Glutenunverträglichkeit - Zöliakie

Unter Zöliakie versteht man eine Überempfindlichkeit der Schleimhaut des Dünndarms, die sich bei glutenhaltiger Ernährung schmerzhaft entzündet, und sich für den Betroffenen durch Übelkeit und Durchfall äußern können.

Glutenfrei Zölialki ist leider nicht heilbar, die Ernährung muss umgestellt werden. (Foto by: © Marco2811 / fotolia.com)

Ursachen von Glutenunverträglichkeit

Zahlreiche Menschen in Österreich sind von einer belastenden Nahrungsmittelunverträglichkeit, der Zöliakie, betroffen.

Diese weit verbreitete Glutenunverträglichkeit hat die Ursache, dass das in den meisten Getreidesorten enthaltene Klebereiweiß zu einer Entzündung der im Darm befindlichen Schleimhautfalten führt und diese bereits nach wenigen Stunden abgestoßen werden.

Für den Körper bringt diese Unverträglichkeit unangenehme Symptome mit sich und sorgt auch für eine Unterversorgung des Körpers an lebenswichtigen Nährstoffen.

Doch nicht immer sind die Symptome derart eindeutig, dass eine Zöliakie sofort diagnostiziert werden kann - folgende Beschwerden können auftreten:

  • Müdigkeit
  • Depressionen
  • Appetitlosigkeit
  • Gewichtsverlust
  • abweichende Blutwerte (Eisenmangel-Anämie)
  • Übelkeit
  • Bauchschmerzen
  • Hautveränderungen
  • Reizbarkeit
  • Durchfall

Eine ärztliche Untersuchung (Magenspiegelung und Blutuntersuchung) kann im Zweifel genau diagnostizieren, ob eine derartige Glutenunverträglichkeit vorliegt.

Info: Oft wird Zöliakie mit einer Weizenallergie bzw. Weizensensitivität verwechselt. Die beiden Allergien haben gemeinsam, dass man keinen Weizen verträgt, mit ähnlichen Beschwerden.

Bestimmte Lebensmittel meiden

Nachdem die Zöliakie nicht heilbar ist, bleibt den betroffenen Personen nichts anderes übrig, als ihre Ernährung glutenfrei umzustellen.

In der tatsächlichen Praxis stellt sich dies, als alles andere als einfach dar, da in zahlreichen Lebensmitteln Gluten enthalten ist - unbedingt zu meiden sind Produkte die folgende Getreidesorten enthalten:

  • Hafer
  • Dinkel
  • Weizen
  • Gerste
  • Roggen
  • Grünkern
  • Triticale
  • Einkorn
  • Hafer (gilt nicht für alle Betroffenen)

Beispiele - auf folgende Lebensmitteln sollte man verzichten:

  • Teigwaren (Nudeln)
  • Brot
  • paniertes Fleisch
  • Knabbergebäck
  • Müsli
  • Kuchen
  • Kekse
  • Pizza
  • Wurst
  • Schokolade
  • Pudding
  • Sojasauce
  • Fruchtjoghurt
  • Bier

Was darf man essen

WICHTIG: Es dürfen nur Produkte gegessen werden, die auf der Verpackung als glutenfrei gekennzeichnet sind. Denn oft sind Konserven, Tiefkühlkost, verarbeitete Milchprodukte, usw. nicht frei von Gluten.

Auf dem gesunden Speiseplanes eines von Zöliakie betroffenen Menschen sollten in der aller ersten Linie folgende Produkte und Lebensmittel stehen:

  • Obst
  • Gemüse
  • Kartoffeln
  • Fleisch, Geflügel, Fisch, Meeresfrüchte
  • Eier, Milch, Milchprodukte, Butter, Margarine
  • Hülsenfrüchte (z.b. Soja, Erbsen, ...)
  • Pflanzenöle
  • Nüsse
  • Marmeladen und Honig
  • Zucker, Salz und Kräuter
  • Wasser und Säfte
  • Wein und Sekt
  • Tee und Kaffee

Info: Auch Wein, Sekt, Rum, Gin und glutenfrei gekennzeichnetes Bier muss man nicht verzichten.

Glutenfreie Kekse Eine Alternative zum Weizenmehl ist das Maismehl. (Foto by: © Heike Rau / fotolia.com)

Getreideersatz bzw. glutenfreie Getreidesorten

Nachdem der lebenslange Verzicht auf Getreide natürlich sehr schwer fällt, bietet das Reformhaus einige gesunde Alternativen, die auch sehr köstlich schmecken:

  • Hirse
  • Soja
  • Buchweizen

Zum Backen empfiehlt es sich, auf Kastanien- und Johannisbrotmehl zurückzugreifen, was ebenfalls kein Gluten enthält.

Weitere glutenfreie Getreidesorten sind:

  • Reis
  • Mais
  • Quinoa
  • Wildreis
  • Amaranth

Kreative Küche

Auch wenn die Ernährung mit einer Zöliakie alles andere als einfach ist, so bieten sich doch für die Betroffenen viele (glutenfreie) kreative Möglichkeiten auf den Teller zu zaubern.

Linktipp: Glutenfreie Rezepte!

Besonders wichtig ist aber, dass die Betroffenen genauestens darüber informiert sind, welche Lebensmittel sie unbedenklich zu sich nehmen dürfen.


Bewertung: Ø 4,3 (70 Stimmen)

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User Kommentare

-michi-

danke für den Artikel, um einen groben Überblick zu erhalten ist er wirklich super. mal schauen wie die glutenfreien Rezepte so schmecken :)

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alpenkoch

Unter Glutenunverträglichkeit leidet ein Nachbar. Da ist es gut sich reinzulesen. Auf der nächsten Gartenparty werde ich ihn mit glutenfrei gekennzeichneten Bier überraschen

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Pesu07

Das "Gute" an der Glutenunverträglichkeit-Diagnose ist, dass man selbst etwas tun kann, um sich besser zu fühlen.

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