Safran - das teuerste Gewürz der Welt

Vornehm und elegant zieren Safranfäden viele Speisen. Das edle Gewürz wird immer beliebter, wegen des relativ teuren Preises kommt es häufig zu raffinierten Fälschungen.

Safran In Österreich wird das Gewürz Safran wieder angebaut. (Foto by: © Corinna Gissemann / fotolia.com)

Die Herkunft des Safrans ist nicht ganz geklärt - als mögliche Ursprungsländer gelten Griechenland und Vorderasien. Heutige Anbaugebiete erstrecken sich vom Westen Europas (vor allem Spanien) bis nach Fernost (vor allem Indien).

Crocus sativus wird jene Pflanze genannt, aus der das Gewürz Safran gewonnen wird - auch die Pflanze nennt man daher, umgangssprachlich Safran.

Info: Um einen Kilogramm des beliebten Gewürzes zu erhalten, benötigt man bis zu 150.000 Blüten oder 450.000 Narben (=Fäden der Blüten). Die Safran-Produktion erfolgt händisch, was auch den verhältnismäßig hohen Preis erklärt.

Info: Je nach Qualität und Anbaugebiet kann 1 kg Safran zwischen 5.000 bis über 200.000 Euro kosten.

Safran im Laufe der Geschichte

Die Safranfäden ziehen sich bereits seit Jahrtausenden durch die Geschichte. Dabei fanden sie Verwendung als Aphrodisiaka, in Kosmetika oder als Arzneimittel.

Sehr interessant sind sie aber vor allem in der Küche, wo sie das Gericht nicht nur geschmacklich verfeinern, sondern auch interessant verfärben.

Safran-Anbau im eigenen Garten

Die Safranpflanze an sich ist nicht empfindlich. Sie übersteht ohne Probleme Temperaturen bis zu -15°C. Für den eignen Anbau im Garten eignet er sich also ebenfalls, nur bei der Ernte der Safranfäden braucht man enorm viel Geduld.

Die Blüten der Krokus-Pflanze sind blau-violett, für die eigenständige Safranproduktion sind aber die heraushängenden Narben der Pflanze von Bedeutung. Sie sind rot und erstrecken sich über die Blüten. Aus ihnen wird später der Safran gewonnen.

In den letzten Jahren wird auch wieder in Österreich vermehrt Safran abgebaut:

  • Marchfelder Safran
  • Pannonischer Safran
  • Wachauer Safranprodukte
  • Waldviertler Safran
  • uvw.

Verwendung

Safran als Gewürz Auch als Teegewürz findet Safran seine Verwendung. (Foto by: © Andreja Donko / fotolia.com)

Die Verwendung des Safrans ist sehr vielseitig. Immer beliebter werden so genannte Safrantees, die Sie den nächsten Winter garantiert gesund überstehen lassen. Für Safrantees benötigen Sie nur einige Fäden, die Sie zum Beispiel einem Kamillentee beigeben. Sie stärken das Immunsystem und helfen gegen Fieber.

Safran als Wundermittel

  • In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) und im Ayurveda werden Safran gewisse Heilkräfte zugeschrieben.
  • Blut und Kreislauf, sowie der Stoffwechsel sollen durch den Safrankonsum gefördert werden.
  • Safran wirkt verdauungsanregend und beruhigend.
  • Außerdem verbessert Safran die Fließeigenschaft des Blutes, weshalb er zusätzlich vor Arteriosklerose schützt.
  • Im antiken Griechenland verwendete man Safran wegen des charakteristischen Aromas als Duftstoff.
  • In Kosmetika findet er ebenso Verwendung, wie zum Färben von Speisen.

Safran in der Küche

Wichtig: Der volle Safran-Geschmack entfaltet sich erst durch Wärme.

  • Bevor man Speisen mit Safran würzt, sollte man die Fäden, für ca. 20 Minuten, in lauwarmen Wasser (ca. 60 Grad), ziehen lassen. Erst dann entwickeln sich seine Aromen und Pigmente. (Wenn sich das Wasser sofort verfärbt, ist es ein Anzeichen, dass es sich um falschen Safran handelt).
  • Eine andere Variante ist, die Safranfäden für ein paar Minuten, bei ca. 45 Grad im Backofen zu erwärmen, danach mit einem Mörser zerstoßen und mit ein wenig Flüssigkeit (Weißwein, Suppe, Milch, Öl, Butter) zu vermischen.

Damit lassen sich dann die unterschiedlichsten Speisen wie zum Beispiel Paella, Risotto, Suppen, Saucen aber auch Süßes (Kuchen oder Cremes) würzen.

Info: Zum Würzen reichten oft schon geringe Mengen – als Regel gilt, pro Portion 3-4 Safranfäden.

Den Safran sollte man aber erst am Schluss hinzugeben, man darf ihn auf keinen Fall (mit-)kochen.

Safran verträgt sich in der Küche, gut mit den Gewürzen:

  • Vanille
  • Kardamom
  • Zimt
  • Koriander
  • Kardamom
  • Kümmel
  • Berberitze

Safran wird vor allem verwendet in:

  • Fisch und Gemüsesuppen (z.B. französische Bouillabaisse)
  • diversen Schmorgerichten (z.B. Tajine mit Meeresfisch)
  • Nachspeisen (z.B. Eiscreme und Kuchen)
  • Färbung von Reisgerichten (z.B. Paella, Risotto à la Milanesa)
  • Pastagerichten
  • Gebäck
  • Huhn- und Lammgerichte
  • Getränken (z.B. Chartreuse, Izarra und Strega)
  • uvw.

Lagerung

Safranfäden Safranfäden eignen sich hervorragend zum Würzen. (Foto by: GuteKueche.at)

Safran ist lichtempfindlich, weshalb er in einem luftdichten und undurchsichtigen Gefäß gelagert werden sollte. Safran hält einige Jahre lang, ohne seine schmackhaften Eigenschaften zu verlieren. Dennoch reichen kleine Mengen zum Lagern, da die Würzkraft natürlich nach der Zeit ein wenig nachgibt.

Info: Je trockener Safran ist, desto schneller färbt er Soßen, Suppen und andere Speisen.

Falschen Safran erkennen

Der Einkauf von Safran ist eine reine Vertrauenssache, denn die Qualitätsüberprüfung des kostbaren Gewürzes kann nur im Labor erfolgen. Dennoch gibt es einige Dinge, die man auch als Laie kritisch beobachten sollte:

  • Wenn Sie schon öfters Safran gekauft haben, dann wird Ihnen bei jedem weiteren Kauf sofort der charakteristische, angenehm, stark süßen Geruch des edlen Gewürzes auffallen.
  • Lassen Sie die Finger von verdächtig billigem Safran. Als Richtwert gelten etwa 4-8 € pro Gramm, alles, was darunter liegt, sollte kritisch begutachtet werden.
  • Einen guten Safran zeichnen dunkelrote Fäden aus. Besonders braungefärbter Safran deutet auf eine falsche Lagerung hin und hinkt dem dunkelroten aromatisch um einiges hinterher.
  • Außerdem sollten Sie beim Kauf auf Fäden zurückgreifen, denn der eindeutige Nachweis von Safran in Pulverform ist mit dem menschlichen Auge fast unmöglich. Die Fäden sollten übrigens zwischen einem und drei Zentimeter lang sein.
  • Gerne wird Safran mit Kurkuma oder Saflor gemischt. Das mindert natürlich die Qualität des Gewürzes und nimmt ihm seine einzigartigen Eigenschaften. Beide Pflanzen geben beim Kochen gelbe Farbe ab und werden deshalb gerne als täuschender Zusatz eingesetzt.
  • Safran sollte auch nicht auf kleinen (Touristen-) Märkten gekauft werden.

Safran-Rezepte

Gerichte mit dem edlen Safrangewürz spiegeln den Inbegriff von Luxus und gutem Essen wider. In simplen oder raffinierten Gerichten findet Safran seinen wohlverdienten Platz.


Bewertung: Ø 3,8 (114 Stimmen)

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User Kommentare

Schabernagi

Hab heuer zum ersten Mal selbst Safran angebaut und gerade die ersten Fäden geerntet, viel ist es nicht aber ich freue mich schon auf das Kochen damit :)

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Monika1

Ich verwende Safran ziemlich oft, gebe ihn jedesmal zum Reis dazu und die ganze Familie mag die Gerichte, die damit gekocht sind.

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-michi-

Zum Reis habe ich ihn bis jetzt noch nie gegeben, muss ich demnächst mal ausprobieren .

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Melaniep

Verwende eigentlich kaum Safran, mir war auch nicht bewusst was er für Eigenschaften hat, klingt sehr interessant auch das selbst anbauen. Ich glaub ich würde an meiner mangelnden Geduld scheitern :-D

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Limone

Ich kaufe das Gewürz immer in den Mittelmeerländern, kaufe immer die Safranfäden. Beim Pulver kann man sich nie sicher sein.

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Tammy3108

Super Gewürz. Habe ich bis jetzt immer im Urlaub gekauft und mitgenommen. Aber werde es mal selbst anbauen.

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Pesu07

Sehr interessanter Artikel. Es war auch mir nicht bekannt, dass man Safran selbst anbauen kann. Das ist ein Versuch wert.

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DIELiz

meine Ma hat sich die kleinen Zwiebeln bestellt. Der Anbau-Versuch ist daneben gegangen. Nun gibt es wieder pannonischen Safran ;-)

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Katerchen

Echter Safran ist richtig teuer. Wie schon im Artikel geschrieben wird hier viel getäuscht und betrogen, es geht schließlich um viel Geld. Ich kaufe den in Fäden und mahle ihn in bei Bedarf in einen kleinen Mörser. Ansonsten werden die Fäden ganz beigegeben.

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Silviatempelmayr

Safran ist schon sehr teuer. Ich gebe es ab und zu in den Kuchen. Ich finde das macht den Kuchen etwas flaumiger.

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DIELiz

Hallo, wie verarbeitest Du den Safran? Bin ganz neugierig, da ich bisher zur Kombi: Kuchen & Safran nur kannte: Safran macht den Kuchen gelb ;-)

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sssumsi

Safran verwendet man doch sehr sparsam, da kann ich mir nicht vorstellen, dass dieser bei der Flaumigkeit etwas bewirkt. Da echter Safran ja auch geschmacksintensiv ist würde man ihn mM nach bei größeren Mengen auch schmecken. Außerdem wäre das dann ein Luxuskuchen.

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Shitake26

nehme zum Speisenfärben lieber etwas Kurkuma, was hier auch viel preiswerter ist als der echte Safran, wo ich echt Angst hätte, dass mir hier ein falscher Safran zum überteuerten Preis angeboten wird

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Katerchen

Wichtig sollte doch der Geschmack sein und nicht nur die Farbe. Sonst könnte man gleich eine Lebensmittelfarbe verwenden. Wäre noch preiswerter.

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