Montignac-Diät - Abnehmen

Das Montignac-Prinzip klingt nicht unbedingt einleuchtend: "Abnehmen durch Essen". Die Montignac-Diät ist eine Diätform, bei der Genuss an erster Stelle steht. Aber wie sieht es mit der Gewichtsreduktion aus?

Montignac-DiätÄhnlich einer Ampel, wird der glykämische Index bei der Diät bewertet. (Foto by: © garytog / fotolia.com)

Die Montignac-Diät wurde vom gleichnamigen Erfinder Michael Montignac ins Leben gerufen. Er versuchte in den späten 70er Jahren sein eigenes Gewichtsproblem zu reduzieren und beschäftigte sich lange Zeit mit dem Thema Ernährung.

Ähnlich wie bei der Glyx-Diät wird hier auf Lebensmittel verzichtet, die den Blutzuckerspiegel zu stark ansteigen lassen und es sollten hauptsächliche gute Kohlehydrate zu sich genommen werden.

Montignac meint, nicht die Menge des Essens sei Schuld am Übergewicht, sondern die vermehrte Ausschüttung des Hormons Insulin.

Die Grundidee seines Diätprinzips ist schnell mit seinen eigenen Worten beschrieben, die auch den Titel eines seiner Bücher darstellen: "Essen gehen und dabei abnehmen".

Essen gehen und dabei abnehmen

Auf helles Brot sollte bei dieser Diät verzichtet werden, da es schlechte Kohlenhydrate enthalten soll.Auf helles Brot sollte bei dieser Diät verzichtet werden, da es schlechte Kohlenhydrate enthalten soll. (Foto by: zmaris / Depositphotos)

Montignac gilt als Vater des glykämischen Diätkonzepts, gliedert die Montignac-Diät in zwei Phasen:

  • Phase I: gilt der Gewichtsreduktion
  • Phase II: das gewonnene Gewicht stabilisieren (=lebenslange Phase)

Weiters geht er davon aus, dass die übermäßige Ausschüttung von Insulin an der raschen Gewichtszunahme bei Menschen verantwortlich ist.

Und an dieser Stelle kommt der glykämische Index (GI) ins Spiel. Montignac unterteilt Lebensmittel - je nach glykämischem Index - in Gruppe der:

  • "sehr guten" Kohlenhydrate (GI maximal 35)
  • "gute" Kohlenhydrate (GI zwischen 35 und 55)
  • "schlechte" Kohlenhydrate (GI größer 55)

Seiner Meinung nach führte auch die Industrialisierung zu einer Verminderung der Lebensmittelqualität.

So wäre nach Montignacs Diätkonzept der ursprüngliche, indianische Mais als Nahrungsmittel vollkommen in Ordnung gewesen, der Mais im Allgemeinen zählt allerdings zu den schlechten Kohlenhydraten.

Zudem sollte auf Zucker, Bier, geschälten Reis und Kartoffeln verzichtet werden.

Ähnlich einer Ampel, wird der glykämische Index (GI) bei der Montignac-Diät bewertet:

  • Grüne Lebensmittel (GI maximal 35): Sehr gute Kohlenhydrate; das gilt unter anderem bei Äpfel, Kirschen, rohen Karotten, Vollmilch oder Linsen. Diese Lebensmittel dürfen mit jeglichen Fetten und Eiweisen kombiniert werden.
  • Gelbe Lebensmittel (GI zwischen 35 und 55): Gute Kohlenhydrate, was beispielsweise auf folgende Lebensmittel zutrifft: Müsli ohne Zucker, Erdbeeren, Jogurt, Bohnen, Apfelsaft, Orangensaft, Tomatensaft.
  • Rote Lebensmittel (GI größer 55): Schlechte Kohlenhydrate; diese sollten überhaupt nicht gegessen werden: gebratene Kartoffeln, Weißbrot, Cornflakes, gekochte Karotten, etc.

Grundsätzlich sollten nur Lebensmitteln mit einem GI kleiner 55 zu sich genommen werden.

Montignac-Diät für UnsportlicheDie Montignac Diät ist bestens geeignet für unsportliche Personen. (Foto by: © Martinan / fotolia.com)

Vorteile der Montignac-Diät

  • es sind theoretisch große Gewichtsabnahmen möglich
  • es ist eine relativ günstige Diät
  • es muss auf kaum etwas verzichtet werden
  • der Anteil an Vitaminen und Ballaststoffen wir erhöht

Nachteiel der Montignac-Diät

  • die Diät ist wissenschaftlich nicht ganz belegt
  • die Werte müssen mit Hilfe von Tabellen ermittelt werden
  • eine komplette Trennung von Eiweiß und Kohlenhydraten ist relativ schwer oder kaum durchführbar
  • es kann zu Heißhungerattacken kommen (auf Grund des niedrigen Blutzuckerspiegels)
  • für die Diät benötigt man ein hohes Maß an Disziplin

Andere Faktoren unberücksichtigt

Bei einer Diät geht es immer darum, weniger zu essen, als man am Tag an Energie gebrauchen würde. Nur dann kann man abnehmen. Dies ist hier nicht der Fall. Bei der Montignac-Diät tritt auch der Sport-Faktor zu kurz.

Die Behauptung, Sport würde dem Körper nicht beim Abnehmen helfen, können Experten nicht mit Montignac teilen. Wegen dieser Aussage, gilt die Diät als Diät für Sportmuffel.

Unser Fazit

Zum Abnehmen eignet sich diese Diät nur dann, wenn man die Portionen auch klein hält. Im Alltag ist die Umsetzung der Montignac-Diät auf Dauer sehr aufwendig, spätestens dann, wenn man zum ersten Mal ein Restaurant betritt. Ausprobieren kann man sie dennoch ohne weitere Bedenken.


Bewertung: Ø 4,2 (74 Stimmen)

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