Koriander

Koriander ist ein Gewürz, mit dem jeder problemlos experimentieren kann, denn überdosieren kann man es nicht so einfach. Das Gewürzkraut wirkt sich sehr positiv auf die Verdauung aus und bietet zugleich aber auch sehr angenehme Geschmacksnuancen für jede beliebige Küche.

KorianderDer Koriander weist ein eher schwaches und mildes Aroma auf. (Foto by: © Picture Partners / fotolia.com)

Das Grün des Korianders ist hierzulande zwar weniger beliebt, dafür haben es den Europäern die Koriandersamen angetan. Nichtsdestotrotz ist Koriander international ein wichtiges Gewürzkraut, auf das kaum eine Nationalität ganz verzichten kann und ist auch unter den Namen Wanzenkraut, Asiatische Petersilie oder Schwindelkraut bekannt.

Die einjährige Pflanze wünscht sich viel Sonne und bringt weiße und schwach rote Blüten hervor. Die Blätter des Korianders ähneln in ihrem Aussehen sehr stark der Petersilie.

Koriander kann komplett genutzt werden, von den Früchten über die Blätter bis hin zu den Samen und der Wurzel.

Info: Wenn man Koriander in Pulverform zu kaufen bekommt, handelt es sich dabei nicht um das gemahlene Grün, sondern um die gemahlenen Früchte.

Herkunft & Saison

Koriander ist bereits seit tausenden Jahren bekannt. Der Ursprung wird im Mittleren Osten und im Mittelmeerraum vermutet. Heute wird er weltweit angebaut. Die wichtigsten Anbauländer sind Rumänien, die Ukraine, Russland, Ungarn sowie Marokko.

In Österreich wird Koriander vor allem von April bis August frisch geerntet. Allerdings ist die Ausbeute relativ gering, weshalb der Markt durch europäische Importe gestützt wird. Das ganze Jahr über ist Koriander aus dem Treibhaus erhältlich.

Linktipp: Koriander selber anbauen

Geschmack

Frischer Koriander weist einen herb-süßlichen Geschmack mit bitteren Nuancen auf. Wenn er getrocknet wird, entwickelt sich auch süßlicher Duft.

Tipp: Korianderkörner sollten in lichtgeschützten Gefäßen aufbewahrt werden.

Verwendung in der Küche

Die verschiedenen Teile des Korianders werden für unterschiedliche Zwecke eingesetzt, zumal sie auch unterschiedlich schmecken.

  • Mit den Korianderblättern lassen sich vor allem orientalische Fisch-, Lamm- und Bohnengerichte sowie Eintöpfe, aber auch Salate abschmecken.
  • Pasteten und Wurst kommen ebenfalls kaum ohne das Gewürz aus.
  • Außerdem ist Koriander ein wichtiges Brotgewürz und gehört zu den meisten Curry-Gewürzmischungen.
  • Rote Rüben werden ebenfalls standardmäßig mit Koriander gewürzt.
  • Korianderkörner, vor allem gemahlene sind ein ideales Gewürz für Fisch- oder Gemüsesuppe und passen auch in viele weiße Saucen, Marinaden und auch in selbstgemachte Liköre können ganze Körner verwendet werden.
  • Korianderwurzel ist vor allem in Asien sehr beliebt und wird dort meist für Marinaden verwendet.

Man könnte sagen, Koriander ist ein optimales Einsteigergewürz, denn aufgrund seines relativ schwachen und milden Aromas kann er kaum überdosiert werden.

WICHTIG: Da die Korianderblätter sehr hitzeempfindlich sind, sollte man sie bei gekochten Speisen erst am Schluss des Garprozesses zugeben.

Unsere Rezept-Empfehlungen:

Wirkung

  • Koriander kann bei nicht zu schweren Verdauungsbeschwerden Abhilfe schaffen. Besonders wenn es um Darm- und Magenkrämpfe, Blähungen oder Magenschmerzen geht, kann Koriander helfen.
  • Koriander hat außerdem eine appetitanregende Wirkung und kann die Nerven beruhigen.
  • Koriander ist auch Teil vieler abführender Tees.

Tipp: Ein Tee aus Koriandersamen, Fenchel und Kümmel hilft gegen Blähungen.


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User Kommentare

AMMER
AMMER

Habe auch einen im Garten. Kann man den auch trockenen? Was kann ich noch alles damit würzen bzw wie kann ich ihn noch verwenden

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Silviatempelmayr
Silviatempelmayr

Koriander mag ich sehr gerne. Gerade wenn man ihn frisch erntet und gleich verwendet schmeckt das toll.

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