So einfach gelingt die Ente oder Gans

Die meisten Menschen freuen sich in der Vorweihnachtszeit nicht nur auf besinnliche Stunden mit der ganzen Familie, sondern auch auf gutes Essen: Hier darf ein schmackhafter Enten- oder Gänsebraten nicht fehlen. Ganz egal, für welches Tier man sich entscheidet, in jedem Fall dürfen Sie sich - mit der richtigen Zubereitung - auf einen unvergleichlichen Genuss freuen, für den Ihre Gäste Sie sicher loben werden.

Gans richtig bratenRichtig gebraten wird jede Gans zu einem Festschmaus. (Foto by: © photocrew / fotolia.com)

Die Unterschiede zwischen Gänse- und Entenfleisch sind recht einfach:

  • Die Ente ist im Normalfall kleiner als die Gans. Das Entenfleisch ist weich und sehr zart, eher dunkel, aber sehr aromatisch. Die Haut der Ente, ist recht fetthaltig. Die enthaltenen ungesättigten Fettsäuren des Entenfleisches aber gut verträglich.
  • Im Gänsefleisch sind Vitamine wie B1 und B6 enthalten und das Fleisch hat auch deutlich mehr Fett.

Wichtig:

Es spielt aber im Prinzip keine große Rolle, für welches Tier Sie sich entscheiden, viel wichtiger ist es, auf eine gute Qualität des Fleisches zu achten. Kaufen Sie am besten nur Produkte, die aus einer ökologisch korrekten und artgerechten Haltung stammen. In der Regel sind Sie hier beim Kauf einer Ente oder einer Gans vom Bauernhof auf der sicheren Seite, da das Fleisch meist aromatischer und auch etwas fettärmer als bei der Supermarktvariante, ist.

Gans oder Ente aus dem Tiefkühlfach:

Möchten Sie trotzdem ein Tiefkühlprodukt kaufen, dann achten Sie auf eine intakte Verpackung, um eventuellen Keimen vorzubeugen.

Das tiefgefrorene Fleisch (egal ob Ente oder Gans) sollte im Kühlschrank, langsam aufgetaut werden. Die Flüssigkeit, die das Fleisch beim Auftauen abgibt sollte man aber unbedingt wegschütten.

Tipp:

Egal ob frisch oder tiefgekühlt, das Fleisch muss vor dem Weiterverarbeiten gründlich mit Wasser abgespült werden - innen und außen!

Als Faustregel für die Menge gilt:

Pro Person kann man ca. ein Kilo Roh-Geflügel rechnen.

Im Burgenland werden die meisten Gänse gezüchtet und das in Freilandhaltung (=Burgenländische Weidegänse). Ist die Gans sechs bis zehn Monate alt, schmeckt ihr Fleisch am besten. Daher sind die Monate Oktober und November bestens für die Ganslgerichte geeignet.

Äpfel und mehr - Füllungen für die Ente oder die Gans

Gans zubereitenEine Gans mit einer wunderbaren Fülle schmeckt einzigartig. (Foto by: © Esther Hildebrandt / fotolia.com)

Entscheiden Sie sich gleich beim Kauf für ein fertig ausgenommenes Tier, sparen Sie sich zusätzliche Arbeit und können direkt mit der Füllung beginnen.

Eine traditionelle Variante (für Enten und auch Gänse) setzt sich aus gewürfelten Äpfeln und Gewürzen zusammen, doch auch gedörrte Zwetschken, Marillen, Maroni und diverse Gemüsesorten eignen sich sehr gut dafür, dem Geflügel einen unverwechselbaren Geschmack zu geben.

Auch eine normale Semmelfülle kann zum Füllen verwendet werden.

Fleisch vorbereiten

  • Nach dem Füllen und Verschließen (mit Hilfe von Küchengarn oder mit Holzspießchen/Zahnstochern) der Gans bzw. Ente sollte man das Fleisch gut würzen und von allen Seiten mit Öl einreiben.
  • Zusätzlich sollte man das Geflügel dressieren. D.h. die Flügel und Keulen werden am Körper festgebunden, damit es in Form bleibt.
  • Dann kann man das Fleisch in einen Bräter legen und diesen mit ein wenig Wasser oder Suppe auffüllen.
  • Wenn man das Fleisch auf den normalen Küchenrost stellt, sollte man darunter aber eine Auffangschale für das Fett stellen.

Wie lange im Ofen

Das Geflügel sollte bei ca. 140-160 Grad (Ober-Unterhitze) gebraten werden. Erst gegen Ende der Bratzeit (die letzten 30 Minuten) sollte man die Temperatur auf 220 Grad erhöhen.

  • Pro Kilo gefüllte Ente sollte man ca. 70-80 Minuten rechnen.
  • Pro Kilo gefüllte Gans sollte man ca. 50-55 Minuten rechnen.

Tipp: Die Gans oder Ente ist fertig, wenn man beim Anstechen des Fleisches (am besten am Schenkel), mit einer Nadel, klarer Saft austritt, oder wenn sich die Knochenteile (z.B. Flügel) leicht herausziehen lassen.

Darauf sollten Sie bei der Zubereitung achten

  • Bei der Zubereitung im Ofen ist es sehr wichtig, das Tier auf einer möglichst niedrigen Temperatur zu garen. Dies garantiert, dass das Fleisch saftig bleibt.
  • Darüber hinaus sollten Sie mit einem Pinsel immer wieder etwas von der Bratensauce auf das Tier streichen, um das Aroma noch zu verstärken.
  • Gegen Ende der Garzeit schalten Sie dann auf die Grillfunktion bzw. auf die höchste Stufe Ihres Ofens. Behalten Sie jetzt den Braten genau im Auge, denn mit jeder Minute wird die Haut krosser und knuspriger.
  • Wenn sie möchten, können Sie die Haut vor dem Garen mit einer Mischung aus Sojasauce und Honig einreiben, was sie besonders knusprig und würzig macht.

Bewertung: Ø 4,1 (343 Stimmen)

PASSENDE REZEPTE

Klassischer Semmelknödel

KLASSISCHER SEMMELKNÖDEL

Klassischer Semmelknödel ist eine tolle Beilage und wenn etwas übrig bleibt können sie gut weiter verarbeitet werden. Ein vielseitiges Rezept.

Martinsgans

MARTINSGANS

Die Martinsgans ist ein traditionelles Gericht, das man zu Martini zubereitet. Mit diesem Rezept gelingt Ihnen die perfekte Martinsgans.

Rotkraut

ROTKRAUT

Von diesem köstlichen Rotkraut können Ihre Lieben nicht genug bekommen. Probieren Sie doch das tolle Rezept.

Gefüllte Gans

GEFÜLLTE GANS

Mit dieser Köstlichkeit bringen Sie Abwechslung auf den Tisch. Das Gefüllte Gans - Rezept ist der reinste Gaumenschmaus.

Entenbrustfilet

ENTENBRUSTFILET

Entenbrustfilet ist ein herrliches Gericht, zu dem besonders gut Kroketten und eine schmackhafte Preiselbeersauce passen. Probieren Sie dieses Rezept.

PASSENDE REZEPTARTEN

User Kommentare

Jeloschnecke
Jeloschnecke

Als Burgenländerin brate ich meine Gans (natürlich eine Schüssel südburgenländische Martinigans aus der eigenen Ortschaft) ganz traditionell am 11.11. Ich verwende als Gewürze Salz und Majoran, in den Bauchraum kommen ganze geschälte Äpfel und Orangenscheiben. Beim Braten halte ich mich an die Regeln meiner Oma pro Kilo eine Stunde bei 160 Grad und alle 30 Minuten wird der gute Vogel umgedreht. Dazu gibt es Rotkraut, Serviettenknödel und Pfirsiche mit Preiselbeerkompott

Auf Kommentar antworten

Martina1988
Martina1988

Mit Sojasoße vor dem Garen einreiben habe ich bisher noch nie probiert - werde ich demnächst nachholen, da diese der Gans bestimmt eine tolle Würze verleiht.

Auf Kommentar antworten

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Eine Ente oder GAns habe ich noch nicht im Topf gehabt. Da traue ich mich nicht so drüber, aber so schwer kann es auch nicht sein.

Auf Kommentar antworten

hannevg
hannevg

bei uns gibt es den Enten- und Gänsebraten immer ab Herbst bis ca. Feber zu gustieren. Knödel, Rotchabis und Maroni und eine glutschige Rotweinsauce,. perfekt

Auf Kommentar antworten

Shitake26
Shitake26

der Martinitag am 11. November ist der Gedenktag des Hl. Martin und speziell im Burgenland durch die Tradition des Martiniganslessens geprägt, worauf wir uns schon wieder sehr freuen. Den Tipp mit Sojasoße und Honig kenne ich und ich kann es nur bestätigen, dass die Haut dadurch schön knusprig und würzig wird. Bei mir kommt auch noch etwas geriebener Ingwer dazu

Auf Kommentar antworten

Sunny51
Sunny51

Wir planen heuer zu Weihnachten eine Gans zu braten. Habe bis jetzt noch nie eine gebraten ...
Habe mir den Artikel schon ausgedruckt und in meine Rezeptmappe gegeben

Auf Kommentar antworten

Dieselbiene
Dieselbiene

Bei mir gibt es Gans bei niedrigtemperatur mit echten selbstgemachte Thüringer Klössen sehr viel Arbeit aber immer wieder ein GENUSS aber die Arbeit ist es wert

Auf Kommentar antworten

PATIANDY68
PATIANDY68

Ich gebe zum Blaukraut beim kochen auch etwas Orangensaft dazu und koch auch etwas Kochschokolade mit das gibt einen tollen Geschmack.Auf 1kg Blaukraut ca 2/8 l Orangensaft dazu und 1 Rippe Kochschokolade ca 20 g Ansonsten koche ich das Blaukraut wie jeder hier von euch .lg Patiandy

Auf Kommentar antworten