Sauerteig Basics

Viele Hobbybäcker schwören auf Sauerteig, denn Sauerteig ist das i-Tüpfelchen für ein wirklich gutes Brot. Er ist fixer Bestandteil der Backstube, aber auch ein prekäres Vorhaben für Anfänger. Doch hat man mal den Dreh heraus, macht es umso mehr Spaß den Teig zu vermehren und sein eigenes Brot damit zu backen.

Sauerteig BasicsAus einem Sauerteig entsteht ein herrlich knuspriges, selbstgebackenes Brot. (Foto by: Gutekueche.at)

Der Duft von frischem Brot ist einfach unwiderstehlich. So auch die Freude, es aus dem Ofen zu holen. Doch wie gelingt ein herrlich knuspriges Brot ohne viel Aufwand? Zu aller erst benötigt man Zeit und Geduld, denn wer ein wirklich geschmacklich gutes Brot zaubern möchte, sollte einen Sauerteig ansetzen.

Dieser Teig benötigt mindestens 4 Tage zum Reifen und Gedeihen. Am 5. Tag kann dann köstliches Brot oder anderes beliebiges Backwerk aus Sauerteig gebacken werden.

In unserer Sauerteig Anleitung findet man die dazugehörigen Basics bis hin zum eigenen gebackenen, herrlich duftenden Brot:

Zutaten für den Sauerteigansatz

  • 200 g Roggenmehl (Typ 960)
  • 200 ml Wasser (zimmerwarm)

Küchenutensilien

  • Schraubglas mit Deckel (sterilisiert)
  • Kochlöffel (sterilisiert)
  • Tuch oder Frischhaltefolie zum Abdecken

Herstellung

Tag 1:

Sauerteig Tag 1Am 1. Tag die Zutaten Mehl und Wasser verrühren, abdecken und stehen lassen. (Foto by: Gutekueche.at)

Von den oben angeführten Zutaten 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser in einer Schüssel mit einem Kochlöffel gut verrühen. Diese Masse mit einem Küchentuch zudecken und bei Zimmertemeratur für 24 Stunden stehen lassen.

Tag 2:

Sauerteig Tag 2Am 2. Tag sieht der Sauerteig anfangs etwas hart aus. (Foto by: Gutekueche.at)

Nach den 24 Stunden das Geschirrtuch entfernen und erneut 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser zufügen. Nochmals gut mit dem Kochlöffel verrühren. Wieder mit einem Geschirrtuch abdecken und erneut 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 3:

Sauerteig Tag 3Am 3. Tag bilden sich die ersten sichtbaren Luftbläschen. (Foto by: Gutekueche.at)

Nochmals das Geschirrtuch entfernen, 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser zufügen. Wieder mit dem Kochlöffel gut verrühren. Abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

WICHTIG

  • Es bilden sich bereits die ersten Luftbläschen
  • Riecht er leicht säuerlich, ist alles gut gegangen. Riecht er verdorben muss der Teig entsorgt werden.

Tag 4:

Sauerteig Tag 4Am 4. Tag hat der Sauerteig eine schöne Größe erreicht. (Foto by: Gutekueche.at)

Nun zum letzten Mal 50 g Roggenmehl und 50 ml Wasser hinzugeben, verrühren, abdecken und 24 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Tag 5

Sauerteig Tag 5Am 5. Tag kommt der Sauerteig in ein Schraubglas und der Rest kann zum Brot backen verwendet werden. (Foto by: Gutekueche.at)

Heute ist der große Tag an dem der Sauerteig fertig ist. Und nicht nur das. Jetzt besteht die Möglichkeit, ihn zu teilen. Das heißt, ein Teil wird für das Brot backen verwendet und ein Teil kommt in das vorbereitete Schraubglas, in den Kühlschrank.

Brot backen mit Sauerteig

Brot aus SauerteigEin Sauerteigbrot wie vom Bäcker, schmeckt und ist ein tolles Backerlebnis. (Foto by: Gutekueche.at)

Sein eigenes Brot mit Sauerteig zu backen, sollte unbedingt mal ausprobiert werden. Eine genaue Anleitung zum Brot backen mit Sauerteig erfährst du in unserer Schritt für Schritt Anleitung:

Brot backen mit Sauerteig

Die weitere Verwendung

Sauerteig weitere VerwendungDer restliche Sauerteig kommt in das Schraubglas und in den Kühlschrank. (Foto by: Gutekueche.at)

Der Sauerteigansatz hält sich im Kühlschrank, gut verschlossen bis zu vier Wochen. Will man dann erneut sein eigenes Brot backen, muss der Sauerteigansatz aktiviert bzw. "gefüttert" werden:

Dazu den Sauerteigansatz aus dem Kühlschrank nehmen und auf Zimmertemperatur bringen.

Dann "füttert" man den Ansatzteig erneut mit

  • 100 g Roggenmehl (Typ 960)
  • 100 ml Wasser (lauwarm)

und läßt den Sauerteig für 8-12 Stunden bei Zimmertemperatur stehen. Dabei sollten sich erneut Luftbläschen (Säurebakterien) bilden. Der Sauerteig ist nun aktiv und backfähig.

Die benötgite Menge Sauerteig wieder zum ausgewählten Rezept geben, den Rest wieder als Ansatz, gut verschlossen in einem Schraubglas in den Kühlschrank stellen.

Dieser Vorgang kann beliebig lange, ja sogar Jahrelang wiederholt werden. Dennoch wird empfohlen aus hygienischen Gründen bzw. nach einem halben Jahr wieder einen neuen Sauerteig anzsetzen.

Sauerteig trocknen

Eine weitere Variante um Sauerteig aufzubewahren ist, eine einfache Trocknungsmethode:

  • Dazu dem Sauerteigansatz soviel Roggenmehl zufügen, bis ein sehr fester Teig entsteht.
  • Diesen Teig mit einem Nudelholz 2 cm dick ausrollen und einige Tage trocknen lassen.
  • Danach den getrockneten Teig mit den Händen fein zerbröseln und die Krümel zu Pulver verarbeiten, das Pulver trocken in einem sauberen Schraubglas aufbewahren.

Getrockneten Sauerteig verwenden

  • 10 g Sauerteigpulver
  • 100 g Roggenmehl (Typ 960)
  • 120 ml Wasser (lauwarm)

Sauerteigpulver, Roggenmehl und Wasser in einer Schüssel verrühren, mit einem Tuch zudecken und für mindestens 24-30 Stunden bei Zimmertemperatur stehen lassen. Es zeigen sich erst Bläschen im Teig. Danach kann der Sauerteig wie gewohnt nach Rezept verwendet werden.

Beachtenswertes

  • Normalerweise wird für Sauerteig Roggen-Vollkornmehl verwendet. Es kann aber auch Weizen- oder Dinkelmehl verwendet werden.
  • Bei der Herstellung von selbstgemachtem Sauerteig ist es besonders wichtig, auf Sauberkeit zu achten. Ein kleines Krümelchen kann den kompletten Teig verderben. Daher sollten Schraubgläser, Schüssel und Kochlöffel zu 100 Prozent sauber sein, am besten frisch aus dem Geschirrspüler.

Fazit

Die Zubeitung ist kinderleicht, da nur zwei Zutaten für den Sauerteig nötig sind.

Mit dem übrigen Sauerteig der in den Kühlschrank kommt, spart man viel Zeit da der Sauerteig nicht erst reifen muss, sondern bereits vorbereitet ist und für Brotrezepte verwendet werden kann.

Ein Brot aus Sauerteig schmeckt sehr knusprig und luftig zugleich, es ist ein herrliches Erlebnis sein eigenes Brot aus dem Ofen zu holen.


Bewertung: Ø 4,5 (12 Stimmen)

User Kommentare

MaryLou
MaryLou

In diesem Artikel ist die Zubereitung von einem Sauerteig wirklich sehr schön beschrieben. Ich bin schon gespannt, morgen sollte meiner fertig sein.

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Millavanilla
Millavanilla

Die Zubereitung eines Sauerteiges ist wirklich nicht schwer. Das Wichtigste dabei ist immer die Sauberkeit - sonst wird es nichts! :-)

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Artelsmair
Artelsmair

Hab schon oft versucht zu einem passenden Rezept für Sauerteig zukommen. Nun bin ich hier fündig geworden.

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