"Zero Waste", Reste verwerten

Mit Köpfchen einkaufen, kochen und Reste verwerten zahlt sich aus. Mit ein wenig Planung reduzieren sich die Lebensmittelkosten und am Tisch geht es trotzdem saisonal, regional und gesund zu.

Reste verwerten, aber richtigRichtig verwerten beginnt schon beim Einkauf! (Foto by: © minervastock / Depositphoto.com)

Den Wert von Lebensmitteln schätzen

Reste verwerten, und das noch in der Küche, hatte lange Zeit keinen guten Klang. Glücklicherweise wandelt sich die Einstellung zu den Lebensmitteln.

Immer mehr Menschen wertschätzen die guten Sachen und gehen sorgsam mit ihnen um.

Es gibt viele Wege, um Reste sinnvoll zu verwerten und ganz im Sinne von "Zero Waste" bewusst zu konsumieren:

  • Einkaufen mit Blick auf die ganze Woche
  • Vorratshaltung mit Köpfchen
  • Kochen nach Plan
  • Lebensmittelspenden an Bedürftige
  • Foodsharing im privaten und gesellschaftlichen Umfeld
  • Essenstausch auf der grünen Wiese

Lebensmittel, die vor einer längeren Abwesenheit noch im Kühlschrank lagern, können bis auf einige Ausnahmen eingefroren werden. Was nicht in diese Kategorie fällt, erfreut die Nachbarn und Freunde.

Neben dem Teilen und Verschenken im vertrauten Kreis ermöglichen Foodsharing-Stationen die Abgabe von einwandfreien Lebensmitteln. Theoretisch können an den Foodsharing-Stationen sogar Lebensmittel getauscht werden. Angefangene Waren und sensible Frischwaren wie Fleisch und Fisch sind davon aus hygienischen Gründen meist ausgeschlossen.

Von der Speisekammer zum Tiefkühler und Dörrautomaten

Die Vorratshaltung in der kühlen Speisekammer ist ein Auslaufmodell. Nichts gegen einen solchen Raum: Er bietet durchaus Vorteile. Allerdings ist Wohnraum meist ein rares Gute und dieser Umstand verdrängt die gute alte Kammer zunehmend.

Kühle und Trockenheit bietet der Tiefkühler. Dort lassen sich bei der Idealtemperatur von – 18° C die meisten Lebensmittel und Speisereste gut präpariert, verpackt und sicher lagern. Seine ideale Größe hängt von der Anzahl der Nutzer ab.

Wer mit Leidenschaft und häufig kocht, versucht es mal so:

  • vorausschauender Einkauf in Hinblick auf Mengen, Haltbarkeit und Kombinierbarkeit
  • Reserven, die sich immer einsetzen lassen (Erdäpfel, Paradeiser, Teigwaren)
  • Bevorzugung von Saisonware und Sonderangeboten
  • was nicht verwendet wird - verschenken!

Lebenmittel auch verschenkenAn den Foodsharing-Stationen können Lebensmittel getauscht werden. (Foto by: HighwayStarz / Depositphotos.com)

Manchmal macht der Kauf größerer Mengen durchaus Sinn. Der Rest vom respektablen Saftgulasch am Sonntag macht am Montag, mit einem frischen Salat als Kombipartner serviert, eine gute Mahlzeit aus.

Und seine Reste lassen sich gut im Tiefkühler aufbewahren. Größere Mengen an Obst und Gemüse sind ideal als gesunde Beilagen und Desserts.

Was übrig bleibt, wird blanchiert und eingefroren, im Smoothie verarbeitet oder ganz trendy gedörrt.

Linktipp: Resteverwertung & Zutatenverwertung

Mit Blick auf die Verpackungen unserer Lebensmittel ist offensichtlich, dass hier ein großes Potential für die Abfallvermeidung vorhanden ist. Allzu viel Folien und Plastiksackerl belasten die Umwelt. Dem Verpackungsmüll geht es bei den Einkäufen auf traditionellen Märkten und in speziellen Läden an den Kragen, wo sich jeder sein Transportbehältnis für die Waren selbst mitbringt.

Ein paar Tipps für die Resteverwertung:

  • Aus Apfelreste oder bereits verschrumpelte Äpfel lassen sich recht einfach im Backofen Apfelchips herstellen.
  • Bratenreste oder Fleischstücke, kann man klein geschnitten für Salate oder Suppen verwenden (zum Beispiel Rindfleischsalat).
  • Altes Brot oder Semmeln kann man kleingeschnitten in einer Pfanne anrösten und daraus Croutons für Suppeneinlagen machen.
  • Bereits ein wenig angeschlagene Erdbeeren kann man pürieren und mit Sauerrahm sofort genießen oder das Erdbeerpüree einfrieren.
  • Wenn mal Gulasch übrig bleibt, kann man diese einfrieren oder daraus eine köstliche Gulaschsuppe machen.
  • Alten Käse kann man über Nudel geben oder im Auflauf oder Gratin weiterverarbeiten.
  • Aus alten Kartoffeln kann man zu Kartoffelchips oder Ofenkartoffeln machen.
  • Hat man zu viele Kräuter, kann man diese klein hacken und einfrieren.
  • Aus übrig gebliebenen Kuchenstücken kann man Cake Pops machen.
  • Reis kann man unbedenklich für 5-6 Tage zugedeckt im Kühlschrank aufbewahren.
  • Schokoladereste oder alte Schokohasen kann man in Kuchen oder Muffins verarbeiten.
  • uvw.

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User Kommentare

AMMER
AMMER

Bei uns wird schon lange nur einmal in der Woche eingekauft, durch richtige Planung geht das wirklich toll und ich habe dadurch auch manchmal Reste die verkocht werden und natürlich auch gegessen

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gabili
gabili

Ich finde Reste verwerten ist das wichtigste.
Selbst wenn das Mindesthaltbarkeitsdatum abgelaufen ist heißt es noch lange nicht das das Produkt verdorben ist.

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Da muss man echt schon beim Einkaufen sehr vorsichtig sein. Wenn man nicht zuviel kauft wird trotzdem keiner hungern. Man hat ja immer was eingefroren. Bei mir ist es halt so.

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Teddypetzi
Teddypetzi

Der großeinkauf findet bei uns einmal pro Woche statt, zwischendurch kaufen wir gerne das Fleisch frisch , und was übrig bleibt wird entweder eingefroren, oder am nächsten Tag fertig gegessen. Wegwerfen gibt es bei uns nicht.

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Gabriele
Gabriele

bei uns wird auch sehr vorsichtig eingekauft, zum teil auch selbst produziert, und eventuelle überschüsse bekommen die hühner oder die katze, je nachdem für wen es besser passt ;-)

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kroko82
kroko82

Ich finde es ganz schrecklich, wenn mir wirklich mal etwas verdirbt, weil Lebensmittel sind so kostbar, die möchte ich nicht verschwenden!

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Martina1988
Martina1988

Ein toller Beitrag. Wir versuchen auch immer, alle Reste in irgendeiner Weise zu verwerten. Sehr gut können die verschiedenen Reste auch immer für Suppen oder Aufläufe verwendet werden.

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hexy235
hexy235

Bei uns werden die Reste immer am Tag danach gegessen.
Oder ich mache eine neue Speise daraus, manchmal wird es auch eingefroren, kommt immer darauf an, was es ist.

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cp611
cp611

Und außerdem bleibt der Müllberg dann relativ gering - es gibt nichts schlimmeres für mich, als jeden Tag überquellende Mülleimer und alles zu hundertfach verpackt, dann lieber frisch und regional!

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MaryLou
MaryLou

Ich habe noch eine kühle Speisekammer und da werden dann auch fast alle Lebensmittel aufbewahrt. Heutzutage wird auch wirklich viel zu viel mit Plastik verpackt. Ich kaufe gerne aus der Region und hole es meist selbst beim Bauern.

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