Jod - Ein wichtiges Spurenelement

Jod ist ein wichtiges Spurenelement für unseren Körper. Doch wie bei allem, zu viel des Guten ist auch nicht gut. Einige Lebensmittel enthalten natürliches Jod, andere werden jodiert, wie zum Beispiel Salz. Doch warum und wieso?

Jod - Ein wichtiges Spurenelement Das Spurenelement Jod ist in vielen Lebensmitteln natürlich enthalten. (Foto by: yulianny / depositphoto.scom)

Meist bekannt ist das Spurenelement, da die meisten Menschen das Essen mit Jodsalz würzen.

Doch diese Art der Anreicherung des Salzes ist nicht natürlich, sondern zum Wohl des Menschen entstanden.

Was verbirgt sich hinter dem Begriff Jod?

Bei Jod handelt es sich um ein Spurenelement, auf welches der Körper angewiesen ist, es allerdings nicht selbst herstellen kann.

Besonders ausschlaggebend ist das Mineral für die Steuerung der Ausschüttung von Schilddrüsenhormonen.

Ist Jod gesund für den Körper?

  • Generell ist das Mineral unverzichtbar für den menschlichen Organismus, dadurch werden wichtige Prozesse wie der Energiestoffwechsel oder die kognitive Funktion unterstützt.
  • Zudem trägt es ausschlaggebend zum gesunden Wachstum von Kindern und Jugendlichen bei.
  • Dennoch darf Jod nicht im Übermaß konsumiert werden.
  • In diesem Fall schlägt die eigentlich positive Wirkung ins Negative um und es kann zu Störungen des Verdauungstraktes kommen.
  • Anzeichen für den Überschuss sind ein metallischer Geschmack im Mund und die Zunahme des Speichelflusses.
  • Zusätzlich äußert sich die Überdosierung des Spurenelements oft in Form von Hautausschlägen.
  • Da das Mineral die Schilddrüsenfunktion steuert, kann es durch andauernden übermäßigen Jodkonsum zu einer Schilddrüsenunter- oder Überfunktion kommen.
  • Ein Arztbesuch wird bei Auftreten von Beschwerden empfohlen.

In welchen Lebensmitteln ist das Mineral enthalten?

Jod - Ein wichtiges Spurenelement Jod trägt ausschlaggebend zum Wachstum von Kindern bei. (Foto by: bit245 / depositphotos.com)

Auf natürliche Weise ist das Jod vor allem in Meeresfrüchten wie Garnelen oder Hummer, sowie in Meeresfisch wie Heilbutt oder Kabeljau angereichert.

Das ist darauf zurückzuführen, dass sich das Spurenelement im Gestein angehäuft hat.

Durch die Bewegung des Meerwassers wird das Jod nach und nach ausgewaschen und gelangt in das Wasser, wo es sich im Fisch anreichern kann.

Auch Algen haben einen hohen Jodgehalt.

Des weiteren kann das Mineral durch den Verzehr von Milchprodukten wie Käse oder Joghurt in den Körper aufgenommen werden.

Es ist in den Lebensmitteln enthalten, da das Futter der Nutztiere mit Jod versetzt wurde.

Auch einige Gemüsesorten enthalten Jod. Zu diesen Zählen vor allem Brokkoli, Grünkohl und Spinat.

Die normale Jodaufnahme reicht meist nicht aus um den Tagesbedarf zu decken.

Daher wird das Speisesalz in vielen Fällen mit Jod angereichert.

Dieses soll die ausreichende Versorgung der Gesellschaft mit dem wichtigen Spurenelement sicherstellen.

Rezepte mit natürlichem Jod

Wie wirkt sich Jodmangel auf den Organismus aus?

Jod - Ein wichtiges Spurenelement Es ist gut seinen Jodbedarf im Auge zu behalten. (Foto by: dian4ikn.gmail.com / depositphotos.com)

  1. Durch Jodmangel können verschiedenste Symptome auftreten.
  2. Einerseits kann es zu Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Antriebslosigkeiten kommen.
  3. Auf der anderen Seite treten vermehrt Erkältungssymptome sowie Wachstums- und Entwicklungsstörungen bei Kindern auf.
  4. Den größten Einfluss hat ein Mangel des Spurenelements auf die Schilddrüse.
  5. In dieser können sich knotenartige Gewebsveränderungen bilden.
  6. Oft fällt zudem eine starke Schwellung der Drüse auf.
  7. Dies äußert sich mit dem Auftreten einer heiser wirkenden Stimme.
  8. Durch die Fehlsteuerung der Hormone kann sowohl Haarausfall als auch ein veränderter Hautton hervorgerufen werden.

Wer sollte jodierte Lebensmittel meiden?

Doch obwohl das Spurenelement für den Körper essenziell erscheint, gibt es Menschen, welche die Aufnahme von jodierten Lebensmittel vermeiden sollten.

Darunter zählen jene mit einer Schilddrüsenüberfunktion und Menschen, die unter der Autoimmunerkrankung Hashimoto-Thyreoiditis leiden.

Was gibt es zu beachten?

  • Wissenswert ist, dass Schwangere einen erhöhten Jodbedarf haben, da sie sowohl den Fötus als auch den eigenen Organismus versorgen müssen.
  • Außerdem entwickelt sich der Jodverbrauch im Laufe des Lebens.
  • Kinder und Jugendliche müssen daher deutlich mehr Jod aufnehmen als Erwachsene.
  • Somit liegt die empfohlene Jodaufnahme bei Kleinkindern bei 100 Mikrogramm pro Tag, bei Jugendlichen im Alter von 15 Jahren schon bei 200 Mikrogramm pro Tag.
  • Schwangeren wird die tägliche Aufnahme von 230 Mikrogramm empfohlen.
  • In der Stillzeit steigt die Empfehlung auf 260 Mikrogramm pro Tag.

Fazit

Jod ist ein wichtiges Spurenelement für den Körper, kann allerdings auch eine Gefahr für die Gesundheit darstellen.

Daher sollte auf eine ausgewogene Jodversorgung geachtet werden.

Falls es nicht durch die Ernährung gewährleistet werden kann, sollte auf Nahrungsergänzungsmittel zurückgegriffen werden.


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User Kommentare

Katerchen

Ein toller und informativer Artikel. Interessant ist auch das Aufzeigen des Weges, wie das Jod in den Fisch kommt. Optisches Anzeichen von Jodmangel war früher der „Kropf“, den manche Menschen bekamen. Den sieht man heutzutage nicht mehr.

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Maarja

Sehr interessant! Wann nimmt denn dann der Jod-Bedarf im Erwachsenenalter eigentlich wieder ab? Das würde mich interessieren

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