Wein & Speisen
Die Frage welcher Wein zu welchem Essen passt, ist gar nicht so wichtig wie man vielleicht denken würde. Entscheidender ist es, dass sich beide im Geschmack unterstützen und es einem persönlich schmeckt.

Es ist eine der genußvollsten Streitfragen, die seit hunderten von Jahren Feinschmecker und Köche, Winzer und Kellermeister in lebhafte und kalorienreiche Tafelschlachten ziehen läßt.
Welcher Wein zu welchem Essen?
Eine allgemeingültige Antwort gibt es nicht, wird es auch nie geben.
Die unendliche Vielfalt der Weine, der Speisen, und nicht zuletzt der Menschen, die beides genießen, schließt dies aus.
Sie lädt uns andererseits ein, immer neue Variationen, Entwicklungen und Kompositionen aus Küche und Keller zu entdecken.
Es lebt sich einfacher nach dem Motto:
Trink den Wein der dir am besten schmecht und achte
dabei nicht auf irgendwelche Vorgaben oder Prinzipien!
Wein-Basics

- Wein soll den Geschmack einer Speise unterstreichen, nicht überdecken.
- Wein-/und Speisenfolge soll in Aroma und Gehalt/Fülle eine Steigerung erfahren.
- Alkohol erhöht den Eindruck von Süße und verstärkt die Wirkung von Gewürzen.
- Stark fetthaltige Speisen sind bekömmlicher mit Weinen, die reich an Säure, Gerbstoff und Alkohol sind.
- Kräftig gewürzte Speisen schmecken in Verbindung mit alkoholreichen Weinen noch kräftiger.
- Kohlensäure im Wein (Sekt, etc.) verdeckt teilweise die Süße-Empfindung.
- In Verbindung mit Speisen wirken Schaumweine süßer, als sie tatsächlich sind.
- Salz steigert die Wahrnehmung von Aroma-/ Bitterstoffen in Wein und Speisen.
- Salate: Die Säure des Essigs/ Zitrone/ Tomaten überdeckt die fein ausgewogene Säure in den meisten Weinen. Ausnahme, Weine mit hohem Säuregehalt, z.B. Chenin blanc, Loire.
- Eier: Bestandteile des Dotters versiegeln die Geschmacks-Knospen der Zunge und lassen Weine manchmal metallisch schmecken.
- Artischocken: Sie enthalten Cynarin, das Wein viel süßer, oder metallisch schmecken lässt.
- Beim Essen sollte der Wein lediglich die zweite Geige spielen. Er soll die Aromen des Essens zur Geltung bringen und unterstützen.
Wichtig ist, daß sich Wein und Essen ergänzen und nicht gegenseitig konkurieren.
Es kann eigentlich nur eine Empfehlung gegeben werden: Einfach selber probieren, experimentieren lohnt sich!
Tipps & Vorschläge

Hier trotzdem ein paar Gerichte, wobei man die Vorschläge nur als Vorschläge nehmen sollte, denn zum Essen getrunken werden darf natürlich was schmeckt:
- Curry & Fisch: Chardonnay
- Ente: fruchtiger, junger Rotwein, Shiraz
- Fisch gegrillt: trockener Weißwein, Sauvignon Blanc, Chardonnay, Sauvignon Blanc
- geräuchert Forelle: aromatischer Sauvignon Blanc, körperreicher Chardonnay (Holzausbau), Gewürztraminer, junger Riesling
- Früchte (außer Cirtrus Früchte): trockener Sekt, süßer Sparkling Wine, Beerenauslese, süße Spätlese, Chardonnay, Sauvignon Blanc
- Gemüse: Sauvignon Blanc
- Huhn gebraten: Rot- oder Weißwein, je nach Zubereitung oder der Soße
- Auflauf: junger Pinotage, leichter Shiraz, Chardonnay oder fruchtiger Rotwein mit wenig Tannin
- Kalbfleisch: leichter Rotwein
- Lamm gebraten: Cabernet Sauvignon, Merlot
- Polenta: kräftiger Rotwein
- Meeresfrüchte: trockener Sekt
- Pilze: Pinot Noir, allerdings nicht bei Creme Soßen
- Pizza mit Creme, Käse, Fleisch oder Tomaten Sauce: kräftiger Rotwein
- Rind gebraten: Cape Bordeaux, Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Merlot, Pinot Noir
- Schweinefleisch: trockener Weißwein, fruchtiger Rotwein
- Spare Ribs: Pinotage
- Steak: Cabernet Sauvignon, Merlot, Shiraz
- Truthahn: trockener Rosé, Pinot Noir
- Wildfleisch: kräftiger Pinot Noir, Pinotage, Shiraz, Cape Bordeaux
Die oben genannten Prinzipien und Tipps bei der Weinauswahl zu Speisen sind nur grobe Richtlinien, können aber müssen nicht eingehalten werden - getrunken werden soll und darf was schmeckt, egal ob Wein, Bier oder anderweitige Getränke.
Danke