Barbecue - BBQ

Barbecue ist das Herz der US-amerikanischen Esskultur. Im Barbecue-Smoker gart das Grillgut im heißen Rauch, nicht auf einem Rost dicht über der Glut. Es werden vor allem größere Fleischstücke wie Steaks oder Koteletts zubereitet.

Ein richtiger Smoker Grill ist die Krönung des Barbecue Equipments, aber auch nicht billig.Ein richtiger Smoker Grill ist die Krönung des Barbecue Equipments, aber auch nicht billig. (Foto by: urban_light / Depositphotos)

Hierzulande erfreut sich Grillen bereits seit Jahrzehnten einer großen Beliebtheit. Der Outdoor-Spaß samt Bratwurst und Kartoffelsalat hat jedoch Konkurrenz bekommen: Barbecue beziehungsweise Barbeque entwickelt sich zu einem weiteren Gemeinschaftsevent, dem hungrige Freiluftfans gerne nacheifern.

Auf den ersten Blick mögen sich die Koch-, Brat- und Backarten kaum unterscheiden, doch insbesondere Anhänger der BBQ-Bewegung reagieren ungehalten über Verwechslungen.

In welchen Punkten sich ein Barbeque vom regulären Grillabend unterscheidet, erläutern die folgenden Zeilen.

BBQ: Was steckt dahinter?

Beim BBQ treffen Geselligkeit und Genuss aufeinander: Häufig wird zu großen Festen geladen, auf denen sich nicht nur Familienmitglieder, sondern auch Nachbarn, Freunde und Verwandte, Arbeitgeber und Kollegen zum geselligen Schlemmen treffen.

Der Tradition nach steuert jeder Teilnehmer eine Kleinigkeit, etwa einen Salat, hinzu. Häufig wird auch mit „Homemade“-Schmankerln aufgewartet: Soßen und sogar Biere, deren Rezept strengstes Familiengeheimnis ist, gehören zu willkommenen BBQ-Mitbringsel.

Die Verantwortung trägt jedoch der Veranstalter beziehungsweise der Herr des Hauses, welches die Party ausruft: Der Chefkoch hat seinen festen Platz am Grill, denn perfekt geschmortes Fleisch gilt als A & O für ein gelungenes BBQ.

Auch mit einem Kugelgrill kann das BBQ Grillen richtig Spaß mache.Auch mit einem Kugelgrill kann das BBQ Grillen richtig Spaß mache. (Foto by: © duesV / fotolia.com)

Unterschied zwischen BBQ und Grillen

Mehrere Menschen, die unter freiem Himmel auf offener Flamme ihre Mahlzeiten zubereiten – klingt nach Grillen. Ein BBQ unterscheidet sich jedoch in einigen Punkten vom Klassiker aus Österreich beziehungsweise Europa:

  • So wird das Grillgut beispielsweise nicht direkt über der Glut, sondern eher am Rand des Grills (indirekt) zubereitet.
  • Zudem herrschen in einem BBQ-Grill, auch als Smoker bezeichnet, lediglich Temperaturen um die 150 Grad (schonendes garen).
  • Kugelgrill & Co. kommen schnell auf die 600 Grad! Folglich wird BBQ als indirektes Grillen gesehen.
  • Aus diesem Unterschied resultieren viele weitere Gegensätze. So benötigt die Zubereitung des Fleischs in einem BBQ-Grill weit mehr Zeit als beim typischen Grill, wie er hierzulande zum Einsatz kommt.
  • In den USA wird der Smoker nicht selten schon am Morgen gezündet: Je nach Gerät und Fleisch gelangt bereits Stunden vor dem Eintreffen der Gäste das erste Grillgut ins heiße Innenleben.
  • Das Fleisch macht das nächste Alleinstellungsmerkmal des BBQ-Grillens aus, denn hier kommen nicht Bratwurst und kleine Spieße, sondern große Fleischpartien, etwa Schenkel, Hüften oder Flügel auf den Rost.
  • Diese garen zudem vielmehr, als dass sie braten, was zum nächsten großen Unterschied überführt: Das Fett und der Fleischsaft treten in einem geringeren Ausmaß und langsamer aus dem Fleisch aus. Vorteil: Das Fleisch verkommt nicht zur Schuhsohle und auch gesundheitsgefährdende Gase, die durch Verpuffungen von Fleischsaft und Fett entstehen, werden beim BBQ-Grillen unterbunden.
  • Typisch für ein BBQ ist zudem die feinwürzig-rauchige Note, die das Fleisch annimmt. Um dem Grillgut dieses unverkennbare Aroma zu verleihen, wird nicht selten ein „Chip“ in die Glut gelegt. Hierbei handelt es sich nicht um den Kartoffel-Knabberspaß aus der Tüte, sondern um einen kleinen Holzscheit, der mit Aromen und Ölen getränkt ist. Vor dem Grillen wird der Chip circa eine halbe Stunde in Wasser und anschließend in die Glut gelegt. Auf diese Weise verwandelt sich die Garkammer in einen regelrechten Räucher-Ofen.

So gelingt der BBQ-Auftakt

Für ein perfektes Pulled Pork sollte man, je nach Fleischgröße schon mal 12-18 Stunden rechnen.Für ein perfektes Pulled Pork sollte man, je nach Fleischgröße schon mal 12-18 Stunden rechnen. (Foto by: fotek / Depositphotos)

Damit auch bei Ihnen die USA-Grill-Leidenschaft entbrennt, sollten Sie beim Ausrichten des ersten BBQ auf einige Punkte besonders achten:

  • So kommt zum Beispiel dem Grill eine große Bedeutung zu. Preislich gesehen sind hier keine Grenzen gesetzt, doch auch Smoker für gut 200 Euro liefern sehr überzeugende Grillergebnisse.
  • Von Vorteil sind Modelle mit mehreren Grillkammern sowie Extras wie Mehrzonenregler, Temperaturkontrolle und Belüftungsschlitzen.
  • Um die Gretchenfrage „Grill oder Kohle“ kommen Sie übrigens auch nicht bei der Auswahl eines Smokers herum. Eine Antwort auf diese Frage muss jeder Nutzer selber finden - Grillkohle oder Holzbriketts?.
  • Neben dem obligatorischen Grill können selbstverständlich noch Chips genutzt werden, doch deren Verwendung sollte geübt sein: Weniger ist mehr, denn ansonsten verkommt das Grillgut zum Rußfang!
  • Übung erfordert auch das eigentliche Grillen. Obgleich das Fleisch schonender im Grill gart, muss dieses regelmäßig überprüft, gewendet und eventuell geschnitten werden. Ein Paradebeispiel für diese Grillmethode stellt Pulled Pork, ein großer Braten, der durch seine lange Garzeit regelrecht zerfällt und früher mit den bloßen Fingern zerrupft wurde, dar.
  • Welche Speisen gereicht werden, obliegt selbstverständlich dem eigenen Geschmack und der Gästezahl, doch mehrere Soßen und eigens hergestellte Marinaden gehören zu einem BBQ wie das Amen in die Kirche.
  • Marinieren Sie Ihr Fleisch in Eigenarbeit, dürfen Sie sich zudem der Qualität sicher sein: Insbesondere im Discounter wird mariniertes Fleisch mit minderwertiger Qualität verkauft, da die starken Würzmischungen sowohl Geruch als auch Geschmack älteren Grillguts überdecken.
  • Deshalb: Wagen Sie den Gang zum Fleischhauer oder setzen Sie auf hochwertige Erzeugnisse.
  • Sorgen Sie für passende „Sattmacher“, sprich Beilagen wie Maiskolben, Coleslaw-Salat, Wraps und Süßkartoffelpuffer, und das BBQ wird sicher ein Erfolg.

Fazit

Ein BBQ hebt den althergebrachten Grillspaß auf ein neues Level. Um sämtliche Vorteile dieser Bewegung zu genießen, muss jedoch zunächst das Geldbörse gezückt werden: Ein Smoker gilt als Must-have!

Hinzu kommen Extras wie Chips und ein solides Starterpaket an Soßen. Für das „Würstchen auf die Schnelle“ eignet sich der US-Trend zudem kaum: Zeit und Leidenschaft sind für ein BBQ unumgänglich.


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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Ein Barbecue ist einfach eine gemütliche Grillparty. Ist doch sehr praktisch wenn man Gäste hat da muss man nur noch Salat und Saucen dazu machen.

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