Intervallfasten

Abnehmen ohne auf die gewohnten Lebensmittel verzichten zu müssen? Das geht! Intervallfasten wird beim Abnehmen derzeit immer beliebter und das aus gutem Grund: Beim Intervallfasten müssen weder Kalorien gezählt, noch ganz spezielle Lebensmittel vermieden werden.

IntervallfastenAbnehmen mit Intervallfasten ist total einfach und macht Spaß. (Foto by: pressmaster / Depositphotos.com)

Was versteht man unter Intervallfasten?

Viele Menschen fühlen sich unwohl in ihrer Haut und möchten gerne abnehmen. Dabei versuchen sie es oft mit einer klassischen Diät, welche aufgrund von zahlreichen Einschränkungen nur selten den gewünschten Erfolg bringt.

Intervallfasten bietet eine Möglichkeit erfolgreich Gewicht zu verlieren, ohne dabei auf die gewohnten Lebensmittel verzichten zu müssen. Beim Intervallfasten werden lediglich die Zeiten für die Nahrungsaufnahme festgelegt.

Es gibt somit bestimmte zeitliche Intervalle, in denen die Nahrungsaufnahme stattfindet und solche, in denen gefastet wird. Dadurch werden dem Körper vermehrt sogenannte "Ruhezeiten" zur Verfügung gestellt.

Die Zeiten, in denen er nicht mit der Verarbeitung von aufgenommener Nahrung beschäftigt ist, kann er für andere Stoffwechselprozesse nutzen. Der Körper wird dadurch gereinigt und kann eingelagertes Fett erfolgreich verbrennen.

Nicht nur auf das Körpergewicht, sondern auch auf die Gesundheit konnten in wissenschaftlichen Studien ausschließlich positive Ergebnisse festgehalten werden.

Methoden und Anleitung zum Intervallfasten

Beim Intervallfasten gibt es zwei gängige Methoden, welche in sich jedoch auch noch veränderbar sind. Die bekanntesten Methoden sind die sogenannte 8:16 und die 5:2 Methode.

8:16 Methode

  • Die 8:16 Methode bezieht sich auf den Tagesablauf und schreibt vor, dass rund 8 Stunden am Tag regelmäßig etwas gegessen und 16 Stunden lang gefastet wird.
  • Die Uhrzeiten sind dabei frei wählbar und können individuell auf den eigenen Tagesrhythmus angepasst werden. So kann das Fasten beispielsweise zwischen 18:00 Uhr abends und 10:00 Uhr morgens liegen.
  • In dieser Zeit dürfen keine Nahrungsmittel und auch keine kalorienlastigen Getränke zu sich genommen werden. Zwischen 10:00 und 18:00 Uhr wird dann ganz normal gegessen und getrunken.
  • Welche Lebensmittel konsumiert werden, ist dabei jedem selbst überlassen. Natürlich ist dabei aber eine gesunde und ausgewogene Ernährungsweise empfehlenswert.
  • Wem dieses Konzept noch zu schwer erscheint, kann beim Fasten auch mit einem kleineren Intervall beginnen und beispielsweise nur 14 oder 12 Stunde lang fasten.
  • Wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass bereits ein 12-Stündiges Fastenintervall positive Effekte auf die Gesundheit sowie die Gewichtsabnahme gezeigt hat.

5:2 Methode

  • Die 5:2 Methode bezieht sich hingegen nicht auf den Tagesablauf, sondern auf bestimmte Fastentage innerhalb einer Woche. Hierbei wird an 5 Tagen in der Woche die gewohnte Ernährungsweise fortgeführt.
  • An 2 Tagen wird dann gefastet. Fasten bedeutet hierbei, dass an diesen Tagen maximal 500 Kalorien aufgenommen werden.
  • Die Uhrzeiten sind dabei ohne Bedeutung – es zählt nur der gesamte Tagesumsatz.
  • Auch hierbei sind die Tage frei wählbar und können individuell festgelegt werden.
  • Besonders geeignet sind Vitaminhaltige Säfte und Smoothies, um den Körper trotz der geringen Kalorienzufuhr mit genügend Nährstoffen zu versorgen.
  • Auch die Bewegung sollte an diesen Tagen nicht zu kurz kommen.

Vor- und Nachteile beim Intervallfasten

5:2 oder die 8:16 MethodeBeim Intervallfasten sind alle Lebensmittel erlaubt. (Foto by: sonyakamoz / fotolia.com)

Vorteile:

  1. keine Lebensmitteleinschränkungen und Verbote
  2. folgt einfachen Prinzipien und lässt sich in der Regel leicht im Alltag umsetzen
  3. Essenszeiten und Zeiten für das Fasten sind frei wählbar und können jederzeit angepasst werden
  4. im Vergleich zu Diäten einfacher durchzuhalten, da außerhalb der Fastenzeiten alles gegessen werden darf
  5. Intervallfasten ist zeitsparend, da hierbei im Grunde genommen weniger Mahlzeiten aufgenommen werden und zubereitet werden müssen

Nachteile:

  1. manchmal kann es aufgrund von festen Essenszeiten (z. B. In Familien oder im Job) schwieriger sein, die Zeiten für das Fasten einzuhalten
  2. es ist stets darauf zu achten, dass aufgrund der bevorstehenden Fastenperioden während der Essenszeiten nicht mehr gegessen wird als gewöhnlich

Für wen eignet sich das Intervallfasten?

Das Intervallfasten eignet sich nicht nur für Menschen, die abnehmen möchten, sondern auch für jene, die ihre Gesundheit verbessern möchten. Prinzipiell ist das Intervallfasten für jeden geeignet.

Allerdings gibt es ein paar wenige Risikogruppen, für welche die Effekte des Intervallfastens wissenschaftlich bislang nicht ausreichend untersucht worden sind.

Risikogruppen, für welche das Intervallfasten aufgrund der fehlenden Befunde weniger geeignet ist:

  • Kinder und Jugendliche
  • Senioren
  • schwangere und stillende Frauen
  • Menschen mit chronischen Erkrankungen, z. B. Diabetes
  • Menschen mit einer Essstörung, Schilddrüsenerkrankung oder anderen Erkrankungen

Fazit

Für Menschen, welche nicht zu den oben genannten Risikogruppen gehören, ist Intervallfasten in jedem Fall eine hilfreiche und einfache Methode um abzunehmen.

Ob sich dafür die 5:2 oder die 8:16 Methode besser eignet, ist jedem selbst überlassen. Experten empfehlen, die verschiedenen Methoden einfach mal auszuprobieren.

Viele Menschen sind mit den Effekten des Intervallfastens so zufrieden, dass sie es dauerhaft in ihr Leben integriert haben.


Bewertung: Ø 4,1 (20 Stimmen)

User Kommentare

Maisi
Maisi

Ich habe mal für 2 Monate Intervallfasten gemacht und auf das Frühstück verzichtet, hat super geklappt, habe abgenommen und war nicht hungrig. Leider kam dann der Stress und ich hab nicht mehr durchgehalten.

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Millavanilla
Millavanilla

Vielen Dank für den tollen Artikel. Die 8:16 Methode finde ich sehr gut, sie lässt sich auch sehr gut in meinem Alltag anwenden.

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Wanesser
Wanesser

Interessanter Artikel zu den fasten Varianten. Ich persönlich würde dann doch eher die 8/16 Variante vorziehen

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sapralott
sapralott

Ich mache seit Mitte Dezember Ess-Fasten. Ein Tag essen, einen Tag nichts essen. Geht ganz gut, Blutwerte sind verbessert...und 10 kg sind weg. Ich werde noch einige Zeit weitermachen und dann evt. auf 5/2 umsteigen. Aber Fastentage werde beibehalten. Bin zufrieden ....und die Fastentage bieten mehr Freitzeit.

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puersti
puersti

Das mit der Freizeit ist auch eine gute Motivation. Ich persönlich finde die 8:16 Methode allerdings leichter durchführbar.

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Jeloschnecke
Jeloschnecke

Danke für den interessanten Artikel. Die Erklärungen sind gut verständlich, da ich mich schon auf anderen Seiten mit der Methode 8:16 auseinandergesetzt habe. Was mich noch interessieren würde, ist es auch möglich die 8 Stunden essen individuell zu verschieben, wenn z. B. eine Familienfeier am Abend ansteht?

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Goldioma
Goldioma

Werde auch diesen Abstand 8/16 einzuhalten versuchen. Ich muß eigentlich nicht direkt abnehmen, aber 2-3 kg weniger wären doch fein.

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tamarafabsits1
tamarafabsits1

Hallo, ich mache seit 2 Wochen 8/16, natürlich kannst du deine Essens und Fastenzeiten verschieben, wichtig ist die 16 Std Fastenzeit einzuhalten, wann du diese hast ist dir überlassen. Ansonsten solltest du die Zeiten schon regelmäßig beibehalten, aber Ausnahmen sind kein Problem, wenn eine Feier ansteht.

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