Woher der Bienenstich seinen Namen hat

Der Bienenstich ist eher ein einfacher Kuchen, doch hinter seinem Namen steckt mehr als nur Honig, sondern nicht weniger als die Verhinderung eines großen Überfalles! Auch einem Arbeits-Rechtsstreit leiht er seinen Namen, der Bienenstich ist also nicht nur köstlich und einfach, sondern auch noch eine gute Geschichte wert. Mehr darüber erfahren Sie nun hier.

Woher der Bienenstich seinen Namen hat Foto maddas / depositphotos.com

Bei Bienenstich denkt man sofort an einen süßen Kuchen, der garantiert mit viel Honig zubereitet wird. Doch stimmt das auch? Was ist das Besondere an dieser Köstlichkeit?

Was ist ein Bienenstich?

Meist präsentiert sich der Bienenstich in Form eines Blechkuchens.
Der Teig besteht aus einer Hefemasse.

  • Dieser ist mit Mandeln, Zucker und natürlich Honig karamellisiert.
  • Zudem wird der Blechkuchen mit einer cremigen Füllung aus Schlagobers mit Vanille und Honig gefüllt.
  • Wichtig ist, dass bei dieser Mehlspeise die Cremefüllung richtig üppig portioniert wird.
  • Die Füllung darf auf keinen Fall schmaler als der Teig sein.

Die Sage hinter dem Bienenstich

Woher der Bienenstich seinen Namen hat Foto smaglov / depositphotos.com

Die Sage geht auf das Jahr 1474 zurück. Die Bürger der Städte Linz am Rhein und Andernach bekriegten sich, da Kaiser Friedrich III. den Rheinzoll plötzlich der Stadt Andernach zugesprochen hatte. Das wollten sich die Linzer nicht gefallen lassen und planten einen Überfall.

Im Morgengrauen machten sich gerade zwei Bäckerei Lehrlinge auf den Weg zur Arbeit. Sie spazierten die Rheinmauer entlang und naschten hier immer wieder vom Honig von den wilden Bienenstöcken, die sich hier befanden.

Plötzlich entdeckten sie die Angreifer und schnappten sich die Bienenstöcke. Sie warfen diese auf die Angreifer. Die Bienen wurden wild und schwärmten aus. Sie stachen um sich und trieben so die Angreifer in die Flucht.

In Andernach wurde diese Abwehr der Angreifer mit köstlichem Kuchen gefeiert. Zu Ehren der mutigen Verteidiger zauberte man einen Kuchen mit Honig. Dieser Kuchen sollte immer an diesen Tag und an die stichhaltige Unterstützung der Bienen erinnern.

Der Bienenstichfall

Woher der Bienenstich seinen Namen hat Foto PantherMediaSeller / depositphotos.com

  1. Dieser hat nichts mit dem Kuchen zu tun, sondern ist ein Begriff aus dem Arbeitsrecht. Dieser besondere Fall wurde 1984 verhandelt. 
  2. Eine Bäckereifachverkäuferin wurde fristlos entlassen, da sie unerlaubt ein Stück Bienenstich-Kuchen gegessen hatte. Sie rechtfertigte das Nichtbezahlen des Kuchens damit, dass sie den ganzen Tag nichts gegessen hatte, da sie sich sehr unwohl gefühlt hatte.
  3. Am Nachmittag fühlte sie sich besser und schnappte sich ein Stück Kuchen. Damit verstieß sie jedoch gegen die Richtlinien für Personaleinkauf. Ihr Chef fand, dass die Vertrauensbasis zerstört war und wollte die fristlose Kündigung.
  4. So ging die Sache vor Gericht, denn die Verkäuferin fühlte sich ungerecht behandelt. In erster Instanz gewann die Verkäuferin auch und durfte nicht gekündigt werden. Ihr Chef aber legte Berufung ein und gewann in zweiter Instanz.
  5. Noch heute wird der Bienenstichfall zur Abwicklung sogenannter Bagatellfälle verwendet. Er soll unter anderem auch zeigen, dass auch im Arbeitsrecht Durchhaltevermögen durchaus angebracht ist.

Tipps & Tricks für den Bienenstich-Blechkuchen

Die wichtigsten Bestandteile des Kuchens sind:

  • ein fluffiger Hefeteig
  • eine Vanillepudding Füllung mit Schlagobers
  • ein Topping aus Mandeln Zucker und Honig

Bei diesem Kuchen handelt es sich um eine sehr einfache Mehlspeise, die jedoch immer wieder alle begeistert.

Rezepte


Bewertung: Ø 5,0 (9 Stimmen)

User Kommentare

Pesu07

Das ist ja ein interessanter Artikel. Den Bienenstich esse ich nur sehr selten - aber wenn, dann mit Genuss!

Auf Kommentar antworten

Katerchen

Ein informativer Artikel über diesen Kuchen. Jetzt weiß ich, woher der Name kommt. Wichtig ist auch der Satz: „Die Füllung darf auf keinen Fall schmaler als der Teig sein“. Das sollte sich so mancher Bäcker zu Herzen nehmen.

Auf Kommentar antworten

Kanguruh1

Interessanter Artikel! Man denkt ja selten nach, woher der Name einer Mehlspeise oder eines Kuch3ns kommt!

Auf Kommentar antworten