Wortzahl, Struktur, Inhalt? Worauf es bei guten Rezepttexten ankommt

Wer ein Rezept sucht, möchte meistens vor allem eines: möglichst schnell wissen, welche Zutaten gebraucht werden und wie die Zubereitung funktioniert.

Wortzahl, Struktur, Inhalt? Worauf es bei guten Rezepttexten ankommt Foto IgorVetushko / depositphotos.com

Trotzdem besteht ein guter Rezeptbeitrag längst nicht mehr nur aus einer Zutatenliste und ein paar Arbeitsschritten. Hinweise zur richtigen Konsistenz, mögliche Alternativen, passende Beilagen oder Erfahrungen aus der eigenen Küche können dabei helfen, dass ein Gericht am Ende wirklich gelingt.

Wie ausführlich dieser Begleittext sein sollte, hängt stark vom jeweiligen Rezept ab. Ein schnelles Nudelgericht braucht meist weniger Erklärungen als ein aufwendiger Kuchen, bei dem Temperatur, Ruhezeiten und die Beschaffenheit des Teigs eine wichtige Rolle spielen. Wer beim Schreiben überprüfen möchte, wie umfangreich der eigene Beitrag inzwischen geworden ist, kann dafür einen Word Counter nutzen. Die Wortzahl dient dabei jedoch eher als Orientierung – entscheidend bleibt, ob die zusätzlichen Informationen für das Nachkochen tatsächlich hilfreich sind.

Warum Länge allein noch keinen guten Rezepttext ausmacht

Eine bestimmte Wortzahl zu erreichen, sollte niemals das eigentliche Ziel eines Rezepttextes sein, sondern höchstens eine grobe Orientierung. Wichtiger als die reine Länge ist, ob jeder Absatz einen echten Mehrwert bietet, etwa eine Erklärung, warum eine bestimmte Zutat verwendet wird, ein Hinweis auf mögliche Ersatzprodukte oder eine Einschätzung, wie sich ein Gericht am besten servieren lässt. Künstlich aufgeblähte Einleitungen, die immer wieder dieselben Informationen in leicht veränderter Form wiederholen, verärgern Leserinnen und Leser eher, als dass sie zusätzlichen Nutzen stiften.

Besonders bei Rezepten, die auf persönlicher Erfahrung beruhen, lohnt es sich, tatsächliche Beobachtungen aus der eigenen Küche einzubauen, etwa welche Konsistenz ein Teig zu einem bestimmten Zeitpunkt haben sollte oder wie sich ein Gewürz je nach Marke im Geschmack unterscheiden kann. Solche konkreten Details lassen sich kaum künstlich auffüllen und heben einen Text deutlich von austauschbaren, oberflächlichen Beschreibungen ab. 

Was in eine gute Rezepteinleitung gehört

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Nicht jedes Rezept braucht eine lange Geschichte. Ein paar passende Informationen können den Einstieg aber deutlich hilfreicher machen. Dazu gehören zum Beispiel der Anlass für das Rezept, eine Besonderheit des Gerichts oder ein kurzer Hinweis darauf, worauf es bei der Zubereitung besonders ankommt. Auch Angaben zur Zubereitungszeit oder zum Schwierigkeitsgrad helfen dabei, das Rezept schnell einzuschätzen.

Welche Informationen sinnvoll sind, hängt immer vom jeweiligen Gericht ab. Bei einem saisonalen Rezept kann ein Hinweis zur Verfügbarkeit der Zutaten passen, bei einem leichten Gericht vielleicht eine kurze Information zu den Nährwerten. Auch Empfehlungen für Beilagen oder mögliche Varianten sind hilfreich. Wichtig ist nur, dass diese Ergänzungen wirklich zum Rezept gehören und nicht lediglich eingefügt werden, um den Text länger wirken zu lassen.

So bleibt ein Rezept übersichtlich

Viele Leserinnen und Leser möchten zuerst einen Blick auf die Zutaten werfen und schnell mit dem Kochen beginnen. Deshalb sollte ein Rezept so aufgebaut sein, dass alle wichtigen Informationen leicht zu finden sind. Zwischenüberschriften, kurze Absätze und eine gut sichtbare Zutatenliste erleichtern die Orientierung.

Auch die Zubereitungsschritte sollten in einer klaren Reihenfolge stehen. Gerade für Menschen mit wenig Kocherfahrung ist es wichtig, dass keine scheinbar selbstverständlichen Arbeitsschritte fehlen. Hinweise zur richtigen Temperatur, Konsistenz oder Garzeit können dabei oft hilfreicher sein als eine besonders ausführliche Einleitung.

Fotos können den Text zusätzlich unterstützen. Zeigt ein Bild zum Beispiel, wie ein Teig nach dem Kneten aussehen sollte, muss dieser Schritt nicht unnötig lang beschrieben werden. Bild und Text sollten sich deshalb ergänzen, statt dieselben Informationen doppelt wiederzugeben. 

Wie wichtig ist die Wortzahl für Suchmaschinen?

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Ein ausführlicher Rezepttext kann bei Suchmaschinen durchaus von Vorteil sein. Das bedeutet allerdings nicht, dass ein Beitrag automatisch besser wird, nur weil er besonders viele Wörter enthält. Wer vor dem eigentlichen Rezept erst mehrere Absätze ohne hilfreiche Informationen lesen muss, verliert schnell die Geduld und verlässt die Seite möglicherweise wieder.

Deshalb sollte nicht die Länge, sondern der Nutzen des Textes im Vordergrund stehen. Bei einem einfachen Gericht, das in wenigen Schritten zubereitet ist, reicht oft eine kurze Einleitung mit den wichtigsten Tipps. Ein aufwendiges Festessen, ein empfindlicher Germteig oder ein Rezept mit ungewöhnlichen Zutaten braucht dagegen meist etwas mehr Erklärung.

Für Rezeptseiten kann es sinnvoll sein, eine grobe Linie für Aufbau und Umfang festzulegen. Diese sollte aber genügend Spielraum lassen, denn nicht jedes Gericht lässt sich nach demselben Schema beschreiben. Statt für jeden Beitrag eine feste Wortzahl anzustreben, ist es besser, genau die Informationen aufzunehmen, die Leserinnen und Leser beim Einkaufen, Vorbereiten und Kochen tatsächlich brauchen.


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User Kommentare

Katerchen

Ein interessanter Artikel für Alle, die selbst Rezepte schreiben und sie hochladen möchten. Bei Kochbüchern liebe ich manchmal gute Geschichten zum jeweiligen Rezept.

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Pesu07

Eine klar gegliederte Zutatenliste, eine übersichtliche Beschreibung des Rezeptes und auch ein Foto vom Gericht - so sollte für mich ein Rezept aussehen.

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