte früher meine Oma auch selbst hergestellt, ich weiß nur nicht mehr wozu sie ihn verwendet hat. Wahrscheinlich als Sirup für uns Kinder.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Meine Oma hat den läuterzucker immer zum Strecken von selbstgebrannten Schnaps verwendet. Daher kenne ich das.

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