Fermentierte Karotten - Saures Wurzelgemüse

Karotten an sich sind schon sehr gesund, doch wenn sie fermentiert werden, entwickeln sie sich zu einem wahren Superfood. Durch die Milchsäuregärung werden sie nicht nur noch leichter verdaulich, sondern helfen zusätzlich die Darmgesundheit zu regulieren.

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Karotten sind mehr als ein Salatgemüse. Sie sind knackfrische Wunderstangen.

Man kann die Karotten kochen, als farbenfrohe Zutat in die Salatschüssel geben - oder fermentieren.

Wie es funktioniert und welche gesundheitsfördernde Wirkung fermentierte Karotten haben, erfahren Sie hier.

Wo in Österreich werden Karotten angebaut?

  • Niederösterreich ist die Karottenregion schlechthin.
  • Ein Großteil der österreichischen Karotten stammt aus dem Marchfeld.
  • Ungefähr ein Fünftel der produzierten Menge wurde nach ökologischen Richtlinien kultiviert.

Sind Karotten gesund?

Definitiv. Sie enthalten Nährstoffe wie Vitamine und Mineralien.

Beim Fermentationsvorgang bildet sich Milchsäure.

Sie ist eine natürliche Schutzbarriere für die Karotten.

In dem sauren "Raumklima" halten die Wurzeln länger.

Fermentierte Wurzeln sind leichter verdaulich als Rohkost, weshalb sie die Darmgesundheit regulieren.

Wie fermentiert man Karotten richtig?

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  1. Karotten von ihrer Schale befreien und in dünne Streifen schneiden. Am Folgetag werden die Gemüsetreifen weiterverarbeitet. Die Ingwerknolle abschälen und würfeln.
  2. Eine Schüssel mit Salzwasser füllen. Die Karotten und den Ingwer über Nacht in der Schüssel aufbewahren.
  3. Am nächsten Tag Wasser erhitzen und Salz hineingeben. Ein leeres Marmeladenglas mit den Karottenstreifen und Ingwerwürfeln auffüllen. Dabei sollten keine Lücken zurückbleiben. Die Masse muss fest sein.
  4. Das Gemüse mit dem gesalzenen Wasser begießen. Das Marmeladenglas bedecken, aber nicht fest versiegeln.
  5. Wenn die Wurzelstreifen zu trocken sind, wird einfach etwas Salzwasser hinzugefügt.
  6. Das Glas für 2 bis 3 Tage an einem kühlen und dunklen Ort platzieren.
  7. Wenn die Karotten eine leicht gelbliche Farbe annehmen, kann das Salzwasser entfernt werden. Das Glas fest verschließen und kühlstellen.

Wie lange sind fermentierte Karotten haltbar?

An einem kühlen und lichtgeschützten Ort hält fermentiertes Wurzelgemüse monatelang.

Grundsätzlich muss das Glas fest verschlossen sein.

Nach dem Öffnen wird es in den Kühlschrank gestellt.

Wie verwende ich fermentierte Karotten?

  • Den eigenen Ideen sind kaum Grenzen gesetzt.
  • Fermentierte Wurzeln können mit Salz, Pfeffer, frischen Kräutern oder Gewürzen verfeinert werden.
  • Gekochte Gemüsesorten zeigen sich optisch und geschmacklich von einer völlig neuen Seite, wenn sie fermentierte Karotten als Garnitur herhalten.

Was gibt es zu beachten?

Fermentierte Karotten - Saures Wurzelgemüse Foto GuteKueche.at

  1. Gemüse zu fermentieren ist keine hohe Küchenkunst.
  2. Es kommt aber auf Sauberkeit an. Karotten und Küchengeräte sollten unter fließendem Wasser abgespült werden.
  3. Karotten von Biohöfen sind frei von Pestiziden. Ansonsten sind Karotten aus regionalem Anbau empfehlenswert.
  4. Eingelagerte Gläser müssen gut verschlossen sein, damit die Karotten keine Luft ziehen. In dem Fall verlieren sie an Qualität und dürfen nicht mehr gegessen werden.
  5. Anstelle von Gläsern können Sie Gefäße aus Steingut zum Fermentieren benutzen. In gut sortierten Fachgeschäften gibt es Fermentiergläser. Plastikdosen sind zum Einfrieren, aber nicht zum Fermentieren von Gemüse geeignet. Ihre Deckel lassen sich nicht luftdicht verschließen.

Fazit

Das Fermentieren von Wurzelgemüse ist Resteverwertung der eleganten Art.

Fermentierte Karotten lassen sich ohne großen Aufwand zubereiten, schmecken köstlich und wirken sich positiv auf die Darmgesundheit aus.

Bei der Zubereitung muss vom Schneidebrett bis zum Einmachglas auf ein sauberes Arbeitsumfeld geachtet werden.

Die Karotten sollten von regionalen Anbietern stammen oder bestenfalls Bio-Standards entsprechen. So bekommen Sie absolut naturreine Ware.

Im Keller oder Vorratsschrank können sie für mehrere Monate gelagert werden. So ist der Bedarf für die kommenden Wochen gedeckt. In ihren Weckgläsern sind die Karotten perfekt als Geschenk.

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Regrowing

Bei jedem Kochvorgang bleibt meist ein Stück Restgemüse übrig, in diesem Fall der Strunk.

Also ab auf den Kompost damit - Nein, bitte nicht!

Denn gerade Wurzelgemüse eignet sich hervorragend zum regrowen, daß bedeutet nichts anderes, als daß man aus diesem vermeintlichen Stück Abfall, wieder eine neue Planze, in diesem Fall, das Karottengrün nachwachsen lässt, das dann wieder verarbeitet werden kann.

Und die Anleitung wie das genau funktioniert, findet Ihr in diesem Artikel:

Zero Waste Kitchen

Das köstliche Karottengrün und die Schale werden natürlich auch nicht weggeworfen, sondern in der Zero Waste Küche weiterverarbeitet.

Und wie zeigen wir Euch hier:


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