Atkins-Diät - Abnehmen

Das gewöhnungsbedürftige Kohlenhydratzählen gehört zu den Hauptschwerpunkten einer klassischen Atkins-Diät. Alles andere darf in rauen Mengen genossen werden. Doch wie sieht es mit dem tatsächlichen Erfolg aus?

Atkins-DiätDie Atkins-Diät ist auch unter Low Carb Diät bekannt. (Foto by: © zstock / fotolia.com)

Was ist die Atkins-Diät?

Zur Aufrechterhaltung des Stoffwechsels und zur Ausführung körperlicher Aktivitäten benötigt der Körper Energie. Diese holt er sich in der Regel aus Kohlenhydraten, die in Getreidesorten, daraus hergestellten Produkten sowie Erdäpfeln und Hülsenfrüchten reichlich vorhanden sind.

Bei der Atkins-Diät wird diese Energiequelle durch Fette und Eiweiße ersetzt. Da Eiweiße vom Körper nicht gespeichert werden können, bleiben nur die aufgenommenen und gespeicherten Fette zur Energiegewinnung. Durch ihren Abbau wird das Abnehmen begünstigt.

Sobald der Stoffwechsel des Körpers auf die Verwertung von Fetten umgestellt ist, werden in der Leber bei der sogenannten Fettverbrennung, Fettsäuren in Ketonkörper umgewandelt. Diese dienen nun als Hauptenergiequelle des Körpers.

Bei einer stark erhöhten Konzentration an Ketonkörpern spricht man von einer Ketose. Als Folge können der Mund- und der Körpergeruch einen leichten Acetongeruch aufweisen.

Bei der Atkins-Diät ist es aufgrund des eingeschränkten Speiseplans nötig, Nährstoffpräparate einzunehmen. Mit diesen wird insbesondere die Zufuhr an Mineralstoffen und Vitaminen sichergestellt.

Wie funktioniert die Atkins-Diät?

Es werden bei dieser Diät Phasen durchlaufen. Diese vier Atkins Phasen dienen der Einleitung, der Gewichtsreduktion, der vorbereitenden und lebenslangen Gewichtserhaltung.

Phase 1: Einleitung

In dieser vierzehntägigen Phase wird der Stoffwechsel schnell und konsequent auf die Nutzung von Fetten als Energieträgern umgestellt.

Erlaubt sind laut Diätplan Eier und Fleisch sowie maximal 20 Gramm Kohlenhydrate, die bevorzugt über Gemüse und Salate aufgenommen werden sollten. Auf Brot, Nudeln und Erdäpfel muss in dieser Phase komplett verzichtet, Obst sollte wegen des Fruchtzuckers nur eingeschränkt genossen werden. Die Gesamtkalorienzufuhr spielt keine Rolle.

Phase 2: Gewichtsreduktion

Sobald der Stoffwechsel umgestellt ist, wird die Aufnahme von Kohlenhydraten in Schritten von 5 Gramm pro Woche wieder erhöht, bis eine Menge von 40 bis 60 Gramm erreicht worden ist.

Es sind auch in Maßen wieder stärkehaltige Lebensmittel, Karotten, grüne Erbsen und Obst erlaubt. Sollte die Gewichtsreduktion stagnieren, sollte die Menge an Kohlenhydraten wieder reduziert werden.

Phase 3: Vor-Erhaltungsdiät

In dieser Phase beginnt die Gewichtsabnahme sich einzupendeln und es wird in kleinen Schritten das Zielgewicht angestrebt.

Phase 4: Erhaltungsdiät

In der lebenslangen Abschlussphase ist das Zielgewicht erreicht und es gibt kaum noch Einschränkungen bei der Auswahl der Lebensmittel. Lediglich Erdäpfel und Teigwaren sollten weitestgehend vermieden werden.

Was darf man essen?

Atkins-Diät SpeisenMaximal 20g Kohlenhydrate darf man bei der Arkins-Diät verspeisen. (Foto by: © Jaimie Duplass / fotolia.com)

Phase 1

  • Eier
  • Fette
  • Oliven- und Rapsöl
  • Fleisch, Fisch und Schalentiere (mager, ohne Geschmacksverstärker und Zusatzstoffe)
  • Gemüse (stärkefrei: Artischocken, Melanzanis, Gurke, grüne Paprika, Mairüben, Sellerie, Spargel, Schwammerl und Spinat sowie diverse Kohl- und Salatsorten)
  • Hülsenfrüchte (Fisolen, Linsen, Kichererbsen)
  • Milch- und Sojaprodukte (fettreduziert: Buttermilch, Käse, Joghurt, Tofu)

Phase 2 + Phase 1

  • Stärkehaltige Lebensmittel (sparsam: Brot, Getreideflocken, Vollkornnudeln, Natur- und Wildreis)
  • Hülsenfrüchte (grüne Erbsen, Karotten)
  • Rotwein
  • Obst

Was darf man NICHT essen?

Phase 1

  • Ballaststoffe (Zucker, Stärke)
  • Ballaststoffhaltige Lebensmittel (Gebäck, Reis, Nudeln, Obst)
  • Alkohol
  • Fleisch, Fisch und Schalentiere (mit Geschmacksverstärkern und Zusatzstoffen)
  • Gemüse (stärkehaltig: Karotten, Erdäpfel, Mais, rote Paprika, rote Beete)
  • Obst (komplett vermeiden)

Phase 2

  • Stärkehaltige Lebensmittel (vor allem Weizenmehlprodukte)
  • Gemüse (stärkehaltig: Erdäpfel, Mais, rote Beete)
  • Obst (Ananas, Rosinen, Dosenobst)

Nachteile und Risiken der Atkins-Diät

Die Atkins Diät ist eine extreme Form einerLow Carb Diät.Die Atkins Diät ist eine extreme Form einer Low Carb Diät. (Foto by: belchonock / Depositphotos)

  • Einseitige Ernährung
  • Erfordert viel Disziplin
  • Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, Müdigkeit, Mundgeruch in Phase 1 möglich

Vorteile der Atkins-Diät

  • Dauerhafter Abnehmerfolg möglich
  • Die Gesamtkalorienzufuhr spielt keine Rolle

Unser Fazit zur Atkins-Diät

Die Atkins-Diät ist nach unseren Erfahrungen vor allem für Menschen geeignet, die sich gern mit ihrer Ernährung auseinandersetzen und nur wenig Gewicht zu verlieren haben. Sie ist eine der strengsten Diäten nach dem Prinzip „Low Carb“. Besonders in der intensiven Phase des Abnehmens ist die damit verbundene einseitige Ernährung für viele Menschen sehr anstrengend.


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