Bodenpflege unter Obstgehölzen

Der Obstanbau im eigenen Garten erscheint auf den ersten Blick als einfach, unkompliziert und nicht sonderlich arbeitsintensiv. Will man jedoch gut Erträge einfahren, sollte man die eigenen Obstgehölze intensiv pflegen. Neben dem regelmäßigen Rückschnitt gehört dazu auch die Bodenpflege.

Bodenpflege unter ObstgehölzenEs ist zu beachten, ob der Boden zum Beispiel sandig, steinig oder tiefgründig ist. (Foto by: © Jürgen Fälchle / fotolia.com)

Zu den Obstgehölzen gehören außer den Obstbäumen auch die verschiedenen Beerenobststräucher. Damit man eine qualitativ und quantitativ gute Ernte einbringen kann, müssen nicht nur die Pflanzen gehegt und gepflegt werden, sondern auch der Boden.

Nur bei einem gesunden und nährstoffreichen Boden, gepaart mit ausreichender Feuchte, werden viele aromatische Früchte gedeihen.

Das Pflanzen vorbereiten

Schon vor dem Pflanzen der Obstgehölze ist eine gute Vorbereitung die Basis dafür, später eine gute Ernte einfahren zu können.

  • Bei der Vorbereitung wird eine Pflanzgrube von cm 1m Breite und 60 cm Tiefe ausgehoben - die Größe richtet aber natürlich auch nach dem Pflanzgut und der Bodenbeschaffenheit.
  • Größere Steine sollten aus der Erde entfernt werden.
  • Es ist zu beachten, ob der Boden zum Beispiel sandig, steinig oder tiefgründig ist, ob man wurzelnackte Pflanzen oder Containerpflanzen setzt. Die Pflanzgrube wird mit humusreicher und mit Nährstoffen angereicherter Erde gefüllt.
  • Beschädigte Baumwurzeln sollten weggeschnitten werden, damit sie später nicht abfaulen.
  • Beim Pflanzen von Obstbäumen ist auf jeden Fall um den Stamm herum eine Baumscheibe anzulegen.
  • Vor allem wenn der Baumstamm noch sehr dünn ist, sollte man einen Stützpfahl (bis zum Ansatz der Krone) anbringen und den Baumstamm daran befestigen.

Tipp: Am besten setzt man Obstbäume im Herbst (vor dem ersten Frost), so können sich die Wurzeln an den Boden anpassen und sind dann im Frühling optimale, angewachsen, für die Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Baumscheiben – richtig anlegen und pflegen

Die Größe der Baumscheibe (=der Bereich der einen Baum umgibt) richtet sich nach dem Typ des Baumes, das heißt danach, wie groß die Baumkrone werden wird. Das bedeutet, dass ein Säulen- oder Spindelbaum eine bedeutend kleinere Baumscheibe haben wird als beispielsweise ein Halbstamm.

Tipp: Der Durchmesser der Baumscheibe soll genau so groß sein wie der Durchmesser der Baumkrone.

Diese Baumscheiben müssen gepflegt werden. Sie sind unkrautfrei und der Boden locker zu halten. Dies kann man durch Unkrautjäten und Hacken erreichen. Die Unkrautvernichtung ist auch durch Ausbringen von Herbiziden möglich. Besser ist es aber, die Baumscheibe zu mulchen.

Mulchen – Schützen und Düngen zugleich

Mulchen bedeutet, eine Schicht aus organischem Material anzulegen. Gut geeignet sind Grasschnitt, Stroh, Laub, Holzspäne, zerkleinertes Papier oder Pappe sowie Gartenabfälle.

Die Abdeckung kann auch durch Flächenkompostierung erfolgen: Halb verrotteter Kompost wird aufgebracht und dann noch mit einer dünnen Mulchschicht aus Grasabschnitt oder Rindenmulch abgedeckt. Diese Schutzdecken halten den Boden offen und warm. Sie verhindern ein zu schnelles Austrocknen bei großer Hitze oder Wind.

Mulchen von Obst-und GemüsegartenEbenso wie Gemüsegärten, müssen auch die Obstgärten gemulcht werden. (Foto by: © lithiumphoto / fotolia.com)

Bodenorganismen und Kleinlebewesen fühlen sich wohl und sorgen für eine gute Bodengare. Bei schweren Regenfällen wird der Boden nicht verdichtet.

Gleichzeitig hat das Mulchen auch noch eine düngende Wirkung, da die Mulchdecke mit der Zeit kompostiert und deshalb immer wieder aufgefüllt werden muss.

Es gilt jedoch zu beobachten, ob bei geringen Niederschlagsmengen die Mulchschicht gut durchfeuchtet wird und der Boden genügend Wasser erhält.

Tipp: Im Sommer sollte man, vor allem junge Obstbäume, 1 bis 2 mal in der Woche gießen.

Bodenpflege unter Beerensträuchern

So wie die Baumscheiben gepflegt werden, ist auch die Pflege des Bodens unter den Beerensträuchern durchzuführen. Viele der kultivierten Arten wie auch die Johannisbeersträucher bilden sehr viele Wurzeln direkt unter der Erdoberfläche. Sie nehmen darüber Wasser und Nährstoffe auf, sind aber zugleich auch anfällig auf Wurzelverletzungen bei der Bodenpflege. Deshalb ist eine schützende Schicht, eine Mulchdecke, von immenser Bedeutung.

Gründüngung

Eine weitere Möglichkeit der Bodenpflege unter Obstbäumen ist die Gründüngung. Es werden bestimmte Pflanzenarten, die den Boden mit Nährstoffen anreichern oder auflockern, auf der Baumscheibe angebaut. Meist wird eine Saatmischung, die im Fachhandel erhältlich ist, ausgesät.

Die dicht wachsende Pflanzendecke schützt den Boden vor Wind und starker Sonne und unterdrückt das Auflaufen von unerwünschten Unkräutern.

Die Gründüngerpflanzen werden nach der Reife abgeschnitten und als Mulchmaterial verwendet und führen dann dem Boden wieder Nährstoffe zu.


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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Ich bin ganz begeistert vom Mulchen. Man muss dadurch viel weniger gießen und der Boden darunter ist so weich von den vielen Regenwürmern.

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