Silvester Bräuche - Schwein gehabt!

Silvester steht vor der Türe und wieder neigt sich ein Jahr dem Ende zu und wir sehen voller Hoffnung und Freude in das nächste Jahr! Viele Bräuche gehen mit dem Jahreswechsel einher und natürlich wünscht sich jeder viel Schwein bzw. Glück zu haben, doch was steckt hinter dem Neujahrsschweinderl und warum bringt es eigentlich Glück? Lesen Sie hier mehr darüber.

Silvester Bräuche - Schwein gehabt! Foto PantherMediaSeller / depositphotos.com

Zu Silvester geht es neben der Abwehr der bösen Geister vor allem um das, was das kommende Jahr erhellen könnte.

Glück darf dabei natürlich nicht fehlen und mit den Glücksbringern wird versucht, im neuen Jahr von Pech und Unglück verschont zu bleiben.

Warum bringt das Schwein Glück?

  • Es gibt viele Glücksbringer, die Punkt Mitternacht mit den besten Wünschen ihre Besitzer wechseln.
  • Ganz oben auf der Liste befindet sich das Glücksschwein. Doch was steckt dahinter?
  • Ist das rosarote Borstenvieh wirklich für unser Glück zuständig?

Der Mensch denkt seit jeher in Bildern. Gerade früher, als Hexen, Dämonen und der Teufel genauso wie der eigene Tod gefürchtet wurden, half die Symbolik des Aberglaubens dabei, mit Unglück besser umzugehen und den negativen Geschehnissen den Schrecken zu nehmen.

Es fällt jeden von uns leichter, wenn man einen unerklärbaren Unglücksfall auf eine schwarze Katze oder den bösen Blick schieben kann.

Umgekehrt bringt es aber Sicherheit und Zuversicht, wenn positive Dinge passieren, die angeblich Glück verheißen.

Die Geschichte hinter dem Glücksschwein

Silvester Bräuche - Schwein gehabt! Foto VolodymyrBur / depositphotos.com

Der rosafarbene Schicksalsbote hat mit unserer heutigen Schweinehaltung nichts mehr gemeinsam.

Schweine waren vor langer Zeit extrem teuer und kostbar.

Im Mittelalter waren die Tiere heilig und verkörperten Reichtum.

  1. Wir freuen uns in der Silvesternacht, wenn wir ein Schweinchen geschenkt bekommen und hoffen sehr, im neuen Jahr Schwein zu haben.
  2. Der Ursprung dafür liegt höchstwahrscheinlich im Mittelalter.
  3. Bei Wettspielen wurde dem Verlierer ein Ferkel überreicht.
  4. Das Gespött der Zuseher und Mitstreiter war dem Verlierer zwar sicher, aber es war trotzdem ein sehr wertvolles Geschenk und eine gute Einnahme- sowie Nahrungsquelle.

Gebackenes Glück zum Verschenken

Glücksbringer lassen alte Bräuche nicht in Vergessenheit geraten. Sie müssen jedoch nicht gekauft, sondern können, oft schon mit einfachen Zutaten, selbst gebacken oder gebastelt werden.

Viel Glück bringen Schweinchen aus Mürbteig oder mit Marzipan überzogene Glückswürfel, die an die traditionellen und köstlichen Punschkrapfen erinnern.

Glück kann doch durchaus auch gegessen werden:

Andere Länder, andere Sitten, sagt ein altes Sprichwort und das wird in der Silvesternacht deutlich.

  • Orangen
  • Zitronen
  • Äpfel

bringen rund um den Globus Glück.

Kleeblatt, Rauchfangkehrer & Co.

Silvester Bräuche - Schwein gehabt! Foto MartinaUnbehauen / depositphotos.com

Neben dem Schwein gibt es noch zahlreiche andere Symbole, die Glück bringen. Zu den beliebtesten zählen das

  • Kleeblatt
  • Rauchfangkehrer
  • die Zahl 13
  • Fliegenpilz
  • Hufeisen
  • Glücksgeldstück und der
  • Marienkäfer

Fazit & Tipps

Viele Glückssymbole sind schon hunderte von Jahren alt. Nicht immer kann mit Sicherheit gesagt werden, warum genau ein Käfer oder Pilz für das Glück im kommenden Jahr zuständig ist.

Aber es ist ein netter Brauch, der nicht in Vergessenheit geraten sollte. Und ganz ehrlich, wer kann nicht etwas Glück brauchen?

Ein kleiner Tipp für den Empfänger des Glücksbringers: Mit viel Fantasie und etwas Glauben ist es gar nicht schwer, dem Glück im neuen Jahr die Türe zu öffnen.


Bewertung: Ø 5,0 (10 Stimmen)

User Kommentare

alpenkoch

danke, das ist wieder sehr nett geschrieben, mit Schmunzeleffekt, super! Im Forum wurden in den letzten Jahren ja auch einige Bräuche vorgestellt. Ohne GK hätte ich diese nicht kennengelernt (✷‿✷)

Auf Kommentar antworten

Kanguruh1

Das habe ich nichtg gewusst, warum man eigentlich Schweinchen zu Silvester verschenkt. Ein interessanter Artikel!

Auf Kommentar antworten

Maarja

Interessant 🧐 und es macht mich neugierig auf die anderen Glücksbringer. Die Geschichten dahinter wären sicher auch interessant

Auf Kommentar antworten

Pesu07

Ich bevorzuge selbstgemachte Glücksbringer. Daher werde ich heuer das Rezept Glücksschweinchen aus Topfenteig ausprobieren - diesen Teig mache ich sehr gerne.

Auf Kommentar antworten

Hermine_Rumpfmüller

Danke für den Artikel, ist sehr interessant geschrieben. Da habe ich heuer auf der Silvesterfeier was zum Weitererzählen..

Auf Kommentar antworten

MaryLou

Es ist schon merkwürdig wie lange sich solche Bräuche halten. Die meisten Menschen behaupten sie wären gar nicht abergläubisch, trotzdem verschenken sie Glücksbringer zum Jahreswechsel.

Auf Kommentar antworten

Katerchen

Ein toller Artikel über das Glücksschwein, das habe ich nicht gewusst. Das Schweinchen als Trostpreis, da hätte ich gerne bei den Wettspielen verloren. PS: als „Katerchen“ muss ich dagegen Einspruch einlegen, dass schwarze Katzen Unglück bringen. (außer man ist eine Maus) 😹

Auf Kommentar antworten