Woher kommt der Weihnachtskeks?

In der Weihnachtsbäckerei, gibt es manche Leckerei...wer liebt sie nicht, die kleinen süßen Köstlichkeiten, am Besten noch warm aus dem Ofen! Der Weihnachtskeks ist beliebt bei Alt und Jung und nicht weg zu denken in der Weihnachtszeit. Doch woher stammt diese leckere Tradition eigentlich?

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Ob eckig oder rund, mit Zuckerstreuseln verziert oder mit Marmelade gefüllt: Kekse gehören in ihrer süßen Vielfalt genauso zum Christfest wie die Geschenke unter dem Tannenbaum. Doch woher stammen sie eigentlich, erfahrt hier mehr über die Ursprünge der kleinen Köstlichkeiten.

Von den Kelten und Römern

  • Schon zu Zeiten der alten Römer wurde gerne kleines Gebäck gegessen.
  • Köstliches Feingebäck kannte man auch in Ägypten als Honigkuchen.
  • Zur Wintersonnenwende buken die Kelten aus Honig und Getreide runde Fladen, um sie ihren Göttern als Gaben darzubringen.

Die Klöster im Mittelalter

In der Welt der Weihnachtskekse spielen Klöster eine wichtige Rolle. Während der Adventszeit wurden in den mittelalterlichen Klosterbäckereien gewürzte Teigwaren hergestellt.

Anders als herkömmliches Brot hatte dieses Gebäck eine längere Haltbarkeit.

Es war wegen seiner kostbaren Zutaten wie Vanille, Zimt oder Ingwer jedoch auch sehr kostspielig. Deshalb blieben die 'Klosterkekse' der weihnachtlichen Festzeit vorbehalten.

Sternförmige Küchlein symbolisierten den Stern von Bethlehem.

Die Gewohnheit, Weihnachtskekse in Sternenform zu backen, hat die Jahrhunderte überdauert.

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Das feine Teegebäck

  1. Zur Jahrhundertwende um 1900 erlebte die Herstellung und Verbreitung von Keksen einen Wandel.
  2. Feingebäck wurde zumindest für gut situierte Österreicher leichter erschwinglich.
  3. Im Zuge dessen entwickelten sich Kekse zum Mittelpunkt auf Kaffeetafeln. Als kulinarische Begleitung zum Tee wurden Plätzchen ebenso häufig serviert.
  4. Dieser Sitte verdanken sie ihren zweiten Namen 'Teegebäck'.

Vom Honigkuchen zum Lebkuchen

Im alltäglichen Sprachgebrauch wird der Begriff 'Honigkuchen' oft als Synonym für Lebkuchen benutzt. Doch sind die beiden weihnachtlichen Backwaren wirklich dasselbe?

Dazu vielleicht eine Anmerkung: Von seiner Bedeutung her hat der Lebkuchen nichts mit Leben zu tun. Die Wurzeln dieses Wortes gehen auf die lateinische Vokabel 'libum' zurück. Übersetzt heißt libum nämlich Fladen. Eine andere Übersetzungsvariante lautet 'Opferkuchen'.

Vor ungefähr 4000 Jahren legten die Ägypter ihren verstorbenen Angehörigen Honigkuchen mit ins Grab. Die Kuchen sollten ihnen auf dem Weg in den Himmel als Nahrung dienen. Solche Gebäckstücke wurden auch bei Gottesdiensten als Gabe auf dem Altar platziert.

Neben Honig beinhalteten die Kuchen Gewürze wie:

Sie verliehen den Honigkuchen ihr unverwechselbares Aroma. Mandeln und Nüsse bildeten hingegen die feste Grundlage in der rohen Teigmasse.

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Erst in der mittelalterlichen Zeit wurde der Name 'Honigkuchen' durch die Formulierung 'Lebkuchen' ersetzt. Dies geschah im 13. Jahrhundert. Vielfach wurden gemahlene Pfefferkörner mit in den Teig gegeben, woraus sich das Wort 'Pfefferkuchen' ergab.

Fazit

In damaligen Epochen waren Kekse genauso beliebt wie heute. Anders als in der Moderne galten sie früher als saisonale Delikatessen. Der Grund dafür waren die Zutaten.

Inzwischen sind Zucker, Vanilleschoten und Mehl das ganze Jahr über günstig zu bekommen.

Einzig an der Beliebtheit von ofenfrischen Weihnachtskeksen hat sich über die vielen Jahre und Jahrhunderte nichts geändert.

Ein letztes Wort zum Lebkuchen: Es macht kaum einen Unterschied, ob man die würzigen Teigtaler nun Lebkuchen, Honigkuchen oder doch lieber Pfefferkuchen nennt. Sie sollen in erster Linie gut schmecken und auf das Christfest einstimmen. Und genau das tun sie!

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User Kommentare

Maarja

Was für ein schöner und informativer Artikel, für mich sind die Weihnachtskekse so selbstverständlich, dass ich noch nie darüber nachgedacht habe

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Kanguruh1

Das ist wirklich ein sehr interessanter Artikel über die Geschichte der Weihnachtskekse, die ja nicht nur zu Weihnachten konsumiert wurden!

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Pesu07

Weihnachtskekse, egal, ob nach Oma's Rezept gebacken oder moderne Varianten, sie gehören einfach zur Weihnachtszeit. Und es duftet einfach verführerisch.

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DIELiz

wieder ein grosses Danke für die interessanten Informationen . Sehr gut, mehr über Weihnachtsbäckerei zu wissen

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