Welches Kochfeld ist das richtige für mich?

Ohne Herd geht es nur in den allerwenigsten Küchen. Mittlerweile läuft hier das Induktionskochfeld dem klassischen Elektroherd mit Ceran-Oberfläche langsam aber stetig den Rang ab. Bevor man nun eine Entscheidung trifft, sollte man aber einige wichtige Faktoren berücksichtigen und durchdenken.

Bei der Anschaffung eines neuen Herdes, sollte man einige Dinge bzw. Fragen beachten. Bei der Anschaffung eines neuen Herdes, sollte man einige Dinge bzw. Fragen beachten. (Foto by: ccat82 / Depositphotos)

Induktion, Elektro oder Strahlungsheizung?

Die Vorteile von Gas und Elektro gebündelt findet man beim Induktionskochfeld, das größte Plus ist hier auf jeden Fall die hohe Geschwindigkeit gepaart mit geringem Stromverbrauch. Dazu ist es auch noch besonders pflegeleicht.

Induktionsherd:

  • Die Hitze ist hier sehr schnell aufgebaut, allerdings auch genauso schnell wieder weg, die Zwischenstufen lassen sich allerdings angenehm regulieren.
  • Nachteilig ist auf jeden Fall, dass das verwendete Kochgeschirr ferromagnetisch sein muss und das Nachziehen von Gerichten mit Restwärme hier fast gänzlich wegfällt.
  • Viele Induktionskochfelder verfügen über praktische Zusatzfunktionen wie einen Booster, Topferkennungen oder Zusammenschaltungen von Kochzonen.

Elektroherd:

  • Der Elektroherd hingegen ist der Klassiker unter den Kochfeldern und im Regelfall deutlich günstiger als die Induktionsvariante.
  • Spezielle Töpfe oder Pfannen sind hier nicht erforderlich, das vorhandene Kochgeschirr kann auf jeden Fall eingesetzt werden.
  • Neuere Geräte besitzen mittlerweile auch zumeist „Extra Speed“-Funktionen, damit auch hier die Aufheizzeit verringert werden kann.
  • Allerdings reagieren klassische Elektrokochfelder vor allem im Vergleich zu Induktion ein wenig langsam und sie werden sehr heiß, weshalb Speisereste auch leichter einbrennen können.

In den vergangenen Jahren haben sich Strahlungsheizkörper in Verbindung mit Glaskeramik bewährt, aber der Vormarsch der Induktionkochfelder lässt sich kaum aufhalten.

Wie viele Kochflächen brauche ich?

Zum Kochen mit Induktion benötigt man auch spezielle, ferromagnetische Kochtöpfe. Zum Kochen mit Induktion benötigt man auch spezielle, ferromagnetische Kochtöpfe. (Foto by: monticello / Depositphotos)

Der Großteil der Kochfelder ist standardmäßig mit 4 Platten ausgestattet und findet sich auch in den meisten Küchen. Wenn allerdings die Küche sehr klein ist und ohnehin nur wenig Platz vorhanden ist, lohnt es sich zugunsten von mehr Arbeitsfläche auf 4 Platten zu verzichten und sich für ein Kochfeld mit nur zwei Platten zu entscheiden.

Wenn man beinahe täglich und für viele Personen kocht, kann man auch ein großes Kochfeld mit 6-8 Platten, so wie es auch in vielen Gastronomiebetrieben zu finden ist, andenken, denn dann läuft das Kochen auf jeden Fall flüssig.

Drehknopf oder Touchpad?

Der klassische Drehknopf hat mittlerweile schon länst große Konkurrenz bekommen und es gibt ausreichend Alternativen, womit für fast jeden Geschmack etwas dabei ist.

  • Ein Drehknopf an der Front anstatt seitlich ermöglicht einen schnelleren Zugriff, abnehmbare manetische Drehknöpfe sind eine gute Alternative für alle, die gerne eine freie Kochfläche aber keine Touchfelder nutzen wollen.
  • Touchpads wiederum lassen sich stufenweise antippen oder mittels Schieber regulieren, sie sind intuitiv und einfach, allerdings sollten die Finger sauber und trocken sein, damit die Bedienung auch ohne ärgern funktioniert.

Einbau und Größe: Das muss ich wissen

Egal welcher Herd es sein soll, wichtig ist natürlich auch eine einfache Bedienung. Egal welcher Herd es sein soll, wichtig ist natürlich auch eine einfache Bedienung. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

Kochfelder ohne Backrohr gibt es von ca. 30 bis 90 cm Breite. Diese können entweder mit einem Stahlrahmen oder geschliffener Kante aufgesetzt werden. Wem dies nicht gefällt, der kann sie auch bündig in die Arbeitsfläche einlassen.

Panoramakochfelder sind circa 90 cm breit und nur 42 cm tief, haben aber dafür meist Abzugshauben dabei, die direkt hinter den Kochfeldern in der Arbeitsplatte versenkt werden. 

Bei der Planung ist auf jeden Fall zu beachten, dass die Technik eine gewisse Einbautiefe voraussetzt, wenn sie daher unter dem Kochfeld zum Beispiel eine Schublade einbauen wollen, muss die Arbeitsplatte über eine gewisse Mindestdicke verfügen (bei Induktion sollten es zumindest 3 cm sein).

Glaskeramik: Das bevorzugte Material

Wer sich für einen klassischen Elektroherd entscheidet, setzt heutzutage zumeist auf Ceran.

Hinter diesem bekannten Markennamen verbirgt sich eigentlich ein pflegeleichtes Glaskeramikfeld, das beim reinigen keine großen Probleme bereitet. Es arbeitet schneller und deutlich effizienter als herkömmliche gusseiserne Kochplatten.

Glaskeramik kommt auch bei Induktionsfeldern zum Einsatz, allerdings arbeiten hier magnetische Ströme anstelle von Wärmestrahlung, weshalb sich das Kochfeld selbst nicht erhitzt und die Verbrennungsgefahr hier sehr gering ist.

Mit diesen einfachen Fragen finden Sie das ideale Kochfeld für Ihre Bedürfnisse!


Bewertung: Ø 4,0 (6 Stimmen)

User Kommentare

Katerchen

Ich verwende viel die zusätzliche Kochplatte mit Induktion. Das geht viel schneller als mit den Elektroplatten und das Induktionsfeld reagiert blitzschnell.

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Maarja

Ich koche auf verschiedenen Herden und finde, dass das reine Gewohnheitssache ist. Den Induktionsherd liebe ich besonders weil er so schnell reagiert. Es kocht sich damit so virtuos

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Katerchen

Ich habe mir zusätzlich zum Elektroherd noch eine mobile Kochplatte mit Induktion angeschafft. Diese beiden Herdarten ergänzen sich sehr gut.

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Maarja

Danke für den Artikel. Mein Herd ist schon in die Jahre gekommen. Wenn was kaputt geht wird nicht mehr repariert. Dann gilt es zu überlegen 🤔

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Thanya

Da ich in einer Mietwohnung wohne, habe ich nur einen Elektroherd. Im Eigenheim würde ich mich aber auf jeden Fall für einen Induktionsherd entscheiden. Ein weiterer Vorteil ist, dass sich Kinder nicht so leicht verbrennen können. In meiner alten Wohnung (wo ich mehr Platz auf der Arbeitsplatte hatte) hatte ich neben dem Elektroherd eine Induktionsplatte, die man per Steckdose versorgen kann, stehen. Diese habe ich verwendet, wenn ich etwas "scharf" anbraten wollte. Auch das funktioniert bei der Induktionskochplatte nämlich besser. Zutaten, die beim Elektroherd viel wässern würden und dann mehr dahindünsten als braten, kann man auf der Induktionskochplatte besser anbraten. Zum Wasser aufkochen empfiehlt sich die Induktionskochplatte ebenfalls.

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Paradeis

Wir kochen auf einem normalen Elektroherd mit Ceranfeldern und sind damit zufrieden. Das Backrohr hat mehrere Funktionen.

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Pesu07

Wir haben noch den klassischen Elektroherd - Ceran und sind auch am überlegen, ob wir uns demnächst einen Induktionsherd zulegen sollen.

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MaryLou

TouchPad möchte ich nicht haben. Mir gefällt es den Drehknopf zu betätigen, da weiß ich das nichts schiefgeht.

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Maisi

Ich liebe mein Induktionsfeld, man kann so schnell damit kochen, seit ich dieses habe, nutze ich nicht mal mehr einen Wasserkochenr.

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MaryLou

Wasserkocher ist wirklich unnötig beim Induktionskochfeld. Ich habe mir zu meinem Herd Induktionskochfelder dazugekauft um draußen damit zu kochen.

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Martina1988

Da muss ich dir zustimmen. Ich könnte mir kein anderes Kochfeld mehr vorstellen. Vor allem mit der Boostfunktion kocht das Wasser schneller, als in einem Wasserkocher.

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MaryLou

Ich habe einen Herd von Mi..e mit einem Ceranfeld und bin auch noch am überlegen ob ich das Ceranfeld gegen ein Induktionskochfeld austauschen sollte.

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