Die unterschiedlichen Reissorten

Reis ist gesund, nährstoffreich und ein wichtiges Grundnahrungsmittel. Die enorme Vielfalt an Reissorten liegt nicht nur in der Form des Reiskorns sondern auch an der Verarbeitung und dem Anbaugebiet. Auch die Bodenbeschaffenheit spielt dabei eine große Rolle.

Die unterschiedlichen ReissortenReis ist ein gesundes Getreide und Grundnahrungsmittel, mit vielen unterschiedlichen Sorten. (Foto by: AlexandraF / Depositphoto.com)

Wissenswertes

Reis ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Süßgräser und ist eine einjährige und ausdauernde Pflanze, die jedes Jahr neu angebaut wird. Die Pflanze zeichnet sich durch schlanke Halme, mit langen Rispenblüten, an denen nach ca. 5 Wochen die Reiskörner entstehen aus.  Die Wuchshöhe beträgt ca. 90 bis 120 cm.

Die ausgereiften Reiskörner sind von einer Deckspelze geschützt. Damit das Reiskorn zum Verzehr geeignet ist, muss die Spelze vorher entfernt werden. Je nach Verarbeitung und Anbaugebiet wird Reis unterteilt in:

  • Rohreis
  • Halbrohreis
  • Weisser Reis (polierter Reis)
  • Parboildreis
  • Trockenreis
  • Schnellkochreis
  • Wildreis (Wasserreis)
  • Grüner Reis

Das Anbaugebiet und die dortige Bodenbeschaffenheit der einzelnen Sorten, verleihen dem Reis seinen Geschmack und Duft.

In unserer Warenkunde gibt es weitere wichtige Infos: Reis

Welche Reissorten gibt es?

Da es sehr viele Reissorten gibt, wird Reis in folgende Hauptkategorien eingeteilt:

  • Langkorn
  • Rundkornreis
  • Mittelkornreis

Langkornreis

LangkornreisDer Langkornreis hat eine Länge von 6 bis 8 mm. (Foto by: kwanchaidp / Depositphotos.com)

  1. Als Langkornreis werden alle länglichen Sorten, deren Länge 6 bis 8 Millimeter beträgt. Langkornreis ist glasig und hart, beim Kochen bleibt er körnig und trocken.
  2. Hierzu gehören Jasminreis, Basmati und auch der Parboiled-Reis, bei welchem die Inhaltsstoffe aus seiner Haut mit hohem Druck in das Reiskorn gepresst werden. Ein Vorteil dieser Langkornreis-Arten ist, dass diesen keinen nachhaltigen Eigengeschmack besitzen, wie es bei Duftreis wie Jasmin- oder Basmatireis der Fall ist.
  3. Jedoch ist der erdige Duft und Geschmack von Basmati- und Jasminreis ein Fest für die Geschmackssinne, die allerdings nicht zu jeder Speise passen.
  4. Langkornreis lässt sich vielseitig zusammenstellen, er passt zu Gerichten aus Europa wie Hühnerragout auch Tomatensuppen.
  5. Zudem kann der Langkornreis für die Zubereitung von Curry oder Speisen aus Nordafrika verwendet werden.
  6. Eine Reis-Gemüse-Pfanne gelingt mit dem Langkornreis genauso gut wie eine gefüllte Paprika. Der Langkornreis lässt sich auf unterschiedliche Art und Weise würzen und erweist sich daher auch als sehr veränderlich.

Sorten:

  • Jasmin-Reis ist ein Duftreis, der auch unter der Bezeichnung Thai- oder Siamreis bekannt ist. Diese Sorte verströmt einen Dunst von Exotik, denn die Sorte entfaltet vor allem beim Kochen einen süßlichen und aromatischen Duft. Das Aroma verdankt der Jasminreis aber nicht einer Parfümierung, sondern den mineralhaltigen Böden auf den Anbaugebieten in China, Thailand und Indonesien. Beim Kochen wird er klebriger, weicher und lässt sich gut mit einem Stäbchen essen.
  • Basmati-Reis wird hauptsächlich in Indien und Pakistan angebaut, die Sorte ist weltweit beliebt. Die Körner bleiben nach dem Kochen weiterhin körnig, trocken aber dennoch locker. Basmati Reis ist mit seinen Inhaltsstoffen sehr gesund.
  • Patna-Reis ist ein qualitativ hochwertiger Reis und wird auch als Spitzen-Langkornreis bezeichnet. Die Sorte ist geschliffen und poliert, weist einen feinen, neutralen und bekömmlichen Geschmack auf. Zum Kochen eignet er sich sehr gut, da er für viele Gerichte verwendet werden kann. Er erzielt einen langen sättigungseffekt ohne viele Kalorien.
  • Sadri-Reis mit seinem blumigen Aroma wird dieser Reis immer beliebter, er stammt aus dem Iran und weist eine weiche, cremige Konsistenz auf. Ideal für Fisch-, Fleisch- und Gemüsegerichte.
  • Lila-Reis ist ein Vollkornreis und enthält viele wichtige Nährstoffe. Die Sorte wird hauptsächlich in Thailand und Italien angebaut. Die Zubereitung erfolgt durch die typische Quellmethode. Eignet sich auch in Kombination mit Basmati Reis.

Rundkornreis

RundkornreisDie Form und Farbe des Rundkornreis ist oval und transparent. (Foto by: magone / Depositphotos.com)

  1. Ein Rundkorn- und Mittelkornreis sind Reisarten, deren Korn erheblich kürzer ist als jener des Langkornreises. Das Korn vom Rundkornreis ist höchstens 5 mm lang.
  2. Die meisten der Rundkornreisarten zeichnen sich durch einen hohen Anteil an Stärke aus. Die Reisform ist rundlich bis oval und transparent.
  3. So wird beim Kochen der Reis sehr weich und bedingt durch seinen hohen Stärkeanteil besonders klebrig und bietet daher auch die optimale Basis für Sushi oder süßen Milchreis.
  4. Zu den bekanntesten Arten gehören der Paella-, Sushi- und Risottoreis.

Sorten:

  • Risottoreis ist eine rundkörnige Reissorte zählt aber auch zum Mittelkornreis. Während des Kochens gibt er einen gewissen Anteil der Stärke ab und verleiht der Speise die visköse Konsistenz. Zugleich behält der Kern aber seinen knackigen Biss. Die bekanntesten Risottoarten stammen aus Norditalien.
  • Sushireis ist stärkehaltig und auch als Japanreis in unseren Breiten bekannt. Dieser ist nach dem Kochen besonders klebrig. Die bekanntesten Arten heißen Ketan, Kome und Nishiki.
  • Paellareis ist eine saugstarke und rundkörnige Reisart. Die Sorten heißen hierbei Bomba, Calasparra und Valencia. Da vor allem in Österreich nur selten Paellareis angeboten wird, kann alternativ auch Risottoreis verwendet werden.
  • Klebreis besteht aus weißen Körnern, welche beim Kochen das Eiweiß Amylopektin abgeben, sodass diese Art geformt und auch gefüllt werden kann. Diese Sorte ist vor allem in Vietnam und in Thailand beliebt und wird dort stets gut gewürzt oder süß zubereitet. Vor dem Kochen muss der Klebreis einige Stunden im Wasser aufquellen. Im Anschluss wird er gekocht und gedämpft.
  • Natur- oder Vollkornreis gibt es jeweils unbehandelt zu kaufen, das heißt der Reis wurde weder gewaschen noch poliert, enthält daher viele wichtige Nährstoffe und macht länger satt. Er wird auch gern brauner Reis genannt.

Mittelkornreis

  1. Er hat ähnliche Eigenschaften wie der Rundkornreis. Die Länge des Mittelkornreis ist 5,2 bis 6 mm lang und ist daher ein Mittelmaß von Lang- und Rundkornreis.
  2. Ansonsten unterscheidet sich der Mittelkornreis nicht viel vom Rundkornreis, denn das Korn hat auch eine meist klebrige Konsistenz.

Sorten:

  • Milchreis enthält viel Stärke, mit Milch gekocht bekommt er eine breiige Konsistenz. Dieser eignet sich vor allem für Süßspeisen und kann sehr gut mit Früchten kalt oder warm gegessen werden.
  • Schwarzer-Reis stammt aus Italien und ist sehr bissfest und locker. Geschmacklich sehr nussig und passt daher toll zu Salaten und weiterem Gemüse. Die Farbe ist sehr dunkel und ist daher ein toller Blickfang auf jedem Teller.
  • Risottoreis zählt sowohl zum Mittel- als auch zum Rundkornreis. Risottorezepte werden immer beliebter, da sie herrlich cremig sind und mit weiterem Gemüse einfach herrlich schmecken.

Reissorten die keiner Kategorie angehören

WildreisWildreis wird noch grün geerntet und ist daher sehr gesund. (Foto by: monkeybusiness / Depositphotos.com)

  1. Wildreis (Wasserereis) und grüner Reis wird unreif geerntet, die Umwandlung von Zucker in Stärke bleibt aus. Diese Sorten können daher nicht Kategorisiert werden, weil die Körner von einem Rispengras stammen, eine Pflanzengattung innerhalb der Familie der Süßgräser.
  2. Der jeweilige Reis ist leicht verdaulich und durch die vielen wichtigen vorhandenen Inhaltsstoffe sehr gesund.
  3. Die Zubereitung erfolgt durch kurzes dämpfen und ist daher schnell und einfach.

Tipp:

Dinkelreis, Einkornreis oder Weizenreis sind keine Reissorten, sondern Getreidesorten die wie Reis geschliffen und poliert sind.

Verwendung in der Küche

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