Warum wird mein Germteig immer hart und geht nur ganz wenig auf?

Wenn der Germteig nicht aufgeht, hat das meist zwei Hauptursachen - welche das sind lesen Sie hier.

Germteig Wenn der Germteig nicht aufgeht, liegt es meist an der Temperatur oder am Mischverhältnis. (Foto by: Depositphotos)

Wenn der Germteig nicht aufgeht, kann das mehrere Ursachen haben:

  • Flüssigkeits-Temperatur stimmt nicht
  • Zu wenig Zucker enthalten
  • falsche Verhältnis von Germ und Mehl
  • usw.

Mit ein paar einfachen Tipps zeigen wir Ihnen wie der Germteig sicher gelingt.

Frischen Germ oder Trockengerm?

Ist relativ egal – es gilt dabei immer 1 Würfel (42 Gramm) frischer Germ entspricht 2 Päckchen Trockengerm.

Info: 1 Päckchen Trockengerm (7 Gramm) hat die Triebkraft von ½ Würfel frischen Germ (21 Gramm).

Damit der Germ auch richtig aufgehen kann, benötigt er „Futter“ in Form von Zucker.

  • Für einen Würfel frischen Germ sollte man daher rund 1 Teelöffel Zucker geben.
  • Für 1 Päckchen Trockengerm reicht schon ein 1/2 Teelöffel.

Wichtige Tipps:

  • Beide Sorten sollte man vor der Verarbeitung im lauwarmen Wasser oder Milch auflösen – das Wasser oder die Milch sollten dabei maximal 40 Grad haben.
  • Für 1 kg Mehl nimmt man ca. 350 ml Wasser.
  • Und für ca. 1 kg Mehl (nur Weizen- oder Dinkelmehl) benötigt man 1 Würfel Germ.

Uns so gehts:

  • Den Germ mit einer Prise Zucker in eine Schüssel geben, mit Wasser oder Milch aufgießen und für rund 10-15 Minuten, bei Zimmertemperatur, auflösen lassen.
  • Frischen Germ vorher mit den Fingern ein wenig zerbröseln.
  • Anschließend kann man den aufgelösten Germ weiterverarbeiten.

Kneten, Kneten und nochmals Kneten

Nur ein gut durchgekneteter Germteig geht auch richtig auf. Natürlich kann man auch mit der Hand kneten, aber wenn man eine Küchenmaschine hat sollte man diese auch verwenden.

Tipp: Wenn der Germteig sich selbstständig vom Schüsselrand während des Kneten löst, ist er fertig. Dies kann schon mal mehrere Minuten dauern.

Teig braucht Ruhe

Um aufzugehen benötigt der Teig Ruhe:

  • Am besten eignet sich dazu ein warmes Plätzchen (aber nicht wärmer als 30-35 Grad).
  • Zugedeckt mit einem feuchten Küchentuch (damit er nicht austrocknet) in der Schüssel für gut 40-60 Minuten gehen lassen.
  • Das Teig-Volumen sollte sich in der Ruhezeit circa verdoppeln.

Info: Wenn der Germteig zu wenig lange ruht, wird er nach dem Backen oft trocken und fest.

Nach dem Ruhen kann man den Teig durchkneten und nochmals für 20-30 Minuten gehen lassen. Das sorgt dafür, dass keine Luftlöcher im Teig entstehen und er feinporiger wird.

Notfalltipps

  • Pickt der Teig zu stark einfach etwas mehr Mehl hinzufügen.
  • Ist der Teig zu fest etwas warmes Wasser oder Milch hinzufügen.

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