Israelische Küche - eine einzigartige Mischung aus Ost und West

Die israelische Küche ist untrennbar mit der Geschichte des Judentums verbunden. So bewegt diese Geschichte ist, so bunt und vielfältig ist auch die israelische Küche – sie vereint zahlreiche Ströme aus verschiedenen europäischen Regionen und dem Nahen Osten zu einem großen Gesamtkunstwerk.

Hummus und FalafelHummus und Falafel dürfen in der israelischen Küche nicht fehlen. (Foto by: © Teodora_D / fotolia.com)

Die israelische Küche setzt sich aus zwei grundsätzlichen Strömungen zusammen:

  • Der ashkenasischen Küche - diese umfasst mittel- und osteuropäische Einflüsse, die von den Einwanderern aus Frankreich, Deutschland, Ungarn oder Russland stammen.
  • Der sephardischen Küche - deren Wurzeln liegen mehr in Südeuropa und im Nahen Osten.

Geschichte und Einfluss der Küche

Die Geschichte der israelischen Küche ist untrennbar mit der jüdischen Küche verbunden. DIE israelische Küche existiert im Prinzip gar nicht. Sie ist vielmehr ein Sammelsurium aus den verschiedensten Geschmacksrichtungen und Gerichten, die die vielen in die Heimat zurückgekehrten Juden aus dem Exil mitbrachten. Es hat sich dadurch im Laufe der langen Zeit eine einmalige Mischung aus östlichen und westlichen Zubereitungsarten entwickelt.

Traditionen

Die israelische Küche ist durch die Traditionen der Juden geprägt. Ganz im Zentrum dieser Küche steht daher die jüdische Vorschrift, dass Speisen koscher sein müssen. Dieser Ausdruck stammt aus dem Kaschruth, dem Speisegesetz der Juden.

Hier ein paar Regeln was koscher ist:

  • Säugetiere (Vieh und Wild) müssen die beiden Merkmale besitzen – Paarhufer und Wiederkäuer. Dazu gehören Kühe, Ziegen und Schafe. Andere Tiere wie Schweine, Kamele, Hasen oder Pferde sind verboten.
  • Beim Geflügel sind nur Haustiere erlaubt die rituell geschlachtet werde wie zum Beispiel Hühner, Enten, Truthähne, Gänse und Tauben.
  • Koschere Fische müssen die Merkmale - Flosse und Schuppen – besitzen wie zum Beispiel Lachs, Forellen und Thunfisch. Nicht koscher gelten zum Beispiel Aale und alle Schalentiere wie Hummer, Krebse, Muscheln.

Das Schächten basiert ebenfalls auf den Vorschriften des Kaschruths und geht auf das Verbot zurück, Blut zu verzehren. Die Tiere werden dabei durch einen Messerschnitt am Hals durch die großen Blutgefäße so getötet, dass das Tier möglichst komplett ausblutet.

Info: In vielen Ländern ist das Schächten nicht erlaubt - in Österreich ist es unter bestimmten Voraussetzungen erlaubt.

Hauptzutaten in der Küche

Israelisches GerichtGemüse wird in den köstlichsten Varianten serviert. (Foto by: © Teodora_D / fotolia.com)

Die israelische Küche bedient sich besonders stark im Gewürzregal (vor allem Kardamon, Kreuzkümmel, Paprika in allen Schärfegraden, Rosmarin, Zimt und Anis sind typische Gewürze, uvw.) und tendiert, bei vielen Gerichten, stark in die orientalische Richtung. Auberginen kommen hier als bevorzugtes Gemüse in den verschiedensten Varianten auf den Tisch.

Lamm- und Rindfleisch sind die beliebtesten Fleischsorten. Traditionell spielen die Milch und Milcherzeugnisse eine wichtige Rolle in der Ernährung der Israelis, da Wasser in diesem Land von jeher knapp bemessen war.

Das Klima Israels begünstigt vor allem den Anbau von Zitrusfrüchten, aber auch Datteln, Papayas, Feigen und Granatäpfel stehen hier auf dem Speiseplan.

Levante Küche

Ein neuer Küchen-Trend, welcher immer beliebter wird und aus Israel, Syrien, Jordanien und dem Libanon stammt. Bei dieser Küche werden alte Traditionen mit arabischen Einflüssen neu und gesund interpretiert. Dabei spielen vor allem Gemüse, Hülsenfrüchte und exotischen Gewürze eine Hauptrolle – Fleisch eher weniger.

Klassiker der Levante-Küche sind:

Tipp: atemberaubende Levante Küche

Bekannteste Speisen aus Israel

  • Humus: Creme aus Kichererbsen mit Zitronensaft, Knoblauch, Kümmel und weiteren Zutaten
  • Kebab: kleine Hackbällchen
  • gefüllte Tauben
  • Borschtsch: Suppe aus Roten Rüben
  • Schischlikim: Lamm-/Rindfleischspieße
  • Seniya: Fleisch vom Rind oder Lamm an einer speziellen Tahinasauce
  • Harimeh: Fischgericht mit Tomaten, Kümmel, Tomaten und Knoblauch (scharf!)
  • Lahuh: leichte Pfannkuchen
  • Ful: Eintopf aus Favabohnen
  • Haminados: braune Eier, die langsam gekocht werden
  • Purim: gefüllte Plätzchen in Dreiecksform
  • Falafel: frittierter Kichererbsenbrei welche zu Bällchen geformt sind
  • Tahini Sauce: ist eine Paste aus feingemahlenen Sesamkörnern
  • Sabich: eine, mit Aubergine, Kartoffel und Gemüse, gefüllte Pita
  • Shakshuka: meist als Frühstück gegessen und sind in Olivenöl gedünstete Zwiebeln,Knoblauch und Tomaten mit verquirlten Eiern
  • Meze: ist die orientalische Tapas-Variante und wird oft als Vorspeise oder Snack gereicht
  • Tabuleh: ein Salat aus Bulgur und Gemüse
  • Baklavas: ähnlich wie in der Türkei gibt es auch hier diese Süßspeise
  • Knafeh: käsiges Gebäck aus gebackenem Grieß mit reichlich Zuckersiru
  • Halva: gepresste Sesampaste mit Pistazien und/oder Nüssen
  • Malabi: ist ein beliebter türkischer Milchpudding mit Nüssen
  • uvw.

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User Kommentare

sssumsi
sssumsi

Borschtsch hätte ich nicht der israelischen Küche zugeordnet sondern der slawischen.

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