Kräuter anbauen in der Kräuterspirale

Kräuteranbau in der Kräuterspirale – praktisch und optisch ansprechend zugleich! Das dreidimensionale Beet, das auch auf kleinstem Raum im Garten die besten Voraussetzungen für den gleichzeitigen Anbau verschiedenster Kräuter bietet, erfreut sich zunehmender Beliebtheit.

KräuterspiraleDie Ernte kann immer erfolgen, wenn Bedarf vorhanden ist. (Foto by: © ehrenberg-bilder / fotolia.com)

Eine Kräuterspirale bietet den geeigneten Lebensraum für Kräuter mit den unterschiedlichsten Ansprüchen an Sonnenlicht und Wärme sowie an den Nährstoffgehalt und die Feuchtigkeit des Bodens. Gleichzeitig erfreut sie ähnlich wie ein Staudenbeet das Auge. Einmal erbaut, lässt sich die Kräuterspirale über Jahre nutzen.

Standort

Die Basis für die Kräuterspirale bildet eine kreisrunde Fläche mit einem Durchmesser von etwa 2 Meter. Mit quaderförmigen Steinen wird eine spiralförmige Mauer vom Kreisumfang zur Mitte so hochgezogen, dass in der Mitte ein kleines Plateau verbleibt. Es gibt aber auch bereits fertige Kräuterspiralen, oder spezielle Bausätze, im Baumarkt zu kaufen. Der Standort sollte dabei sonnig und windgeschützt sein.

Tipp: Vor dem Setzen der Kräuterspirale sollte man zuerst die oberste Grasschicht (ca. 10 cm) abgraben - diese Grasschicht kann man dann auch zum Füllen verwenden.

So wird die Kräuterspirale gefüllt:

  • Die unterste Schicht (ca. 1 Drittel der Höhe) in der Spirale sollte, gleichmäßig und mit der Höhe der Spirale ansteigend, mit Schotter oder Bruchsteinen befüllt werden, damit das Regenwasser besser abfließen kann und keine Staunässe entsteht.
  • Erst darüber sollte mit Erde befüllt werden. Dies sollte eine Mischung aus Gartenerde, Blumenerde, Humus bzw. Kompost und je nach Zone mit Sand vermischt sein.

Tipp: Nach dem Bau oder befüllen sollte man zumindest 14 Tage warten bevor man mit dem Anpflanzen startet, falls sich die Erde noch setzet, einfach wieder auffüllen.

Da die Kräuterspirale, durch die Befüllung und das Abfließen des Wassers, in verschiedenen Zonen eingeteilt ist, muss man auch die Kräuter danach anpflanzen:

  • Nasse Zone: Dies ist der unterste Bereich, hier wird oft ein kleiner Wasserteich gebaut, damit dieser Bereich immer nass bleibt. Hier wachsen am besten wasserliebende Kräuter wie Kerbel oder Dill.
  • Feuchte Zone: Das ist der zweite Bereich, von unten weg. Hier wachsen am besten Schnittlauch oder Estragon.
  • Mäßig Zone: In der dritten Zone sollte der Sandanteil bereits höher sein.
  • Trockene Zone: Der oberste Bereich der Kräuterspirale ist die trockenste Zone, da hier das Wasser am schnellsten abfließt und die Sonne am besten einstrahlt. Hier wachsen zum Beispiel gut Salbei, Lavendel oder Thymian.

Pflege

Das Gießen erfolgt bei Bedarf. Es ist zu beachten, dass die Feuchte des Pflanzsubstrates von oben nach unten zunehmen muss. Die Pflanzen müssen regelmäßig auf Insektenbefall und Krankheiten untersucht werden.

Garten mit KräuterschneckeDie Kräuterspriale erfreut ähnlich wie ein Staudenbeet das Auge. (Foto by: © ehrenberg-bilder / fotolia.com)

Düngung

Die Düngung sollte sehr sparsam mit einem organischen Langzeitdünger wie mit Hornspänen oder durch reife Komposterde erfolgen. Dabei ist unbedingt zu beachten, dass in einer Kräuterspirale der Nährstoffbedarf von oben nach unten zunimmt. Zu empfehlen ist auch das Gießen mit Kräuterbrühen aus Brennnesseln, Beinwell, Schachtelhalm oder Löwenzahn.

Gut bewährt hat sich ein Sud aus einer Mischung verschiedener Wild- und Kulturkräuter, weil dieser die Pflanzen stärkt und diese stabiler gegen Krankheitsbefall werden.

Ein regelmäßiger Rückschnitt, vor allem bei verblühten Kräutern, ist durchzuführen, wenn keine Samen gewünscht werden.

Ernte

Die Ernte kann immer erfolgen, wenn Bedarf an frischen, duftenden Kräutern vorhanden ist. Dabei ist zu beachten, dass das Aroma vieler Kräuter, deren Blätter verwendet werden, vor der Blüte am Intensivsten ist.


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