Cardamom (=Kardamom)

Viele Menschen wissen gar nicht, wie sie Cardamom verwenden können. Dies liegt daran, dass er bei uns typischerweise nur für spezielle Rezepte verwendet wird, beispielsweise Lebkuchen oder Christstollen. Tatsächlich ist Cardamom aber ein Gewürz, das sich auch in unserer Küche hervorragend verwenden lässt.

CardamomDas Cardamom Gewürz wird gerne in indischen Speisen verwendet. (Foto by: © denio109 / fotolia.com)

Cardamom trägt in Indien den Beinamen „Königin der Gewürze“ und diesen trägt sie zu Recht. Immerhin ist Cardamom nach Safran das zweitteuerste Gewürz der Welt.

Die Cardamom-Pflanze wird bis zu 5 m hoch. Gewonnen wird das teure Gewürz aus den Samen der Pflanze, die eine bräunliche Farbe aufweisen. Botanisch gesehen gehört Cardamom zur Familie der Ingwergewächse. Der Samen muss im Anschluss an die Ernte nachreifen und wird schließlich getrocknet.

Herkunft & Saison

Cardamom stammt vermutlich aus Indien, wobei er bereits mehrere Jahrtausende lang bekannt ist. Die wichtigsten Anbauländer sind heute:

  • Guatemala
  • Indonesien
  • Sri Lanka
  • Indien (Malabarküste)

Das Gewürz ist hierzulande in Pulverform das ganze Jahr über erhältlich.

Geschmack

Cardamom verfügt über einen Geschmack, der mit keinem anderen Gewürz wirklich vergleichbar ist. Er stellt eine Kombination aus süßen und scharfen Geschmackskomponenten dar. Deshalb eignet sich das Gewürz sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen.

Verwendung in der Küche

Cardamom ist ein Bestandteil vieler Gewürzmischungen. Natürlich kann es aber auch als einzelnes Gewürz verwendet werden. Dabei kann man zwischen grünem und schwarzem Kardamom unterscheiden:

  • Grüner Kardamom: frischer Samen mit einem süßlichen-scharfen Geschmack, wird für Süßspeisen (z.B. LebkuchenSpekulatius oder Weihnachtskekse) oder Tees (z.B. Chai-Gewürztee), Glühwein aber auch für arabischen Kaffee (z.B. Kardamom-Kaffee) verwendet.
  • Schwarzer Kardamom: getrocknet Samen, mit einem herben Geschmack wird eher für Fleisch-, Reis- und Gemüsegerichte verwendet.

Tipp: Kardamom entfaltet seinen Geschmack am besten beim Erhitzen, daher sollte das Gewürz auch mitgekocht werden.

Tipp: Wenn man auf ein intensives Aroma wert legt, sollte man Cardamom nicht in Form von Pulver kaufen, sondern frische Kapseln besorgen. Aus ihnen können die Samen herausgelöst und diese anschließend zerstoßen werden.

Hier ein paar Rezept-Tipps:

Wirkung

  • Cardamom wird eine verdauungs- und appetitfördernde Wirkung zugeschrieben.
  • Bei Problemen mit den Atemorganen kann Cardamom helfen und die Atemwege wieder frei machen.
  • Auch bei Erkältungskrankheiten ist Cardamom ein beliebtes Mittel, besonders gegen Halsschmerzen, Heiserkeit und Bronchitis.
  • Bei Mundgeruch kann das Gewürz wahre Wunder bewirken.
  • Unter anderem hilft Cardamom aber auch gegen Nervosität, Magenprobleme, Stress und regt zudem die Potenz an.

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User Kommentare

Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Das ist ja interessant. Ich wusste nicht das Cardamom soviele verschiedene Wirkungen hat. Hat aber doch einen sehr eigenen Geschmack.

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