Getreidegräser – Weizen, Gerste, Dinkel und Hafer

Man sieht den Hälmchen nicht an, welche Kraft in ihnen steckt; sie liefern vieles von dem, was der Körper braucht, in hoher Konzentration und sehr gut verwertbarer Form. Diese Gräser aus Weizen, Gerste, Dinkel und Hafer sind als narütliche Nahrungsergänzung grandios.

Getreidegräser – einfach unschlagbarDer Getreidegrassaft darf täglich auf den Tisch und stärkt das Immunsystem. (Foto by: mosk1972.mail.ru / Depositphoto.com)

Getreidegräser – einfach unschlagbar

Der japanische Pharmakologe Dr. Yoshihide Hagiwara, der nach dem Zweiten Weltkrieg als junger Mann in Hiroshima die Nachwehen der freigesetzten Radioaktivität am eigenen Leib zu spüren bekam, griff diesen Faden auf und untersuchte ungefähr 200 Pflanzen, um ein wirklich gesundes Lebensmittel zur Entgiftung seines Körpers zu finden. Sein Fazit: „Gerstengrassaft ist feinstes basisches Zellwasser aus lebendigen Graszellen.“

Eine ähnlich einschneidende Erfahrung machte die litauisch-amerikanische Ernährungs-Ikone Ann Wigmore (1909-1994), die sich nach einer niederschmetternden Krebsdiagnose eines großmütterlichen Heilmittels erinnerte: frisch gepresster Weizengrassaft war der Weg zur Gesundung; das Wissen um pflanzliche Ernährung prägte ihr langes Leben.

Grün und zart, aber mit extrem viel Power

Getreidegras gemahlenFeines Getreidegraspulver kann auch einzelnen Speisen untergerührt werden. (Foto by: ratmaner / Depositphoto.com)

Die jungen, grünen Gräser verschiedenster Getreidesorten: Weizen, Gerste, Dinkel und Hafer werden nach ungefähr 10 Tagen geerntet, vor der Knötchenbildung für die Halme. Danach verliert die Pflanze an Kraft.

Man sieht den Hälmchen nicht an, welche Kraft in ihnen steckt; sie liefern vieles von dem, was der Körper braucht, in hoher Konzentration und sehr gut verwertbarer Form:

  1. Vitamine (z. B. Vitamin B2, B12, Vitamin C und Fosäure)
  2. Mineralstoffe (z. B. Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium)
  3. Ballaststoffe – bei minimalem Zucker-, Salz- und Fettgehalt
  4. Enzyme (nachweisbar sind mehr als 20 Enzyme)
  5. Spurenelemente – sekundäre Pflanzenstoffe
  6. Chlorophyll
  7. wichtiger Basen-Lieferant mit pH-Wert 8,5

Bei guten Wachstumsbedingungen können rund 90 Mineralien und Spurenelement in den Getreidegräsern gefunden werden. Sie wirken Basisch und entgiften unseren Körper.

Die regelmäßige Verwendung von Getreidegras minimiert folgende gesundheitliche Probleme:

  • Akne
  • Anäme
  • Depressionen
  • Erschöpfung
  • Probleme mit Schleimhäuten
  • Gastritis und Magengeschwüre
  • Entgiftung der Leber
  • Sodbrennen
  • Osteoporose
  • und vieles mehr

Anbau, Gewinnung und Handelsformen

Glücklich ist, wer Zeit und Raum hat, in Keimgefäßen das frische Gras zu züchten, aus dem grünen Gold Saft zu pressen und erntefrisch zu konsumieren.

Selbstversorger können die Ernte durch schonende Trocknung konservieren und später fein pulverisiert, als Saft genießen. Die industrielle Herstellung funktioniert ähnlich: die jungen Halme werden direkt nach der Ernte zu Saft verarbeitet, der dehydriert und pulverisiert gehandelt wird.

Alternativ werden die getrockneten Halme zu Pulver oder Tabs verarbeitet.

Ein perfektes Gräser-Trio

Alle Getreidegräser eignen sich perfekt als natürliche Nahrungsergänzung und viele gute Eigenschaften haben sie gemeinsam. Doch jedes Gras hält auch Spezialitäten bereit:

  • Gerstengras ist mit dem besonders hohen Vitamin-C-Gehalt ein Plus für die erkältungsreichen Wintermonate. Bitterstoffe regen zur Bildung von Basen an und unterstützen so die Säure-Basen-Balance. Die in der Gerste vorkommenden Beta-Glucane haben einen regulierenden Einfluss auf den Cholesterin- und Blutzuckerspiegel.
  • Dinkelgras ist Nährstoff-Spitzenreiter. Wer körperlich aktiv oder nervlich gefordert ist, wird ebenso vom hohen Gehalt an B-Vitaminen (B2, B6, B12) profitieren wie Menschen, die sich vegan ernähren.
  • Weizengras enthält besonders viel Eisen, Mangan sowie die Vitamine A, B6, E und K.
  • Hafergras enthält essentielle und semi-essentielle Aminosäuren und ist reich an Mneralstoffen.

Gesunder Genuss ohne Reue

Idealerweise genießt man das Powerfood als Saft auf nüchternen Magen täglich. Das Pulver passt perfekt zu Smoothies, Kräutertees, stillem Wasser, Getreidedrinks oder Fruchtsäften. Zum Schluss noch eine gute Nachricht für Allergiker: Getreidegräser sind glutenfrei!


Bewertung: Ø 4,5 (8 Stimmen)

User Kommentare

DIELiz
DIELiz

Danke, der Artikel hat mich nun doch neugierig gemacht. Als ich zum 1. Mal über "Gras" hörte, dachte ich; ich bin doch keine K.. Also werde ich mal nach den Hälmchen Ausschau halten. In Gedanken mix ich bereits Apfel dazu. Nicht das ich Ärger mit der Katze bekomme. Denn die hat das Weizengras auch zum fressen gerne ;-)

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Martina1988
Martina1988

DIELiz, ich muss zugeben, dass ich den gleichen Gedanken hatte :-) Ich finde den Artikel sehr interessant und ausprobieren werde ich die Gräser auf jeden Fall. Mal schauen, ob ich diese Produkte irgendwo bei uns in der Nähe bekomme.

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Monika1
Monika1

Danke für die tolle Beschreibung! Da schau ich mal ins Reformhaus in der Apotheke bei uns - ist sicher gut für meine Eltern und mich!

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MaryLou
MaryLou

Ein gelungener und sehr informativer Artikel. Ich kann mir schon vorstellen daß so viel Kraft in einem Gräschen steckt. Man sollte sich allerdings nicht auf die Industrie verlassen. Ich versuche mal mein eigenes Gras anzubauen. Klingt das nicht super?

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abirgit
abirgit

Diese Größer kenne ich gar nicht. Aber es wäre es auf jeden Fall mal wert diese zu probieren. Nach der Bespreibung nach ist ein richtiges Powerfood

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