Die vielseitige Aroniabeere

Die vitaminreichen Aroniabeeren sind ein heimisches Superfood, denn sie werden mittlerweile auch hierzulande von den Landwirten in Bio-Qualität angebaut und schonend weiterverarbeitet.

AroniabeereAroniabeeren harmonieren geschmacklich mit allerlei Früchten wie Zwetschken, Birnen oder Apfel. (Foto by: Melica / Depositphotos.com)

  1. Die Aroniabeere wird auch schwarze Apfelbeere genannt. Die Pflanze, stammt ursprünglich aus dem Osten Nordamerikas und zählt zu den Kernobstgewächsen.
  2. Sie wächst als Strauch und erreicht dort eine Höhe von bis zu zwei Metern. Schon die Ureinwohner sollen um die gesundheitlichen Vorzüge der Aronia gewusst haben.
  3. In Österreich wurde die Apfelbeere 2001 erstmals in der Südoststeiermark angepflanzt. Die Anbauflächen werden stetig vergrößert.
  4. Im eigenen Garten sollte der Anbau der Pflanze ebenfalls gelingen. Sie ist pflegeleicht, anpassungsfähig und nicht frostempfindlich. Ein sonniger bis halbschattiger Standort ist ideal. Die Sträucher sind sehr ergiebig, ein ausgewachsener Strauch hat einen 3-5 kg Aroniabeeren Ertrag.

Saison und Geschmack

  • Die Erntezeit für die Apfelbeeren beginnt Mitte August und reicht bis in den Oktober hinein. Die kleinen apfelförmigen, dunkelviolletten bis schwarzen und manchmal leicht behaarten Früchten sind dann 5 bis 12 Millimeter groß. Auch die Samen zeigen sich apfelkernähnlich. Das Fruchtfleisch ist weinrot.
  • Im rohen Zustand schmecken die Früchte süß-säuerlich und herb. Für den zusammenziehenden Geschmack sind die Gerbsäuren verantwortlich, die in der Naturheilkunde aber durchaus geschätzt werden.

Wirkung und Nährstoffe

  1. Die Aroniabeere hat einen hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen, die antioxidativ wirken. Zu nennen sind hier vor allem die Anthozyane. Sie sind für die dunkle Farbe der Früchte verantwortlich.
  2. Ihnen wird nachgesagt, eine zellschützende Wirkung zu haben. Werden freie Radikale von diesem Inhaltsstoff unschädlich gemacht, könnte das einer Adernverkalkung, einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall entgegenwirken.
  3. Womöglich lässt sich sogar der Alterungsprozess bremsen. Selbst eine krebshemmende Wirkung wird der Apfelbeere zugeschrieben. Aroniabeeren enthalten Vitamine und Mineralstoffe, die wichtig für die Gesundheit sind.

Diese Vitamine sind reichlich vorhanden:

  • Vitamin C
  • Vitamin B2 und B9
  • Vitamin E
  • Folsäure

Diese Mineralstoffe sind reichlich vorhanden:

  • Eisen
  • Zink
  • Jod
  • Kalium
  • Kalzium

Aufbewahrung und Haltbarkeit

  1. Die Früchte der Aronia sind recht robust. Sie können bei Zimmertemperatur einige Tage gelagert werden, im Kühlschrank sogar mehrere Wochen.
  2. Aroniabeeren lassen sich zudem einfrieren. Für eine längere Lagerung ist das Trocknen zu empfehlen.

Verwendung in der Küche

Querschnitt einer AroniabeereAroniabeeren werden als Saft, Kapseln oder Pulver in Drogeriemärkten angeboten. (Foto by: worldnews / Depositphotos.com)

  • Frische, gefrorene und getrocknete Aroniabeeren sind vielfältig in der Küche zu verwenden. Gerade bei einer größeren Ernte ist das von Vorteil. Die köstlichen und vor allem gesunden Apfelbeeren lassen sich als Marmelade einkochen.
  • Auch ein süffiger Likör kann daraus gezaubert werden. Oder einfach trocknen und wie Rosinen in verschiedene Gerichte geben.
  • Übrigens passen sie auch toll zu Wildgerichten oder in gesunde Smoothies. Nicht zu vergessen schmecken Aroniabeeren aufgegossen als Tee einfach herrlich.

Hier geht`s zu den einzelnen Rezept-Tipps mit der gesunden Aroniabeere:

Beachtenswertes

  1. Frische Aroniabeeren schmecken recht herb. Sie werden aber bei längerer Reifezeit und mit dem ersten Frost etwas süßer. Auch das Einfrieren verbessert den Geschmack.
  2. Die Früchte der Aronia enthalten Blausäure, aber weniger als andere Obstsorten. In kleinen Mengen roh gegessen sind sie unbedenklich.
  3. 100 Gramm frische Aroniabeeren enthalten 0,6 bis 1,2 Milligramm Blausäure, somit viel weniger als andere Obst- und Gemüsesorten.

Tipps und Fazit

Die Apfelbeere enthält viele wertvolle Inhaltsstoffe, die gut für die Gesundheit sind. Wer der rohen Beere geschmacklich nichts abgewinnen kann, sollte sie mit süßen Früchten in den Smoothie geben oder zu Saft und Marmelade verarbeiten.

Ein Aroniasaft oder Sirup darf jeden Tag getrunken werden, denn mit den wertvollen Inhaltsstoffen stärkt die Aroniabeere unser Immunsystem.


Bewertung: Ø 4,6 (5 Stimmen)

User Kommentare

Pesu07
Pesu07

Unser Aroniabeeren-Strauch hat heuer das erste Mal richtig viele Früchte. Ich werde diese aber alle trocknen, weil wir diese gerne in unser Müsli/Porridge geben.

Auf Kommentar antworten