Essbare Blüten

Von einigen wissen wir es, von anderen nicht, und beim Anblick wieder anderer wünschen wir uns, es wäre so: Die Blüten verschiedener heimischer und exotischer Pflanzen sind essbar und werden mehr und mehr auch für die Gourmetküche entdeckt. Und dabei sind essbare Blüten mehr als nur eine beliebte Dekoration.

Essbare Blüten Die Blüten heimischer und exotischer Pflanzen bereichern die Gourmetwelt. (Foto by: © Marina Lohrbach / fotolia.com)

Essbare Blüten nah und fern

Viele unserer heimischer Wiesen- und Gartenpflanzen besitzen essbare Blüten. So können beispielsweise die Blüten von Gänseblümchen, Veilchen, Kornblume und Malve, Kapuzinerkresse und Borretsch ebenso wie deren Blätter gegessen werden.

Aber auch die Blüten von Heilpflanzen wie der Ringelblume, der Kamille, der Nachtkerze oder des Löwenzahns können verspeist werden. Generell gelten Korbblütler wie die Chrysantheme oder die Zichorie als essbar. Hier werden jedoch nur die zarten äußeren Blätter genutzt.

Aber auch exotischere Pflanzen wie das mexikanische Bergsternchen oder die in Südamerika beheimatete Anisagastache sind genießbar. Und schließlich kann man auch die Blüten größerer Nutzpflanzen wie beispielsweise der Zucchini für köstliche Gerichte verwenden.

Vor- und Nachteile

Eine sofort sichtbare positive Eigenschaft ist die Optik der essbaren Blüten. Die leuchtenden Blüten der Kapuzinerkresse mit ihrem fruchtig-scharfen Geschmack sind eine tolle Ergänzung zu jedem Buffet und machen selbst ein Butterbrot noch um Einiges attraktiver.

Und auch eine Kuchentafel wirkt durch geschickt eingesetzte Sommerblumen verspielt und einladend. Darüber hinaus sind die essbaren Blüten vielseitig einsetzbar. Sie sind im Geschmack meist der Pflanze ähnlich, an der sie wachsen, erhalten aber durch den Blütennektar eine Extraportion Süße.

Manchmal wird es jedoch als nachteilig empfunden, dass das Angebot der essbaren Blüten jahreszeitenbedingt weniger flexibel ist.

Gesundheit

Früher war das Wissen um die Essbarkeit ein Teil der Dinge, die weise ältere Menschen an die nächste Generation weitergaben. Denn durch essbare Pflanzen und deren Blüten konnte man Vitamine und Mineralstoffe, aber auch Energie in Form des Nektars gewinnen und sich dadurch auch in schweren Zeiten einigermaßen gesund ernähren. Als schädlich für die Gesundheit erwies es sich jedoch, wenn man ohne Vorkenntnisse beliebige Pflanzen, und im schlimmsten Fall giftige Blüten, aß.

Blüten in der Küche

In der Küche finden essbare Blüten einen vielfältigen Einsatz. Über eine bloße Dekoration hinaus können die essbaren Blüten kandiert werden und so besonders Desserts aufwerten. Außerdem können die Blüten als Aromaspender dienen und beispielsweise Zucker oder Salz einen eigenen Geschmack verleihen.

Größere Blüten wie die der Zucchini können gefüllt und somit als Brat- oder Backgefäß „zweckentfremdet“ werden. Und schließlich sind Blüten, die in Eiswürfel eingefroren wurden, eine besonders hübsche Dekoration für Getränke.


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User Kommentare

DIELiz

Schaaatz, was gibt es heute zum Dessert? Wieso fragst du? Da ist doch die Blumen-Vase mitten am Tisch ;-) Die am meisten verwendeten Blüten könnten die des Hollers sein. Ausgebacken oder als köstliches Hollerblüten-Sirup, welches dann wieder so viele Getränke & Desserts verfeinert

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Lebensmittel-selbstg

Ich war sehr überrascht, vor kurzem zu lesen, dass man sogar die Blütenköpfchen vom Bärlauch verwenden kann. Sie sollen eingelegt ähnlich wie Kapern schmecken.

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Goldioma

Das Rezept für eingelegte Bärlauchknospen habe ich schon vor längerer Zeit eingegeben, Schmecken wue Kapern und sehen denen auch sehr ähnlich

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martha

Bei uns werden bei Blüten die Holunderblüten verarbeitet. Auch geben wir z. B. Gänseblümchen, Veilchen oder andere in Eiswürfel.

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Pesu07

Wenn wir die Gerichte mit bunten Blüten garnieren, schmeckt es gleich viel besser, denn das Auge ist ja auch mit. Also, die Blüten sind nicht nur für die Tischdekoration da.

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