gesundes Grillen

Gesundes Grillen funktioniert tadellos mit einem Kohlegrill. Doch Vorreiter beim gesunden Grillen ist natürlich der Gasgrill.

Gesundes Grillgemüse Frisches Gemüse in Alufolie verpackt kann direkt in die Glut gelegt werden. (Foto by: © al62 / fotolia.com)

Auf diesen Augenblick haben viele schon gewartet: Die Sonne lacht, es ist mild und warm. Auf dem Balkon oder Garten steht bereits das, was wir im Sommer immer wieder gern sehen, den Grill.

Zugleich steht er für saftige Steaks mit brauner Kruste, schlemmen und sonnen. Aber halt! Es gibt auch Kritikpunkte, die zu beachten sind, denn so gesund ist die braune Kruste ja nicht.

Gibt es gesundes Grillen?

Gesundes Grillen - wie geht das?

Für manch einen schliesst sich das von vorneherein aus. Gesund kann Grillen für die meisten also schon mal gar nicht sein.

Die dunkelbraune Kruste sieht eigentlich verbrannt aus und das Fett aus der Schwarte tropft unablässig in die Glut und zieht beissende Gerüche nach sich.

Zuerst also die Fakten:

Der Rauch der sich bildet ist aus einem Stoff, der sich Nitrosamin nennt und giftig ist. Sicherlich entscheidet hier auch die Konzentration, doch grundsätzlich sollte man auf die Fettschwarte verzichten und das Grillrost nicht tief über die Glut hängen. Auf diese Weise wird starke Hitzeentwicklung vermieden. Das Fleisch braucht im Gegenzug jedoch etwas länger zur Garung.

Das Grillgut generell über dem offenen Feuer zu garen hat etwas von einem Pfadfinder Abenteuer an sich, ist jedoch schlichtweg schädlich durch die Stoffe, die sich im Hitzeprozess entwickeln. Darunter auch das Krebs erregende Acrylamid, das durch die Verbrennung von Fett entsteht.

Welche Grills sind besonders geeignet für gesundes Grillen?

Fettes Fleisch sollte man nie über direktem Feuer grillen da das Fett krebserregenede Stoffe bildet. Fettes Fleisch sollte man nie über direktem Feuer grillen da das Fett krebserregenede Stoffe bildet. (Foto by: elenathewise / Depositphotos)

Welche Grillart ist denn nun die gesündeste – nicht die beste, denn da Streiten sich die Grillfans.

Ganz einfach gesagt, sind Gas- und Elektrogrills viel gesünder als der Holz- bzw. Kohlegrills.

Beim Holz- bzw. Kohlegrill kann Fett in die Glut tropfen und dadurch gesundheitsschädliche Rauchstoffe entstehen.

Tipp: Das Grillgut in sogenannte Grill-Aluschalen legen, so dass kein oder nur wenig Fett in die Glut tropfen kann. Wichtig ist auch, dass man nur spezielle Grill-Alu-Tassen verwendet welche auch hohe Temperaturen standhalten.

Welche Nahrungsmittel sind besonders für das gesunde Grillen geeignet?

Wer einen Gasgrill verwendet kann eigentlich auf alles zurückgreifen, was es auf dem Markt gibt. Grillsteaks, Haxe, Hühnerflügel und vieles mehr.

Bei Kugelgrillen und anderen Geräten, die mit offenem Feuer verwendet werden, sollte das Fett des Fleisches (wenn möglich) abgetrennt werden. Auch auf fertig mariniertes oder gepökeltes Fleisch auf dem Grill sollte man ebenfalls verzichten, weil sich durch die Hitze und Verbrennen schädliche Stoffe entwickeln können.

Tipp: Lieber mal zu fettfreien Steaks, Hühnerfleisch oder Fisch greifen. Natürlich sollte das Fleisch auch BIO und wenn möglich aus regionaler Züchtung kommen.

Es muss auch nicht immer Fleisch sein – wie wäre es mal mit fettarmen und gesunden:

  • Pilzen
  • Zucchinis
  • Süßkartoffeln
  • Maiskolben
  • Auberginen
  • Spargel
  • usw.

Kartoffeln, Fisch und Gemüse sollte in Alufolie verpackt werden. Es kann so auch direkt in die Glut gelegt werden.

Tipps für gesundes Grillen

Das Grillen mit einer Grill- bzw. Aluschale verhindert das Abtropfen von Fett in die Glut. Das Grillen mit einer Grill- bzw. Aluschale verhindert das Abtropfen von Fett in die Glut. (Foto by: photographee.eu / Depositphotos)

  • das Grillgut nicht zu stark oder gar nicht vor dem Grillen salzen – erst nachdem das Grillgut fertig ist ein wenig würzen
  • kein gepökeltes Fleisch verwenden
  • das Grillgut sollte nicht angebrannt werden
  • man sollte fettarmes Fleisch bevorzugen und das Abtropfen von Fett in die Glut verhindern
  • das Grillgut nicht direkt auf den Rost legen, sondern in eine Grilltasse, Aluschale oder in Alupapier verpackt grillen
  • das Grillgut (Fleisch, Gemüse, Käse, …) sollte eine gute (BIO-)Qualität haben
  • Elektro- oder Gasgrills sind die gesündere Variante
  • als Beilage eignet sich auch Vollkornbrot anstelle von Weißbrot
  • fett- und zuckerarme Saucen und Dips reichen
  • das Grillgut vor dem Grillen immer gut abdecken damit es nicht verunreinig wird
  • den richtigen Zeitpunkt der Glut abwarten (=wenn die Glut mit einer weißen Ascheschicht überzogen ist)
  • geräucherten Speck und Würste sollte man nicht Grillen

Bewertung: Ø 4,2 (48 Stimmen)

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User Kommentare

gabili

Grillen kann nicht immer gesund sein.
Aber wenn man sonst eh immer auf die Gesundheit schaut kanns auch das eine oder andere mal nicht ganz so gesund sein

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