Eierlikör Wissenswertes

Ein klassischer Eierlikör ist das traditionelle Getränke Rezept für die Weihnachtszeit und sorgt für feinsten Festgenuss. Wo der Eierlikör herkommt, was bei der Zubereitung alles zu beachten ist und wieviele Eigelbe man tatsächlich dafür benötigt, findet man hier.

Eierlikör Wissenswertes Foto unixx.0.gmail.com / Depositphoto.com

Mit Neu nterpretierte Eierlikör Klassiker bringt man genussvolle Abwechslung in die Fest- und Feiertage. Eierlikör wird pur getrunken und auch als Digestif serviert. Die Trinktemperatur liegt zwischen 10 und 12 °C. Mittlerweile gibt es schon unzählige köstliche Eierlikör Varianten, die nur so darauf warten, um sie auszuprobieren.

Wie richtig gute Eierlikör Rezepte gelingen und was man dabei alles beachten muss:

Grundzutaten & Wissenswertes

  • Eierlikör besteht aus Eigelb, Zucker und Alkohol. Diese Zuaten verfeinert mit Milch, Obers und Vanille ergibt einen herrlich cremigen Eierlikör.
  • Bei der Zubereitung ist die Qualität der Eier entscheident. Bio und Freiland sowie frische Eier sind hierbei ein muss!
  • Für 1 Liter Eierlikör benötigt man 10 Eidotter der Größe M und 300 ml Alkohol.
  • Meist hat Eierlikör einen 14 bis 20% Volumenprozent Alkoholgehalt. Die Wahl des Alkohols ist ausschlaggebnd für den Geschmack. Es kann zwischen Wodka mit 40%, weißer Rum mit 40 % oder Doppelkorn mit mind. 38% gewählt werden. Einen kräftigen Geschmack ergibt der Eierlikör mit weißem Rum, Wodka ist für mehr raffinesse und Doppelkorn sorgt für ein neutrales Aroma.
  • Durch die Milch und den Obers erhält der Eierlikör seine Cremigkeit. Abgerundet mit Zucker, Vanille und einer Prise Zimt ist es ein abosolut wunderbares Getränk in der kalten Jahreszeit, das immer gut bei Gästen ankommt.
  • Wer die Konsistenz vom Eierlikör dick-cremig haben möchte, verwendet anstelle der Milch Kondensmilch. Mag man es eher flüssig kann das Obers 1:1 mit Milch ersetzen. Oder man kombiniert Obers und Milch.
  • Vanillezucker kann natürlich mit dem ausgekratzten Mark einer Vanilleschote ersetzt werden, ergibt einen noch intensiveren Vanille Geschmack.

Zubereitung für einen klassischen Eierlikör

Zutaten für 800 ml

  • 8 Stück Eidotter
  • 250 ml Wodka
  • 250 ml Obers
  • 200 g Staubzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  1. Ein Wasserbad vorbereiten. Dazu in einem Topf Wasser zum Kochen bringen. Eine Schüssel in den Topf hängen, dann die Temperatur zurück drehen.
  2. Eidotter in die Schüssel geben und mit dem Mixer schaumig rühren. Staubzucker und Vanillezucker zufügen, noch den Obers dazu und alles verrühren. Die Temperatur sollte 70°C nicht übersteigen.
  3. Zum Schluss den Wodka eingießen und nochmals kurz mit einem Kochlöffel verrühren.
  4. Noch heiß in saubere Flaschen füllen, fest verschließen, auskühlen lassen und im Kühlschrank bis zur Verwendung aufbewahren.

Eierlikör Wissenswertes Foto GuteKueche.at

Zubereitungsarten

  1. Über Wasserdampf: In einer Schüssel die Zutaten in einem Wasserbad mit dem Schneebesen oder einem Handmixer dickflüssig aufschlagen. Durch das Wasserbad bleibt die Hitze konstant und knapp unter 70 °C.
  2. Im Topf: Die Zutaten langsam erwärmen und unter sanftem Rühren mit dem Handmixer oder Schneebesen ca. 5 - 8 Minuten aufschlagen. Die Temperatur darf nicht höher sein als 70 °C, sonst wird das Ei viel du dick.
  3. Ohne Hitze: Dazu Eidotter und Zucker schaumig mit einem Handmixer aufschlagen. Restliche Zutaten unterrühen und cremig mixen. Schnell und einfach, doch vorsicht wegen Salmonellengefahr, daher innerhalb von 2-3 Tagen aufbrauchen.

Wie lange ist der Likör haltbar?

  • Wird der Eierlikör mit einer Hitze von bis zu 70°C zubereitet, über einem Wasserbad oder im Topf hält er sich gut verschlossen und kühl gelagert bis zu 3 Wochen. Ist die Flasche mal offen, dann nach 2-3 Tagen aufbrauchen.
  • Wenn die Zubereitungsmethode ohne Hitze auskommt, hält sich der Likör nur 2-3 Tage, nicht länger, denn dann bilden sich bereits Salmonellen.

Beliebte Eierlikör Rezepte

Tipp: Mit ein paar zusätzlichen Zutaten lässt sich Eierlikör im Geschmack variieren zB mit Kokosflocken, Schokostückchen, Zitrone oder auch löslicher Kaffee.

Hier unsere TOP 10 Eierlikör Rezepte

Gibt es auch eine vegane Variante?

  • Bekanntlich ist Eierlikör nicht vegan, doch auch für Veganer gibt es eine Lösung:
  • Denn es geht auch ganz ohne Eier und Milchprodukte: Eierlikör vegan.
  • Die Spirituose sollte optimalerweise in weithalsige Flaschen gefüllt werden.
  • Die Konsistenz wird fester, wenn die Masse länger steht. Ein kräftiges Durchschütteln der Likörflasche macht das Getränk flüssiger und fließfähig.

Dekoration

Den Eierlikör verziert man sehr gerne mit einer Obershaube, einer Prise Zimt oder mit einer Zimtstange im Glas.

Auch beliebt sind Zuckerstangen oder ein Lebkuchen Keks am Glasrand.

Für große Gläser eignet sich zusätzlich ein Trinkhalm.

Die Geschichte des Eierlikörs

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  1. Als europäische Seefahrer während des 17. Jahrhunderts nach Brasilien kamen, entdeckten sie bei den Amazonasbewohnern ein erfrischendes Getränk, das die Ureinwohner Abacate nannten. Dieses bestand aus Avocados, Rum und Rohrzucker. Die Europäer nannten es Advocaat, was der Vorgänger des modernen Eierlikörs ist.
  2. Der Hersteller Verpoorten beschreibt, dass der Firmengründer Eugen Verpoorten bestrebt war, dieses köstliche Getränk nachzuahmen. Avocados waren aber innerhalb Europas kaum verfügbar, also setzte er Eigelb ein. Im Jahr 1876 erfolgte die Firmengründung in der Stadt Heinsberg nahe Aachen.
  3. Es gibt ein vergleichbares Getränk, dass ursprünglich von den Spaniern nach Mexiko gebracht wurde und den Namen Rompope trägt. Es wird mit Eiern, Vanille, Milch sowie Rum hergestellt. Im englischen Sprachraum ist der Eggnog vor allem an Weihnachten sehr beliebt.

Wo ist der Likör enthalten?

  • Eierlikör ist ein beliebtes Digestif an der Kaffeetafel. Meist wird er dazu pur getrunken.
  • Die optimale Trinktemperatur beträgt etwa 12 °C.
  • Zur Oster- und Weihnachtszeit ist der Likör auch eine gern genutzte Zutat in Torten, Kuchen, Süßspeisen oder heißem Eierpunsch.

Welches Glas eignet sich für Eierlikör?

  • Der Handel bietet verschiedene Formen und Größen an Likörgläsern an. Sie ähneln häufig einem Schnapsglas, aber auch ein Weinglas oder Punschglas wird gerne verwendet.
  • In der bauchigen Form kann sich das süße Liköraroma für besten Trinkgenuss richtig entfalten.
  • Auch große Gläser mit einer Füllmenge von 200 ml oder mehr sind erlaubt.

Tipps und Fazit

  • Eierlikör lässt sich auf jeden Fall leicht selber machen und schmeckt viel besser als die Sorten aus dem Supermarkt.
  • Saubere Küchengeräte, Eier mit hoher Frische und ein mindestens 14% Alkohol sorgen für längere Haltbarkeit
  • Delikatesse lässt sich problemlos mit Zutaten nach Wunsch verfeinern, sodass geniale Geschmackskreationen entstehen.
  • Das Eiweiß beim Trennen der Eier bleibt für Kokosbusserl, Baiser oder weiteres Gebäck mit Eischnee übrig. Es kann auch eingefroren werden.

Bewertung: Ø 5,0 (2 Stimmen)

User Kommentare

Pesu07

Dem kann ich nur zustimmen, dass der selber gemachte Eierlikör viel besser schmeckt. In schönen Flaschen abgefüllt ist das ein sehr nettes Mitbringsel.

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Maarja

Das ist ja total spannend, ich hätte jetzt echt nicht gedacht, dass die „Urform“ des Eierlikörs ein Avocado-Likör war

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MaryLou

Auf alle Fälle ist es immer gut einen selbstgemachten Eierlikör in kleine Fläschchen zu füllen. Ob nun zum Verschenken oder für einen genüsslichen Abend zuhause, lieber eine kleine Flasche öffnen, oder als Backzutat verwenden.

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